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1:1 - Eins zu Eins

Dänemark, 2006
Drama, 90 Minuten

Originaltitel
1:1

Kino-Start
10.05.2007

Regie
Annette K. Olesen

Darsteller
Mohammed-Ali Bakier (Shadi ), Joy K. Petersen (Mie), Anette Støvelbæk (Søs), Helle Hertz (Großmutter Bonnie), Subhi Hassan (Tareq), Jonas Busekist (Per), Brian Lentz (Ole), Paw Henriksen (Polizist), Rose Copty (Umm Tareq), Nassim Al-Dogom (Abu Tareq), Thomas Kirschner (Benji), Khadije Nasser (Nura), Ahmed El-Daoud (Tareqs Freund Wisam), Mohammed Samhi (Boxtrainer Mo), Vasko Magdalinas (Shadis Freund ), Khalid al-Subeihi (Onkel 1), Mahmoud Issa (Onkel 2), Trine Appel (Merete)
1:1 - Eins zu Eins - Kinoplakat
Der Karikaturenstreit hat es gezeigt: Auch im hohen Norden gibt es Konflikte zwischen Dänen und muslimischen Einwanderern. Mit "1:1" hat die dänische Regisseurin Annette K. Olesen ein filmisches Plädoyer für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen geschaffen, das bei den Nordischen Filmtagen Lübeck gleich drei Preise erringen konnte.

Die 16-jährige Mie (Joy Petersen) lebt in einer Sozialsiedlung am Rande von Kopenhagen. Die Liebe zwischen ihr und dem Palästinenser Shadi (Mohammed-Ali Bakier) wird von ihrem Umfeld und ihren Familien skeptisch aufgenommen. Shadi träumt, wie sein Bruder Tareq (Subhi Hassan) davon, Berufsboxer zu werden und trainiert mit ihm im Sportstudio von Boxtrainer Mo (Muhammed Samhi).

Der gutmütige Hüne Ole (Brian Lentz) ist für die Sicherheit dort verantwortlich und verfolgt am Autoradio den Polizeifunk. Eines nachtsfindet er in einer verlassenen Straße Per (Jonas Busekist), den 19-jährigen Bruder von Mia, bewusstlos auf.

Er hat eine klaffende Kopfwunde und wird ins Krankenhaus eingeliefert, wo er im Koma verbleibt. In der selben Nacht trifft Shadi auf Tareq, wie er versucht, im Badezimmer seine blutüberströmte Kleidung zu säubern. Er verweigert seinem Bruder eine Erklärung, und als Shadi von dem Überfall auf Per erfährt, verdächtigt er seinen Bruder.

Die Polizei ist überzeugt, dass der Täter aus dem Umfeld der Einwanderer kommt. Benji (Thomas Kirschner), ein Freund von Per, spricht Mie darauf an, dass Shadi etwas mit der Sache zu tun haben könne. Sie ist zunächst überrascht, doch da er ihr seit dem Vorfall auszuweichen scheint, beginnt sie ebenfalls an seiner Unschuld zu zweifeln. Ihre Mutter Søs (Anette Støvelbæk) macht sich gar Vorwürfe, dass sie mit ihrer Familie in diese sozial kritische Gegend gezogen ist.

Nachdem Ole ein Gespräch zwischen Shadi und Tareq im Boxstudio belauscht, meldet er das der Polizei, die nun offiziell nach Tareq fahndet. Obwohl der gegenüber seinem Bruder seine Unschuld beteuert, verlangt dieser von ihm, sich der Polizei zu stellen, um Klarheit in die Sache zu bringen.

Auf der Wache angekommen, stellen sie fest, dass die wahren Täter - eine Straßenbande - festgenommen und bei ihnen Pers Geldbörse und sein Handy gefunden wurden. Doch davon weiß Benji nichts, und zusammen mit ein paar Kumpels will er Shadi eine Lektion erteilen...



