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2:37

Australien, 2006
Drama, 99 Minuten

Originaltitel
2:37

Kino-Start
19.07.2007

Regie
Murali K. Thalluri

Darsteller
Teresa Palmer (Melody), Joel Mackenzie (Sean), Frank Sweet (Marcus), Clementine Mellor (Kelly), Charles Baird (Uneven Steven), Sam Harris (Luke), Marni Spillane (Sarah), Sarah Hudson (Julie), Chris Olver (Tom)
2:37 - Kinoplakat
Der Selbstmord von Jugendlichen ist ein im Kino nicht eben häufig gezeigtes Thema. In seinem Debütfilm "2:37" hat sich der selbst erst 20-jährige australische Regisseur Murali K. Thalluri dieser Problematik angenommen und damit auch ein eigenes persönliches Trauma verarbeitet. "2:37" - sprich Zwei Uhr und 37 Minuten - zeigt die Uhr in einer australischen High-School, als Blut unter der Tür zu einem der Toilettenräume hervorquillt.

Sechs scheinbar ganz normale Teenager, die an einem scheinbar ganz normalen Sommertag in eine ganz normale australische High-School gehen, in der Erwartung, den ganz normalen Schulalltag zu erleben.

Da sind zunächst Marcus (Frank Sweet) und Melody (Teresa Palmer), Geschwister aus "gutem Hause". Ihr Vater verdient gut, und außer gelegentlich nicht ganz so guten Noten haben die beiden eigentlich keine Probleme.

Auch der gutaussehende Luke (Sam Harris) hat bislang keinen Grund zu klagen: Die Mädchen liegen ihm zu Füßen. Derzeit ist Sarah (Marni Spillane) seine Favoritin. Kelly (Clementine Mellor) hat es hingegen schon schwerer: Sie ist unsterblich in Marcus verliebt. Doch der hat kein Auge für sie, und Kelly hat keine Idee, wie sie das ändern könnte.

Offensichtliche Probleme hat auch "Uneven Steven" (Charles Baird), der so genannt wird, weil er zwei unterschiedlich lange Beine hat. Er träumt von einer Karriere als Fußballer, die sich aber wohl nie erfüllen wird. Und er hat weiteres Problem: Krankheitsbedingt nässt er ab und an ein.

Zunächst beginnt der Schultag ganz normal. Doch schon in der Pause kommt es zu einer ersten Eskalation: Melody stellt fest, dass sie schwanger ist. Sahra bricht in Tränen aus, weil sie überzeugt ist, dass Luke der Vater sei. Luke hingegen ist seelisch völlig aufgewühlt, weil er in eben dieser Pause seine Zuneigung zum eigenen Geschlecht entdeckt hat. Steven ist verzweifelt, weil ihm neuerlich ein Missgeschick im Blasenbereich unterlaufen ist, und Marcus wird langsam bewusst, dass wohl nur er der Vater des ungeborenen Kindes seiner leiblichen Schwester sein kann.

Und dann - es ist genau 2 Uhr 37 - quillt Blut unter der Toilettentür hervor. Einer von ihnen hat sich die Pulsadern geöffnet...



Film-Inhalt  


Melody (Teresa Palmer) ist schwanger
Melody (Teresa Palmer) ist schwanger


  Hintergrund


Marcus (Frank Sweet) wird geliebt
Marcus (Frank Sweet) wird geliebt

Es ist noch nicht sehr lange her, da drückte der australische Jung-Regisseur Murali K. Thalluri selbst noch die Schulbank: "2:37" ist der Debütfilm des erst 22-jährigen.

Was ihn berührt, ist die Einsamkeit junger Menschen, die im Wortsinne in der Masse der Gleichaltrigen untergehen und bei aller Redseeligkeit doch zu echter Kommunikation oft unfähig sind.

In "2:37" hat Thalluri auch eigene traumatische Erlebnisse verarbeitet. Er berichtet: "Ich selbst hatte eine Begegnung mit dem Thema Selbstmord, als ein Freund von mir beschloss, sein Leben sei so unerträglich, dass er es beenden müsse – und das tat er, auf fürchterlich blutige Art und Weise. Zwei Tage, nachdem er sich die Pulsadern aufgeschnitten hatte, bekam ich mit der Post ein Mini-DV-Tape. Es war eine Ankündigung seines Selbstmordes! Ich habe in meinem Leben schon einige schreckliche Dinge gesehen, aber jemandem dabei zuschauen zu müssen, wie er schreit, weint und wütet, während er sich darauf vorbereitet, seinen eigenen Tod herbeizuführen, das verfolgt mich bis heute."

Wie für Thalluri ist auch für die meisten seiner Darsteller "2:37" der erste Film. Umfangreichere Filmerfahrungen hat lediglich Teresa Palmer, die die Rolle der Melody spielt: Sie war u.a. bereits in "Wolf Creek" (2005) und "Der Fluch - The Grudge 2" (2006) zu sehen.

"2:37" kam in die offizielle Auswahl des Filmfestivals von Cannes und lief dort in der Reihe "Un Certain Regard". Murali K. Thalluri wurde für seine Arbeit sowohl für den australischen AFI-Award wie auch den Tokyo Grand Prix 2006 nominiert, ging bei der Preisverleihung jedoch in beiden Fällen leer aus.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "2:37" in der Regie von Murali K. Thalluri liefen am 19.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tarantino: Death Proof - Todsicher
Actionthriller, USA, 2007

Sterben für Anfänger
Tragikomödie, USA, 2007

Next
Action-Thriller, USA, 2007

Motel
Horror-Thriller, USA, 2007

Max Ernst - Mein Vagabundieren - Meine Unruhe
Dokumentation, Deutschland, 1991

Kann das Liebe sein?
Liebeskomödie, Frankreich, 2007

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge
Dokumentation, Schweiz, 2004

Du bist nicht allein
Tragikomödie, Deutschland, 2007

Ebenfalls im Kino 




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