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In 3 Tagen bist du tot

Österreich, 2006
Horrorthriller, 97 Minuten

Originaltitel
In 3 Tagen bist du tot

Kino-Start
22.02.2007

Regie
Andreas Prochaska

Darsteller
Sabrina Reiter (Nina), Laurence Rupp (Martin), Julia Rosa Stöckl (Mona), Nadja Vogel (Alex), Michael Steinocher (Clemens), Julian Sharp (Patrick), Susi Stach (Erika Haas), Michou Friesz (Elisabeth), Ines Honsel (Krankenschwester), Amelie Jarolim (Kerstin), Andreas Kiendl (Kogler), Ada Kolland (Mona als Kind), Ferry Oellinger (Lugmayr), Michael Rastl (Manfred Haas), Konstantin Reichmuth (Fabian)
In 3 Tagen bist du tot - Kinoplakat
Nicht Cliquen von College- oder Highschool-Studenten werden in diesem Horrorthriller dezimiert, und auch keine US-Kleinstadt ist Schauplatz der Metzeleien. Ein Dorf am idyllischen Traunsee im Salzkammergut dient vielmehr als Kulisse von "In 3 Tagen bist du tot". Diese Drohung trifft eine Gruppe österreichscher Maturanden, doch alpenländisch gemütlich geht es auch in diesem Slasher-Streifen keineswegs zu.

Frühsommer, am Oberösterreichischen Traunsee: Nina Wagner (Sabrina Reiter), Martin (Laurence Rupp), Mona (Julia Rosa Stöckl), Alex (Nadja Vogel) und Clemens (Michael Steinocher) haben am Gymnasium gerade ihre letzten Prüfungen abgeschlossen. Alle haben die Matura bestanden, und so beschließen die Freunde, ausgelassen zu feiern. Doch die Freude wird durch eine SMS getrübt, die Nina auf ihrem Handy erhält: "IN 3 TAGEN BIST DU TOT" steht auf dem Display.

Zunächst hält sie die Nachricht für einen üblen Joke eines ihrer Mitschüler. Doch diese beteuern ihre Unschuld, vielmehr erhält jeder aus der Clique diese mysteriöse SMS. Nina ist zunächst nur wenig beunruhigt, doch dann verschwindet ihr Freund Martin spurlos während der Abiturfeier. Sie vermutet einen Zusammenhang mit der SMS.

Bei der Polizei will sie ihn vermisst melden, doch die will erst einschreiten, wenn mindestens 24 Stunden seit dem Verschwinden verstrichen sind. Nina will sich nicht beruhigen lassen, doch Polizist Kogler (Andreas Kiendl) schickt sie unverrichteter Dinge nach Hause. Am nächsen Tag wird Martin aufgefunden - als Wasserleiche im See, mit einem Gewicht beschwert. Nun ist für die verbleibenden Vier klar, dass es sich bei den SMS-Drohungen nicht um einen geschmacklosen Streich, sondern um die konkrete Absichtserklärung eines Mörders.

Die verbleibenden Freunde gründeln in ihrer Vergangenheit, wer ein Motiv haben können, sie umzubringen. Zunächst verdächtigen sie den Außenseiter Patrick (Julian Sharp), der früher von ihnen gehänselt wurde. Doch dann wird Nina von dem Täter überwältigt und gefesselt in ein Haus am Seeufer gebracht. Patrick, der heimlich in sie verschossen ist, ist ihr gefolgt, und es gelingt ihm Nina zu befreien, doch er wird dabei selbst getötet.

Verletzt kann Nina entkommen, und da sie einen Blick auf das von einer Kapuze verdeckte Gesicht ihres Peinigers erhaschen konnte, ersinnt sie mit den anderen eine neue Möglichkeit: Manfred Haas (Michael Rastl), dessen Sohn Fabian (Konstantin Reichmuth) beim Spielen auf dem See ins Eis eingebrochen und ertrunken war, während sie geflohen sind. Doch die Ermittlungen der Polizei ergeben, dass der vor einiger Zeit Selbstmord begangen hatte. So stellt sich den Überlebenden die dringliche Frage, wer nun auch noch Alex auf dem Gewissen hat...



Film-Inhalt  


Mona (Julia Rosa Stöckl), Nina (Sabrina Reiter) und Martin (Laurence Rupp) feiern ihr Abitur
Mona (Julia Rosa Stöckl), Nina (Sabrina Reiter) und Martin (Laurence Rupp) feiern ihr Abitur


  Hintergrund


Wildwechsel mit Folgen: Die Clique steht ratlos vor dem Kadaver
Wildwechsel mit Folgen: Die Clique steht ratlos vor dem Kadaver

Das Team von "In 3 Tagen bist du tot" hatte ein Budget von etwa 1,8 Millionen Euro. Angesichts des Storyboards eine vergleichbar knappe Summe: Es gibt viele Schauplätze; der Film spielt auf dem Wasser, unter Wasser, hat viele Nächte, Regen, viele verschiedene Lichtstimmungen und natürlich einige Spezialeffekte. Das alles kostet Zeit.

Und die ist letztlich das Teuerste beim Filmemachen. "Das Team war total motiviert, weil alle das Gefühl hatten, an etwas Besonderem mitzuarbeiten", merkt Regisseur und Autor Andreas Prochaska an. "Und für jedes Department hatte der Film besondere Herausforderungen. Vor allem die Damen von der Maskenabteilung hatten viel zu tun. Nicht Lippenstift und Puder waren gefragt, sondern Blut, Schweiß, Tränen und Dreck."

