Die Schlacht bei den Thermopylen - also die Schlacht, die in "300" dargestellt wird - ereignete sich am 11. August 480 v.C.
Das persische Heer, nach heutiger Schätzung wohl etwa 170.00 Mann, griff - von der Türkei kommend - die griechische Halbinsel vom Norden her an. Die in sich zerstrittenen griechischen Stadtstaaten konnten lediglich rund 7.000 Mann zur Landesverteidigung aufbringen; darunter - in der Tat - wohl 300 etwa Spartaner.
Das Griechische Heer unter der Führung des Spartaner-Königs Leonidas stellte sich den Persern bei Thermopylen in der Nähe von Delphi entgegen. An dieser Stelle mussten die Perser einen damals nur etwa fünf bis fünfzehn Meter breiten Mittelgebirgspass passieren, der nur durch einen noch schmaleren Gebirgspfad zu umgehen war.
Zunächst gelang es den Griechen, über drei Tage hinweg den Pass zu verteidigen, dann aber umging eine größere Einheit der Perser die griechischen Stellungen über den Gebirgspfad, den Leonidas zwar kannte, aber mit nur wenigen Hilfstruppen ungenügend gesichert hatte.
Als Leonidas sich der Gefahr eines persiches Angriffs von zwei Seiten zugleich bewusst wurde, entschloss er sich mit "seinen" 300 Spartanern die Thermopylen "bis zum letzten Mann" zu verteidigen, um die Perser möglichst lange aufzuhalten, um so den restlichen Einheiten des griechischen Heeres einen geordneten Rückzug und die Neuordnung zu ermöglichen.
Tatsächlich waren die 300 Spartaner jedoch nicht auf sich allein gestellt: Zum einen ist bekannt, dass in jeder Schlacht grundsätzlich jedem spartanischen Soldaten mehrere (Staats-)Sklaven zur Unterstützung zur Seite standen, zum anderen wurden die Spartaner wohl auch durch Freiwillige aus den umliegenden Orten verstärkt.
Insgesamt dürften 1.000 Griechen und 20.000 Perser in den mehrtägigen Kämpfen den Tod gefunden haben, wobei dieses Zahlenverhältnis in erster Linie schlichtweg der strategischen und topographischen Ausgangslage geschuldet ist.
Kriegsentscheidend war dies jedoch nicht. Es waren letztendlich nicht Truppen Spartas, sondern Athens, die im folgenden Jahr dem persischen Heer erst eine vernichtende Niederlage zu See und dann zu Land beibrachten und schließlich den sich zurückziehenden Persern so hartnäckig nachrückten, dass diese rund 700 Jahre lang keinen weiteren Angriff auf diese Region des Mittelmeerraums mehr unternahmen.
Zeitnah - also im 5. vorchristlichen Jahrhundert - wurde das Opfer der 300 (oder eher 1.000) übrigens durchaus kritisch gesehen und - insbesondere in Athen - vorwiegend als Folge taktischer und strategischer Fehler der spartanischen Truppenführer betrachtet. Der Mythos des heldenhaften Opfertodes bildete sich über die Jahrunderte erst langsam und vorwiegend Dank der Schilderungen des Herodot heraus.