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300

USA, 2006
Action, 116 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
300

Kino-Start
05.04.2007

Regie
Zack Snyder

Darsteller
Gerard Butler (König Leonidas), Lena Headey (Königin Gorgo), Dominic West (Theron), David Wenham (Dilios), Vincent Regan (Captain), Michael Fassbender (Stelios), Tom Wisdom (Astinos), Andrew Pleavin (Daxos), Andrew Tiernan (Ephialtes), Rodrigo Santoro (Xerxes), Giovani Cimmino (Pleistarchos)
300 - Kinoplakat
Glaubt man dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot, dann warfen sich im Jahre 480 vor Christi Geburt in einer ebenso verzeifelten wie todesverachtenden Schlacht zur Verteidigung ihrer Heimat einst 300 Spartaner gegen ein Millionenheer von Persern. Die historische Wahrheit mag etwas bescheidener sein, der Mythos wurde umso größer. Regisseur Zack Snyder verfilmte das Sandalenepos nicht etwa nach einer historischen Vorlage, sondern nach der ebenso poppigen wie blutspritzenden Comic-Version von Frank Miller.

Im Jahre 480 vor Christi Geburt: Ein persisches Millionenheer unter der Führung von Xerxes (Rodrigo Santoro) greift nach der Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer - und damit nach den Stadtstaaten Griechenlands.

König Leonidas (Gerard Butler) - der, wie in Sparta üblich, seit seinem siebten Lebensjahr auf das Leben als Soldat gedrillt wurde - wirft sich mit 300 Freiwilligen seiner Landsleute, ohne politische Unterstützung der Mächtigen Griechenlands, bei den Thermopylen der Phalanx der Perser entgegen.

Währenddessen versucht Leonidas´ Ehefrau, Königin Gorgo (Lena Headey), in dramatischen Reden in Sparta die Spartaner zu einem offiziellen Kriegseintritt und somit zu einer Unterstützung der Dreihundert zu bewegen - erfolglos. So kämpfen also die 300 einen aussichtslosen, verzweifelten, verbissenen und heldenhaften Kampf bis zum letzten Mann.

Natürlich kann Leonidas diesen Kampf nicht gewinnen, aber sein Opfer - das Opfer der 300 - rüttelt die Völker des Peloponnes auf, ihre Heimat gegen die plündernden Horden aus dem Osten zu verteidigen und - mehr noch - eine Urzelle der Demokratie entstehen zu lassen...



Film-Inhalt  


Leonidas (Gerard Butler) in der Schlacht
Leonidas (Gerard Butler) in der Schlacht


  Hintergrund


Keine Furcht vor Mensch und Tier
Keine Furcht vor Mensch und Tier

"300" beruft sich auf den gleichnamigen Comic-Roman von Frank Miller ("Sin City").

Frank Miller erfuhr erstmals von den Spartanern, als er als Junge den Film "Der Löwe von Sparta" (The 300 Spartans) sah: "Ich war wie vom Donner gerührt und fühlte mich nachhaltig inspiriert, denn hier erlebte ich erstmals, dass die Helden am Ende der Geschichte nicht immer automatisch Medaillen bekommen: Helden sind vielmehr Leute, die richtig handeln, weil sie das Recht auf ihrer Seite haben und dafür auch ihr Leben opfern. Mein ganzes Leben lang wollte ich diese Story nacherzählen, weil sie die beste Story ist, die ich kenne. Mit der Zeit habe ich dann meine Fähigkeiten als Comic-Zeichner so weit entwickelt, dass ich mich an die Umsetzung wagen konnte."

"Frank hat die geschichtliche Begebenheit zum Mythos erhoben, statt ein mythologisches Ereignis realistisch darzustellen", sagt Regisseur Zack Snyder, der seinerseits Millers kühnen Entwurf bei der Verfilmung mit einer eigenen Handschrift versah.

"Das wirkt sehr originell. Er wollte das Wesentliche im spartanischen Lebensentwurf herausarbeiten – um Realismus ging es ihm dabei nicht. Wenn man die Thermopylen besucht, sieht man dort eine nackte Statue des Leonidas - er trägt nichts außer einem Schild, einem Speer und einem Helm. Frank ist bei den Thermopylen gewesen, und als er das sah, beschloss er: 'Genau so und nicht anders muss es aussehen.'"

Jeder Aspekt des Films wurde mit Testaufnahmen durchgespielt – vom Beleuchtungskonzept über die Kostüme bis zu den Strukturen der Sets. Die Filmemacher wollten zum Beispiel herausbekommen, wie der fotografische Look des Films wirken würde. Snyder wollte die Farbgebung manipulieren und benutzte dabei ein Verfahren, was schließlich scherzhaft als "Wegdrücken" bezeichnet wurde.

"Zacks Rezept sah vor, den Schwarzanteil des Bildes zu vermindern und dafür die Farbsättigung zu erhöhen, um das Kontrastverhältnis des Films zu verfremden", erklärt Jeffrey Silver. "Jedes Einzelbild dieses Films wurde in der Endfertigung nachbehandelt. Das Wegdrücken schafft den unverwechselbaren Look, die Atmosphäre."



Unter dem Begriff "Perserkriege" versteht man die militärischen Auseinandersetzunegn zwischen dem antiken Griechenland und dem persischen Großreich im 5. Jahrundert vor Christus, bei denen es letztendlich um die Frage der Vorherrschaft im östlichen Mittelmeerraum ging.

