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Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont

Schweiz, Frankreich, 2001
Dokumentation, 58 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont

Kino-Start
26.07.2007

Regie
Heinz Bütler

Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont - Kinoplakat
In seiner Reihe von Dokumentationen über Schweizer Künstler portraitiert Heinz Bütler in "Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont" einen der berühmtesten Skulpteure der Alpenrepublik. Auch hier wird ein persönliches Bild des Protagonisten gezeichnet und viel Raum für Freunde und Experten gegeben, die sich über dessen künstlerische und menschliche Eigenarten äußern.

Diese Dokumentation ist der Versuch einer Annäherung an den Künstler, der hauptsächlich durch seine Skulpturen weltweite Bedeutung erlangt hat. Auf der Grundlage der "Ecrits", schriftliche Aufzeichnungen, die Giacometti gemacht hat, begibt sich Heinz Bütler auf einen Streifzug durch die Welt, in der Giacometti gelebt und gearbeitet hat.

In seinen tagebuchartigen Manuskripten hat er alles festgehalten, was er erlebt und was ihn beschäftigt hat. Zeitlebens schrieb er über seine Sicht der Welt und ihren Zusammenhang mit der Kunst, beschrieb die eigene schöpferische Tätigkeit, notierte Erinnerungen und Träume und äußerte Gedanken zu seine Kollegen und andere Zeitgenossen.

Während die Kamera Lebensstationen des Künstlers zeigt, zitieren Sprecher Ausschnitte aus diesen Ecrits. So begibt sich das Filmteam an verschiedene Orte in der Schweiz und nach Paris, wo Giacometti den größten Teil seines Lebens verbrachte und auch den Großteil seiner Werke schuf.

Der Kontrast der Bildmotive aus den einsamen Schweizer Bergen und Tälern und der Hektik der Künstlermetropole reflektiert die gesprochenen Sequenzen und verdeutlicht die dabei geäußerten Gedanken.

Außerdem äußern sich Weggefährten und Kollegen, Verwandte und Freunde, Menschen, die mit ihm zusammengearbeitet oder sich mit seinem Leben und Werk beschäftigt haben. Dazu gehören der Photoreporter Ernst Scheidegger, ein enger Freund Giacomettis, der Photo-Pionier Henri Cartier-Bresson sowie James Lord, der selbst ein Portrait über Alberto Giacometti verfasst hat.

Berichte von Albertos jüngerem Bruder Bruno Giacometti und seiner Cousine Sina Dolfi-Giacometti beleuchten die Persönlichkeit des unruhigen, ständig getriebenen Künstlers.

Ausschnitte aus einem Kurzfilm von Ernst Scheidegger und Peter Munger aus dem Jahr 1966 veranschaulichen die Entstehung der Plastiken. Dabei beginnt er mit einer rudimentären Skizze eines Gesichts, nach deren Vorlage er einen Kopf modelliert und dieses mit den Händen und Werkzeug immer mehr verfeinert. Doch zufrieden ist er, wie so oft, nicht mit dem Ergebnis.



Film-Inhalt  


Henri Cartier-Bresson mit seinem Photo von Alberto Giacometti
Henri Cartier-Bresson mit seinem Photo von Alberto Giacometti


  Lebensstationen


Typische Skulptur von Alberto Giacometti
Typische Skulptur von Alberto Giacometti

Alberto Giacometti, am 10. Oktober 1901 in Stampa im Schweizer Kanton Graubünden geboren, stammt aus einer berühmten Künstlerfamilie. So wurde sein künstlerisches Talent von Kindesbeinen an gefördert, und sein Vater, ein impressionistischer Landschaftsmaler, hielt ihn an, schon früh zu malen und erkannte auch sein Interesse für die Plastik.

Nach seinem Schulabschluss ging Alberto 1919 nach Genf, um an der dortigen École des Beaux Arts de Genève zu studieren; 1922 wechselte er nach Paris an die Académie de la Grande Chaumière im Künstlerviertel Montparnasse. Dort machte er sich mit dem Kubismus vertraut und lernte mit den Schriftstellern Louis Aragon und André Breton zwei bedeutende Vertreter des Surrealismus kennen.

Im Salon der Tuileries stellte Giacometti seine ersten surrealistischen Werke aus. Er mietete in Paris ein kleines Atelier und entwickelte in der Folge einen ganz eigenen Stil, der sich im Wesentlichen durch Körper mit naturfernen Proportionen kennzeichnet.

Während des zweiten Weltkriegs lernte er in Genf seine spätere Frau Annette Arm kennen. Die Zeit ihrer Ehe ab 1949 wird als Giacomettis kreativste Phase gewertet, da seine Frau ihm half und oft für ihn Modell stand. Seine ungesunde Lebensweise mit viel Kaffee und Zigaretten führte zu einem Magentumor und zu chronischer Bronchitis, in deren Folge Alberto Giacometti am 11. Januar 1966 in einem Krankenhaus in Chur verstarb.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Alberto Giacometti - Die Augen am Horizont" in der Regie von Heinz Bütler liefen am 26.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Die Simpsons - Der Film
Animation, USA, 2007

Beste Zeit
Tragikomödie, Deutschland, 2007

Als der Wind den Sand berührte
Drama, Belgien, Frankreich, Djibuti, 2006

Ebenfalls im Kino 




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