Italien, Ende der 1970er Jahre: Chiara (Maya Sansa) und Ernesto (Pier Giorgio Bellocchio) sind scheinbar ein ganz normales junges Paar, die bei einem Immobilienmakler (Daniele Zamboni) eine abgeschiedene Wohnung in Rombesichtigen. Das Objekt sagt ihnen auf Anhieb zu, und sie unterschreiben den Mietvertrag.
Doch dann beginnen sie mit wenig alltäglichen Renovierungsarbeiten. Was ihr Vermieter nicht ahnt: Die beiden gehören zu den Roten Brigaden, und die Wohnung dient nicht einfach als Unterkunft für ein verliebtes Pärchen: Hier soll ihr nächstes Entführungsopfer untergebracht werden.
Ihr Zielobjekt ist ein höchst Prominenter Politiker: Aldo Moro (Roberto Herlitzka), vormaliger Ministerpräsident und amtierender Vorsitzender der Democrazia Cristiana, der christdemokratischen Partei Italiens. Insgesamt sind es vier junge Leute, die die Tat verwirklichen: Neben Chiara und Ernesto ist das Primo (Giovanni Calcagno), für den Chiara mehr als nur politische Ansichten teilt, und Mariano (Luigi Lo Cascio), der Anführer des terroristischen Quartetts.
Moro wird in einem Bretterverschlag innerhalb der Wohnung untergebracht. Während die Kidnapper guten Mutes sind und warten, dass die Regierung auf ihre Forderungen eingeht, bekocht Chiara den unfreiwilligen Gast und entwickelt allmählich Respekt und eine Art von Zuneigung für den eigentlich verhassten Vertreter einer feindlichen Klasse.
Auch für Enzo (Paolo Briguglia), einen Kollegen in ihrem bürgerlichen Beruf bei einer Bibliothek entwickelt sie Gefühle. Der hat zwar ähnliche politische Ansichten wie Chiara, lehnt aber die Methoden der Terroristen ab. Während die Verhandlungen mit den Hardlinern der italienischen Regierungen zu scheitern scheitern scheinen, veranstaltet Mariano ein politisches Tribunal mit dem Vorhaben, Moro für dessen Handlungen zu bestrafen. Die bisher so linientreue Chiara macht sich Gedanken, wie sie ihrem Opfer helfen kann...