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7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug

Deutschland, 2006
Familien-Komödie, 95 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug

Kino-Start
26.10.2006

Regie
Sven Unterwaldt Jr.

Darsteller
Cosma Shiva Hagen (Schneewittchen), Nina Hagen (Böse Hexe), Norbert Heisterkamp (Ralfie), Heinz Hoenig (König), Rüdiger Hoffmann (Spieglein an der Wand), Axel Neumann (Rumpelstilzchen), Mirco Nontschew (Tschakko), Hans-Werner Olm (Spliss), Ralf Schmitz (Sunny), Helge Schneider (Der Weiße Helge), Martin Schneider (Speedy), Atze Schröder (Hofnarr), Karoline Schuch (Gretel), Christian Tramitz (Jäger), Otto Waalkes (Bubi), Gustav-Peter Wöhler (Cookie)
7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug - Kinoplakat
Als im Jahre 2004 "7 Zwerge - Männer allein im Wald" in die Kinos kam, entpuppte sich die Zahl Sieben als geradezu magisch: Sieben Zipfelmützenträger kasperten über die Leinwand, sieben Millionen Euro hatte die Produktion gekostet, und sieben Millionen Zuschauer sahen den Film. Damit war die Produktion eines zweiten Teils quasi vorprogrammiert.

Neulich im Märchenwald: Die böse Königin (Nina Hagen) hat abgedankt, und im Schloss wohnt jetzt Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen). Selbige ist inzwischen unter Mitwirkung des Hofnarren (Atze Schröder) alleinerziehende Mutter geworden.

Doch der kleine Prinz ist in Gefahr: Rumpelstilzchen (Axel Neumann) droht sich das Kind an seinem ersten Geburtstag zu holen, es sei denn, jemand würde bis dahin seinen Namen in Erfahrung bringen.

In ihrer Verzweiflung will Schneewittchen die sieben Zwerge um Hilfe bitten, aber die sind längst in alle Winde verstreut. Lediglich Bubi (Otto Waalkes) hält noch die Stellung im Zwergenhaus. Also zieht er zunächst einmal aus, um die anderen Sechs (Boris Aljinovic, Norbert Heisterkamp, Mirco Nontschew, Ralf Schmitz, Martin Schneider, Gustav Peter Wöhler) wieder aufzutreiben.

Aber auch als die sieben wieder vereint sind, kommen sie nicht hinter Rumpelstilzchens Namen. Also springen sie durch einen Zauberspiegel (Rüdiger Hoffmann) in die Welt der... aber das wollen hier auf ausdrücklichen Wunsch der Pressestelle des Filmverleihs nicht verraten.

Jedenfalls sind die sieben gerade noch rechtzeitig zurück zum ersten Geburtstag des kleinen Prinzen, und den Namen von Rumpelstilzchen haben sie auch herausgefunden, er lautet: "Frau Holle"! Aber ist das wirklich die richtige Antwort? Kenner der Szene haben da so ihre Zweifel...



Film-Inhalt  


Zipfeltreffen im Märchenwald
Zipfeltreffen im Märchenwald


  Hintergrund


Bubi (Otto Waalkes) ist gern behilflich
Bubi (Otto Waalkes) ist gern behilflich

"Viele Kinder sprachen uns an: Wie geht’s denn jetzt weiter? Was wird aus den 7 Zwergen? Und aus Schneewittchen mit ihrem Prinzen? Leben sie wirklich wie im Märchen glücklich und zufrieden?", erzählt Autor und Produzent Bernd Eilert. Und Regisseur Sven Unterwaldt fügt hinzu: "Kinder sind sehr harte, buchstäblich rücksichtlose Kritiker – sie urteilen direkt und ohne Hintergedanken, sie sind unbestechlich. Uns hat überrascht, dass sich gerade die Kids den Film vier-, fünfmal anschauten. Und auf der Pressetour, als wir das Publikum im Kino erlebten, merkten wir, dass bestimmte Szenen besonders gut ankamen, von denen wir das gar nicht erwartet und die wir sicher nicht so geplant hatten – zum Beispiel die Spiele der Zwerge, die sich ständig die Bretter vor den Kopf hauen."