Schwierig war die Planung der Unterwasserszene. Sehr bald hat sich herauskristallisiert, dass die meisten Dinge im Traunsee wegen schlechter Sicht und niedriger Temperaturen nicht möglich waren. Dazu kamen mehrere Hochwasser während der Drehzeit, die das Wasser so trüb machten, dass man überhaupt nichts sehen konnte. "Wir sind dann auf den Langbathsee ausgewichen und hatten das Glück, zu Saisonende im Laaerbergbad in Wien drehen zu können, so der Filmemacher. "Dort haben wir das Wasser mit Kondensmilch eingetrübt, um den Charakter von Seewasser zu erzeugen."

Die Auswahl des Handlungsortes erklärt er so: "Ich bin in Bad Ischl aufgewachsen und kenne die Gegend. Der Traunsee hatte für mich als Kind schon immer etwas unheimliches, nicht zuletzt weil er mit 197 Metern einer der tiefsten Seen Österreichs ist. Der Ort Ebensee hat einen besonderen Reiz, weil er nicht so behübscht ist wie andere Orte im Salzkammergut. Die Südseite des Traunsees ist grundsätzlich rauer als die Gmundner Seite, es gibt Blicke, da hat man fast den Eindruck, man ist an einem Fjord in Norwegen und nicht an einem See in Österreich."



Andreas Prochaska über die Auswahl bei der Besetzung

"Nach einem Nachtdreh habe ich leicht komatös und zappend auf der Couch gelegen und bin bei den Vorausscheidungen zu 'Starmania' (Öserreichische Castingshow, vergleichbar mit 'Deutschland sucht den Superstar'; Anmerkung der Redaktion) hängen geblieben. Ich war total überrascht, dass es bei uns so viele junge Leute gibt, die singen können und sich auch noch trauen, sich auf eine Bühne zu stellen.

Der nächste Gedanke war, vielleicht gibt es ja auch welche, die schauspielern können. Das hat mich bestärkt, das Projekt voran zu treiben. Nachdem das Buch geschrieben und der Film finanziert war, haben wir uns in ganz Österreich auf die Suche nach Talenten gemacht und haben schließlich in einer Salzburger Disco Sabrina Reiter gefunden. Die Entscheidung, ihr die Hauptrolle anzuvertrauen, habe ich keine Sekunde bereut.

Julia Rosa Stöckl hab ich in Innsbruck gefunden, quasi in einer Drehpause des 'Tatorts', den ich im Juni 2005 dort gedreht habe. Nadja Vogel ist zum Casting in Linz gekommen und hat mich sofort überzeugt. Bei ihr bin ich erst viel später draufgekommen, dass sie schon mal eine Hauptrolle in einem Film von Wolfram Paulus gespielt hat. Michael Steinocher hat ja schon als Kind in der 'Knickerbockerbande' mitgespielt, mittlerweile eine Schauspielausbildung abgeschlossen, musste sich aber wie alle anderen dem Casting stellen. Wichtig war, dass die Gruppe homogen ist, und die Darsteller miteinander harmonieren. Michael Steinocher und Nadja Vogel waren beim gemeinsamen Casting so überzeugend, dass ich das Gefühl hatte, die sind schon ewig ein Paar.

Eine Schwierigkeit ergab sich mit der Besetzung von Martin, Ninas Freund. Er musste einerseits zur Gruppe passen und andererseits glaubhaft Ninas Freund sein. Ich weiß nicht, wie viele Kandidaten wir mit Sabrina gecastet haben. Irgendwann habe ich in meiner Verzweiflung alle Bänder noch einmal gesichtet und als Laurence gerade am Schirm war, kam meine Frau zufällig ins Zimmer und hat mich gefragt warum ich nicht ihn nehme. Meinen Einwand, dass er doch zu jung sei, ließ sie nicht gelten. Der persönliche Eindruck und der Eindruck, den jemand unbelastet am Bildschirm wahrnimmt, sind einfach zwei Paar Schuhe.

Den jungen Talenten mussten wir ganz schön viel abverlangen. Viele, vor allem jene, die eine Schauspielausbildung machen, haben das Problem, dass sie zu viel spielen. Die Anforderung war einerseits, die ganze emotionale Tour de force herzustellen und andererseits absolut authentisch zu sein. Mit Susi Stach (sie spielt Erika Haas, unterrichtet am Konservatorium und hat als Coach an dem Projekt mitgewirkt) hatte ich eine Partnerin, die in einer dreiwöchigen Probephase die junge Darstellerriege auf die Rollen vorbereitet hat."



Das Casting  


In Bedrängnis: Nina in der Hand des Killers
In Bedrängnis: Nina in der Hand des Killers
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "In 3 Tagen bist du tot" in der Regie von Andreas Prochaska liefen am 22.02.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tagebuch eines Skandals
Drama, England, 2006

Pan´s Labyrinth
Horror-Drama, Spanien, Mexiko, USA, 2006

Lotte im Dorf der Erfinder
Animation, Estland, 2006

Lonely Hearts Killers
Thriller, USA, 2006

Letters From Iwo Jima
Kriegsdrama, USA, 2006

La vie en Rose
Drama, Frankreich, 2007

Ghost Rider
Fantasy-Action, USA, 2006

Bordertown
Politthriller, England, USA, 2006



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