"Viele Kinder sprachen uns an: Wie geht’s denn jetzt weiter? Was wird aus den 7 Zwergen? Und aus Schneewittchen mit ihrem Prinzen? Leben sie wirklich wie im Märchen glücklich und zufrieden?", erzählt Autor und Produzent Bernd Eilert. Und Regisseur Sven Unterwaldt fügt hinzu: "Kinder sind sehr harte, buchstäblich rücksichtlose Kritiker – sie urteilen direkt und ohne Hintergedanken, sie sind unbestechlich. Uns hat überrascht, dass sich gerade die Kids den
Film vier-, fünfmal anschauten. Und auf der Pressetour, als wir das Publikum im Kino erlebten, merkten wir, dass bestimmte Szenen besonders gut ankamen, von denen wir das gar nicht erwartet und die wir sicher nicht so geplant hatten – zum Beispiel die Spiele der
Zwerge, die sich ständig die Bretter vor den Kopf hauen."
Diese Rückmeldungen nahmen die Filmemacher sehr ernst. Mit dem Wissen, dass den Zuschauern gefiel, was sie selbst auch am meisten mochten, konnten sie das Konzept nun weiter ausbauen.
Beim Schreiben des Drehbuchs halten sich die drei Autoren an ein demokratisches Abstimmungsverfahren. Unterwaldt kommentiert: "Wir hoffen natürlich immer, dass alle drei die Gags einstimmig gut finden. Aber wenn wir mal uneins sind, wird eben abgestimmt. Wir
alle sind in Einzelfällen überstimmt worden, und dann halten wir uns an diese Abmachung. Auch produktionstechnische Entscheidungen treffen wir durchweg demokratisch."
Über den Schreibprozess des Zipfel-Trios sagt Bernd Eilert: "In der Zusammenarbeit mit Otto und Sven fällt mir die Aufgabe zu, all die in unseren Gesprächen entwickelten Ideen aufzuschreiben und zu gliedern. Jeder hat seine Lieblingsideen, ich weiß also, woran er
besonders hängt, was er unbedingt auf der Leinwand sehen möchte. Aus der Fülle der Einfälle müssen wir dann eine Geschichte gestalten, die sich innerhalb von 90 Kinominuten erzählen lässt. Es sind so viele schöne Situationen denkbar – häufig heißt es also: 'Schade,
das hätten wir auch gern noch mit hineingenommen.' Das tut oft sehr weh. Aber aus meiner eigenen Erfahrung als Zuschauer weiß ich: Filmemacher sind gut beraten, wenn sie sich wie beim Fußball an die klassischen 90 Minuten halten. Ideal ist natürlich, wenn es, wie beim Fußball, kaum Leerlauf zwischen den packenden und komischen Szenen gibt."