Film-Inhalt  


Gefährliche Liebschaft: Shadi (Mohammed-Ali Bakier) und Mie (Joy Petersen)
Gefährliche Liebschaft: Shadi (Mohammed-Ali Bakier) und Mie (Joy Petersen)


  Hintergrund


Macht sich Vorwürfe: Mies Mutter Søs (Anette Støvelbæk)
Macht sich Vorwürfe: Mies Mutter Søs (Anette Støvelbæk)

Inspiriert wurde "1:1" durch einen Radiobericht über einen Vorfall, der sich in Kopenhagen abgespielt hatte. Die Regisseurin Annette K. Olesen verfolgte die Geschichte über einen Jungen, der bei einem Messerangriff verletzt wurde. In einem Interview gab er seine Gedanken wider, ebenso wie dessen Mutter, die als Kindergärtnerin mit Kindern arbeitet, die zu vier Füntel aus Migrationsfamilien stammen, und sein türkischer Freund.

Dieses Thema bildet die Grundlage zu "1:1", wurde aber aus dramaturgischen Gründen verschärft. So liegt das Opfer im Film, Per, bist zum Ende im Koma, um die Spannung bei den Beteiligten zu erhalten, ebenso wie die Tatsache, dass das Opfer selbst nicht über die Tat berichten kann. Auch die Überlegungen der Mutter aus dem Radiointerview werden aufgegriffen, so die Frage, ob ein Umzug sinnvoll wäre.



Schauspieler palästinensischer Herkunft in Dänemark zu casten, erfordert einigen Aufwand. Die üblichen Karteien der Agenturen oder Castingstudios wiesen keine geeigneten Darsteller auf, und so suchten die Filmemacher in entsprechenden Vereinen und Organisationen nach Kandidaten, die bereit waren, sich als Laiendarsteller zur Verfügung zu stellen.

Allerdings traf das Team bei ihrer Suche auf einige Vorbehalte. "Es war sehr schwer, sie zu überreden, weil sie eine sehr schlechte Meinung über die Medien haben", erklärt Olesen dazu. "Ich habe viel über ihr Leben in Dänemark gelernt und dass der jetzige Konflikt nicht nur kulturell, sondern vor allem sozial geprägt ist. Wir haben eine neue Arbeiterklasse geschaffen, die aus Immigranten besteht. Das müssen wir verstehen, um die Probleme anpacken zu können."

Als Hauptdarsteller für die Rolle des Shadi wurde Mohammed Ali Bakier ausgewählt. Der 17-jährige war Olesen bereits Anfang 2004 begegnet, als sie Talente für das "Players Project" gesucht hat, das vom "Betty Nansen Teatret" mit jungen Immigranten durchgeführt wurde. Als Bakier von "1:1" hörte, erklärte er sich spontan bereit, am Casting teilzunehmen.



Zum Casting  


Träumen von einer Boxerkarriere: Tareq (Subhi Hassan) und Shadi
Träumen von einer Boxerkarriere: Tareq (Subhi Hassan) und Shadi

  Der Autor


Ole (Brian Lentz) und Shadi
Ole (Brian Lentz) und Shadi

Drehbuchautor Kim Fupz Aakeson, am 12. September 1958 in Kopenhagen geboren, hat sich in verschiedenen Berufen - darunter Postbote - versucht. Dann verlegte er sich auf das Zeichnen von Comics und machte sich einen Namen als Illustrator und Autor für Kinderbücher. In den frühen 1980er Jahren war er für die links-alternative Zeitung "Københaven" tätig.

Das dänische Kulturministerium verlieh ihm 1990 den Kinderbuchpreis. Zu seinen Kinder- und Jugendbüchern gehört u.a. "Sven wird Supermann", "Ulla und alles" und "Eins zwei drei, ein Papagei". Das Werk "Der einzig Richtige" (Den Eneste ene) wurde 1992 als bestes Kinder- und Jugendbuch ausgezeichnet. Das Buch wurde 1998 verfilmt, wurde in Dänemark ein Kinohit und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "1:1 - Eins zu Eins" in der Regie von Annette K. Olesen liefen am 10.05.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Unsichtbar - Zwischen zwei Welten
Mystery-Thriller, USA, Kanada, 2007

How to cook your Life
Dokumentation, Deutschland, 2007

Flyboys - Helden der Lüfte
Action-Abenteuer, Frankreich, USA, 2006

Die Eisprinzen
Komödie, USA, 2007

Das doppelte Lottchen
Zeichentrick, Deutschland, 2007

Crash Test Dummies
Tragikomödie, Österreich, 2005

Black Book
Thriller, Holland, England, Deutschland, 2006

Ebenfalls im Kino 




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