Diese Rückmeldungen nahmen die Filmemacher sehr ernst. Mit dem Wissen, dass den Zuschauern gefiel, was sie selbst auch am meisten mochten, konnten sie das Konzept nun weiter ausbauen.

Beim Schreiben des Drehbuchs halten sich die drei Autoren an ein demokratisches Abstimmungsverfahren. Unterwaldt kommentiert: "Wir hoffen natürlich immer, dass alle drei die Gags einstimmig gut finden. Aber wenn wir mal uneins sind, wird eben abgestimmt. Wir alle sind in Einzelfällen überstimmt worden, und dann halten wir uns an diese Abmachung. Auch produktionstechnische Entscheidungen treffen wir durchweg demokratisch."

Über den Schreibprozess des Zipfel-Trios sagt Bernd Eilert: "In der Zusammenarbeit mit Otto und Sven fällt mir die Aufgabe zu, all die in unseren Gesprächen entwickelten Ideen aufzuschreiben und zu gliedern. Jeder hat seine Lieblingsideen, ich weiß also, woran er besonders hängt, was er unbedingt auf der Leinwand sehen möchte. Aus der Fülle der Einfälle müssen wir dann eine Geschichte gestalten, die sich innerhalb von 90 Kinominuten erzählen lässt. Es sind so viele schöne Situationen denkbar – häufig heißt es also: 'Schade, das hätten wir auch gern noch mit hineingenommen.' Das tut oft sehr weh. Aber aus meiner eigenen Erfahrung als Zuschauer weiß ich: Filmemacher sind gut beraten, wenn sie sich wie beim Fußball an die klassischen 90 Minuten halten. Ideal ist natürlich, wenn es, wie beim Fußball, kaum Leerlauf zwischen den packenden und komischen Szenen gibt."



"Fairerweise muss ich sagen, dass es eine Desaster-Klausel gab", sagt Welbat. "Wir hätten keinen neuen Film gedreht, wenn der erste weniger als zwei Millionen Zuschauer gehabt hätte. Damit wäre er in Deutschland zwar immer noch ein wirtschaftlicher Erfolg gewesen, aber Otto, der im Kino einst mit 14 Millionen Zuschauern pro Film angefangen hat, wird eben mit einer anderen Elle gemessen. Bei einem solchen 'Desaster' wäre uns selbst der Spaß vergangen – ohne diese Motivation hätten wir also aufgegeben."

Ein Desaster ist die aufwendige Zipfelmützenkomödie nicht geworden – im Gegenteil: Jeder einzelne der Zwerge kostete eine Million Euro an Produktionskosten, holte dann aber auch gut eine Million Zuschauer in die Kinos.

Erstmals bewiesen die 7 dann, dass der deutsche Humor die Sprachbarrieren überwinden kann: Der Film lief im europäischen Ausland und auch auf dem Tribeca-Filmfestival in New York. Der Variety-Kritiker sah Parallelen zu Monty Python und zeigte schöne Perspektiven auf: "Die anarchisch-satirischen Verrücktheiten haben das Zeug zum Kultfilm, der international auch abseits der Festival-Wälder die Kinokassen zum Klingeln bringen kann."



Desaster-Klausel  


Auf der Suche nach dem Namen des Bösen
Auf der Suche nach dem Namen des Bösen
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" in der Regie von Sven Unterwaldt Jr. liefen am 26.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Sinav - Die Prüfung
Action-Komödie, Türkei, 2006

No. 2
Tragikomödie, Neuseeland, 2006

Montag kommen die Fenster
Drama, Deutschland, 2006

Mit Herz und Hand - The World´s Fastest Indian
Abenteuer, Neuseeland, USA, 2005

Kabhi Alvida Naa Kehna - Bis dass das Glück uns scheidet
Drama, 2006, Indien

Hokkabaz
Komödie, Türkei, 2006

Ein Freund von mir
Tragikomödie, Deutschland, 2005

Das Leben, das ich immer wollte
Liebesdrama, Italien, Deutschland, 2004



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