Nachfolgend findet sich ein Abriss über die im Film behandelten Lebensstationen des Künstlers:
1941: Robert Wilson wird in Waco, Texas geboren.
1963: Wilson zieht nach New York um dort Architektur am Pratt Institute in Brooklyn zu studieren. Neben dem Studium arbeitet er als Therapeut mit geistig behinderten Kindern.
1965: Wilson entwirft die Choreografie für eine Tanzperformance bei der Weltausstellung in New York.
1966: Nach einem Selbstmordversuch wird Wilson für kurze Zeit in ein Sanatorium eingewiesen.
1968: Wilson gründet in Soho The Byrd Hoffman School of Byrds, einen experimentellen
Workshop.
1968 Wilson adoptiert Raymond Andrews, einen taubstummen, afroamerikanischen Straßenjungen.
1969: "The King of Spain", Andeson Theater; "The Life and Times of Sigmund Freud", Brooklyn Academy of Music.
1971: "Deafman Glance" eine "stumme Oper", die Wilson zusammen mit Raymond Andrews entwickelt, wird in Europa begeistert aufgenommen.
1972: Das siebentägige Stück "KA MOUNTain and GUARDenia Terrace" wird beim Shiraz Festival im Iran aufgeführt.
1973: Premiere der zwölfstündigen Oper "The Life and Times of Josef Stalin" in New York, Kopenhagen und Sao Paolo.
1976: Wilsons Jahrhundertwerk "Einstein on the Beach", in Zusammenarbeit mit Philipp Glass, wird beim Festival d’Avignon und in der Metropolitan Opera in New York aufgeführt.
1979: Uraufführung von "Death Destruction & Detroit" auf der Schaubühne in Berlin.
1982: Mit "Great Day in the Morning" beginnt Wilson in Paris seine langjährige Zusammenarbeit mit der berühmten Opernsängerin Jessye Norman.
1983: Teile des multinationalen Epos "The CIVIL WarS" werden in Rotterdam aufgeführt. Es folgen Aufführungen in Köln, Rom und Minneapolis sowie Ausstellungen in New York und Chicago. Das gesamte Werk, das für die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles geplant war, wurde jedoch nie aufgeführt, nachdem das Olympische Komitee die Finanzierung strich.
1986: "Hamletmachine", in Zusammenarbeit mit dem deutschen Dramatiker Heiner Müller entstanden, wird in Hamburg uraufgeführt.Wilson wird für "The CIVIL WarS" für den Pulitzer-Preis nominiert.
1991: Wilson inszeniert Mozarts "Zauberflöte" in Paris, sowie "Madame Butterfly" von Puccini und Wagners "Parsifal" am Thalia-Theater in Hamburg.
1991: Wilson entwickelt, in Zusammenarbeit mit Tom Waits und William Burroughs, die erfolgreiche Produktion "The Black Rider: The Casting of the Magic Bullets" am Thalia-Theater in Hamburg. Die Inszenierung ist über Jahre hinweg ausverkauft und gewinnt den deutschen Kritikerpreis.
1993: Wilson erhält auf der Biennale in Venedig für seine Installation "Memory/Loss" den Goldenen Löwen. "Alice in Bed", in Zusammenarbeit mit Susan Sontag entstanden, wird an der Berliner Schaubühne uraufgeführt.
1995: "HAMLET, a monologue" von und mit Wilson wird in Houston uraufgeführt und geht auf Welttournee.
1996: Zusammen mit der Rock-Legende Lou Reed arbeitet Wilson an "Time Rocker". Uraufführung im Thalia-Theater in Hamburg.
1998: Premiere von "Monsters of Grace" in Los Angeles mit Musik von Philip Glass.
2000: "POE-try", erneut zusammen mit Lou Reed entstanden, wird in Hamburg uraufgeführt. Wilson wird in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen.
2000: In erneuter Zusammenarbeit mit Tom Waits entsteht die international aufgeführte Inszenierung von Georg Büchners "Woyzek".
2000: Wilson entwirft Installationen für die Giorgio-Armani-Ausstellung im Guggenheim Museum, New York und für die Isamu Noguchi: Sculptural Design Ausstellung im Londoner Design Museum.
2002: Premiere von "Dr. Caligari", basierend auf dem Film "Das Kabinett des Dr. Caligari", am Deutschen Theater in Berlin. Weitere interessante Produktionen in den letzen Jahren waren Büchners "Leonce und Lena", mit der Musik von Herbert Grönemeyer, das am Berliner Ensemble uraufgeführt wurde und "Ein Wintermärchen" von William Shakespeare, ebenfalls am Berliner Ensemble aufgeführt.
Für 2006/2007 plant Wilson u.a. die Inszenierungen "L`incoronazione di Poppea" für die Mailänder Scala, "Fidelio" für die Oper in Valencia sowie "Die Dreigroschenoper" für das Berliner Ensemble.