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Across the Universe

USA, 2007
Musical, 131 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Across the Universe

Kino-Start
22.11.2007

Regie
Julie Taymor

Darsteller
Evan Rachel Wood (Lucy), Jim Sturgess (Jude), Joe Anderson (Max Carrigan), Dana Fuchs (Sadie), Martin Luther (JoJo), T.V. Carpio (Prudence), Spencer Liff (Daniel)
Across the Universe - Kinoplakat
"Across the Universe" ist ein Song der Beatles. Sie veröffentlichten ihn ihm Jahre 1969 auf ihrem Album "Let it be". Auf dieses Lied und die Zeit, in der es geschrieben wurde, nimmt Regisseurin Julie Taymor in ihrem gleichnamigen Musical-Drama Bezug, das zurück führt in die Zeit der Flower-Power-Bewegung und der Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg.

Mitte der 1960er Jahre: Der junge Werftarbeiter Jude (Jim Sturgess) aus Liverpool macht sich mit dem Schiff auf nach Amerika, um seinen Vater Wes (Robert Clohessy) zu suchen. Wes war während des Krieges in England stationiert und hat keine Ahnung von der Existenz seines Sohnes, der wiederum seinen Vater noch nie gesehen hat.

Jude landet in Princeton, wo er auf Max (Joe Anderson) trifft, einen Studenten aus reichem Hause, der auf Konventionen pfeift und auf den jungen Engländer eine gewisse Faszination ausübt. Dann lernt er dessen Schwester Lucy (Evan Rachel Wood) kennen und verliebt sich in sie.

Als Max von der Uni fliegt, reist das Trio weiter nach New York, wo Max sich als Taxifahrer verdingt und Jude sich als freischaffender Künstler müht. Die Drei ziehen in eine Künstlergemeinde und teilen sich ein Appartment mit einer sehr gemischten Gruppe von Bewohnern:

Da ist zum Beispiel Sadie (Dana Fuchs), eine angehende Sängerin, der bisexuelle Prudence (T.V. Carpio) und der Musiker Jojo (Martin Luther McCoy). Zwischen Sadie und Jojo sowie zwischen Lucy und Max entwicklen sich langsam aber sicher romantische Liebesbeziehungen.

Die gesamte Gruppe versteht sich als zur politischen Linken zugehörig. Die Stimmung wird aber noch weit radikaler, als Max zur Armee eingezogen und nach Vietnam geschickt wird. Besonders Lucy radikalisiert sich, nicht zuletzt, da ihr vorheriger Freund in Vietnam gefallen war.

Jude hingegen ist eher unpolitisch. Für Lucys radikale Gruppe hat er kein Verständnis. Es kommt zum Bruch. Doch beide merken bald schon: "All you need is love"...



Film-Inhalt  


All you need is love
All you need is love


  Hintergrund


In den Straßen von New York
In den Straßen von New York

Die Regisseurin Julie Taymor versteht "Across the Universe" in erster Linie als Musical und als Hommage an die Beatles. Insgesamt umfasst der Soundtrack 34 Songs, die die Beatles zwischen den Jahren 1963 und 1964 komponierten.

Auch die Namen sämtlicher Charaktere entstammen Stücken der Beatles: Aufgeführt seien hier die wichtigsten Figuren Jude - "Hey Jude", Lucy - "Lucy in the Sky with Diamonds", Max - "Maxwell's Silver Hammer", Sadie - "Sexy Sadie", Jojo - "Get Back".

Weitere Anspielungen gelten Musikern aus dieser Zeit sind für Nicht-Insider schwerer zu entdecken. So treten im Film Jojo und Sadie in einem Cafe namens "Cafe Huh?" auf - Jimi Hendrix begann seine Karriere einst im "Cafe Wha?", einem Club in Greenwich Village in Manhattan.

In diversen Cameo-Rollen sind Bono, Eddie Izzard, Salma Hayek und Joe Cocker zu sehen - letzterer während einer Sequenz zum Titel "Come Together" sogar gleich dreimal: Als Anhalter, als Zuhälter und als Hippie. Bono, der international politisch engagiert ist, sieht in "Across the Universe" eine durchaus zeitgemäße Botschaft:

"Diese Beatle-Songs waren für die Ära der 1960er bestimmt", meint der Sänger. "Die Leute verstanden den Krieg nicht, warum wir kämpfen, warum Söhne und Töchter in Leichensäcken heimkommen. Nun ja, es ist nicht genau Dasselbe, doch es gibt Parallelen zu dem was heutzutage passiert."

"Accross the Universe" hatte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival am 20.09.2007.



Das was wir wirklich versucht haben, ist soviel Livegesang wie möglich. Weil die Leute an Musikvideos gewöhnt sind und an all das Synchronisieren und das Samplen, und wir wollten die Leute spüren lassen, dass an den Schauplätzen tatsächlich gesungen wird - und das tun die Sänger auch. Neunzig Prozent des Films ist Live!

Wir wollten keine Stimmen aus dem Musical-Theater, und wir wollten keine poppigen Stimmen. So besprach ich mich insbesondere mit Elliot [Goldenthal, der Filmkomponist], welche Arten von Stimmen angemessen und auf Anhieb passen würden. Jim [Sturgess] ist in einer Rockband gewesen, und er ist ein Schauspieler. Beide, Jim und Evan [Rachel Wood], taten beides, und sie sind die beiden Hauptdarsteller. Und Jim singt diese Songs mit solch unglaublicher Leichtigkeit - Du fühlst geradezu, dass er zu Dir spricht.



Julie Taymor über die Musik  


Make love not war
Make love not war
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Across the Universe" in der Regie von Julie Taymor liefen am 22.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tell - Jeder Schuss ein Treffer
Komödie, Deutschland, Schweiz, 2007

Seed
Horror, Kanada, 2007

Persepolis
Animation, Frankreich, USA, 2007

Meine schöne Bescherung
Komödie, Deutschland, 2007

Machtlos
Thriller, USA, Südafrika, 2007

Es war k´einmal im Märchenland
Animation, Deutschland, USA, 2007

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
Drama, Rumänien, 2007



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