Die (wenigen) schriftlichen Überlieferungen aus dieser Zeit stammen fast ausnahmslos von dem griechischen Historienschreiber Herodot und stellen die Vorgänge oftmals recht einseitig und stellenweise nachweislich irrig dar.

Die Perser, zu deren Reich mit dem heutigen Iran als Kernland auch das Gebiet der heutigen Türkei gehörte, griffen die Griechen in zwei großen Wellen einmal ab etwa 494 v.C. (1. Perserkreig) und nochmals um 480 v.C. (2. Perserkrieg) sowohl zu Wasser als auch zu Lande mit jeweils zahlenmäßig weit überlegenen Truppen an und wurden in beiden Fällen verheerend geschlagen.

Der erste Perserkrieg endet mit der Niederlage der Perser bei Marathon am 12. September 490 v.C., als eine vergleichsweise kleine Athener Streitmacht mit einem Überraschungsangriff das persische Heer in Flucht schlug, als dieses gerade mit der Be- und Entladung seiner Schiffsstreitmacht beschäftigt war.

Der zweite Perserkrieg fand im Sommer 479 v.C. sein Ende, als das nach einem Teilrückzug der zahlenmäßig erneut weit unterlegenen Griechen das wild vorstürmende persische Heer in der Schlacht von Plataea in einen Hinterhalt lief. Kurz zuvor war es den Athenern - ebenfalls durch strategische List und dank besserer Ortskenntnis - gelungen, den persischen Seestreitkräften eine empfindliche Niederlage zuzuführen.



Die Perserkriege  


Die Perser am Abgrund
Die Perser am Abgrund

  Die Schlacht bei den Thermopylen


Hofft auf spirituelle Hilfe: Leonidas (Gerard Butler)
Hofft auf spirituelle Hilfe: Leonidas (Gerard Butler)

Die Schlacht bei den Thermopylen - also die Schlacht, die in "300" dargestellt wird - ereignete sich am 11. August 480 v.C.

Das persische Heer, nach heutiger Schätzung wohl etwa 170.00 Mann, griff - von der Türkei kommend - die griechische Halbinsel vom Norden her an. Die in sich zerstrittenen griechischen Stadtstaaten konnten lediglich rund 7.000 Mann zur Landesverteidigung aufbringen; darunter - in der Tat - wohl 300 etwa Spartaner.

Das Griechische Heer unter der Führung des Spartaner-Königs Leonidas stellte sich den Persern bei Thermopylen in der Nähe von Delphi entgegen. An dieser Stelle mussten die Perser einen damals nur etwa fünf bis fünfzehn Meter breiten Mittelgebirgspass passieren, der nur durch einen noch schmaleren Gebirgspfad zu umgehen war.

Zunächst gelang es den Griechen, über drei Tage hinweg den Pass zu verteidigen, dann aber umging eine größere Einheit der Perser die griechischen Stellungen über den Gebirgspfad, den Leonidas zwar kannte, aber mit nur wenigen Hilfstruppen ungenügend gesichert hatte.

Als Leonidas sich der Gefahr eines persiches Angriffs von zwei Seiten zugleich bewusst wurde, entschloss er sich mit "seinen" 300 Spartanern die Thermopylen "bis zum letzten Mann" zu verteidigen, um die Perser möglichst lange aufzuhalten, um so den restlichen Einheiten des griechischen Heeres einen geordneten Rückzug und die Neuordnung zu ermöglichen.

Tatsächlich waren die 300 Spartaner jedoch nicht auf sich allein gestellt: Zum einen ist bekannt, dass in jeder Schlacht grundsätzlich jedem spartanischen Soldaten mehrere (Staats-)Sklaven zur Unterstützung zur Seite standen, zum anderen wurden die Spartaner wohl auch durch Freiwillige aus den umliegenden Orten verstärkt.

Insgesamt dürften 1.000 Griechen und 20.000 Perser in den mehrtägigen Kämpfen den Tod gefunden haben, wobei dieses Zahlenverhältnis in erster Linie schlichtweg der strategischen und topographischen Ausgangslage geschuldet ist.

Kriegsentscheidend war dies jedoch nicht. Es waren letztendlich nicht Truppen Spartas, sondern Athens, die im folgenden Jahr dem persischen Heer erst eine vernichtende Niederlage zu See und dann zu Land beibrachten und schließlich den sich zurückziehenden Persern so hartnäckig nachrückten, dass diese rund 700 Jahre lang keinen weiteren Angriff auf diese Region des Mittelmeerraums mehr unternahmen.

Zeitnah - also im 5. vorchristlichen Jahrhundert - wurde das Opfer der 300 (oder eher 1.000) übrigens durchaus kritisch gesehen und - insbesondere in Athen - vorwiegend als Folge taktischer und strategischer Fehler der spartanischen Truppenführer betrachtet. Der Mythos des heldenhaften Opfertodes bildete sich über die Jahrunderte erst langsam und vorwiegend Dank der Schilderungen des Herodot heraus.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "300" in der Regie von Zack Snyder liefen am 05.04.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ti amo in tutte le lingue del mondo
Komödie, Italien, 2005

The Contract
Thriller, USA, Bulgarien, 2006

Klang der Stille - Copying Beethoven
Musik-Drama, England, Ungarn, 2006

Freedom Writers
Drama, USA, 2007

Fantastic Movie
Abenteuer-Komödie, USA, 2007

Die Wilden Hühner und die Liebe
Familien-Komödie, Deutschland, 2007

Beynelmilel - Die Internationale
Tragikomödie, Türkei, 2006

Ballets Russes
Tanz-Dokumentation, USA, 2005

Ebenfalls im Kino 




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