Wenn man einen Film über einen Alpha-Dog dreht, der auch noch so heißt, dann ist die Besetzung der Hauptrolle besonders anspruchsvoll. Besonders, wenn ein Vorbild aus der Realität vorhanden ist: Jesse James Hollywood stand mit 19 Jahren als einer der Jüngsten ganz oben auf der FBI-Fahndungsliste. Für die Figur des Egomanen Johnny fiel die Wahl auf Emile Hirsch, der kurz vorher bei "Lords of Dogtown" schon in einer ähnlichen Rolle auf sich aufmerksam gemacht hatte. Nachdem er das Drehbuch gelesen hatte, kam dessen spontane Zusage. "Dieses Drehbuch brachte mein Herz zum Rasen. Es warf mich in die Welt dieser Kids hinein und zwang mich dazu, mich selbst zu fragen, was ich in ihrer Situation wohl getan hätte. Es ist ein kraftvolles Drehbuch, das einen in diesen dunklen, furchteinflößenden Abgrund hineinsaugt und dazu zwingt, selbst einen Weg hinaus zu finden."
Johnnys Vater zu verkörpern, selbst ein Alphatier, der schon bewiesen hat, worauf sein Sohn erst Anspruch erhebt, erfordert viriles Charisma und ein gehöriges Maß an schauspielerischer Erfahrung. Nick Cassavetes´ Wunschkandidat war Bruce Willis, dessen Agenten er eine Kopie des Skripts schickte. Und tatsächlich sagte es auch dem Superstar zu. Produzent Sidney Kimmel dazu: "Ein solches Schauspiel-Ensemble versammeln zu können, darunter einige der größten jungen Talente sowie erfahrene Superstars wie Bruce Willis und Sharon Stone – das ist ein Beweis für die mitreißende Kraft dieser Geschichte."
Nun galt es, junge Talente zu suchen, die die Mitglieder von Johnnys Clique darstellen konnten. Die anspruchvollste Rolle darin ist die des ambivalenten Frankie, für die Justin Timberlake vorsehen war. Der hatte bei Cassavetes noch etwas gut, denn für seinen Film "Wie ein einziger Tag" (The Notebook) hatte der Regisseur seinerzeit die Besetzung des Popstars schlicht deswegen abgelehnt, weil er ihn nicht kannte - zum Hohn seiner Kinder.
Bekannt war ihm hingegen bereits Shawn Hatosy aus der Zusammenarbeit in "John Q. - Verzweifelte Wut". "Elvis Schmidt zu spielen ist eine extreme Herausforderung, und ich wusste, dass ich für diese Rolle jemanden benötigen würde, der nicht nur ein guter, sondern ein sensationeller Schauspieler ist", so Cassavetes. Ben Foster hingegen war ein Vorschlag der Casting-Agenten für die Rolle des Jake Mazursky. Für dessen jüngerer Bruder Zack erhielt Film-Neuling Anton Yelchin die Chance, seine bisherige, hauptsächlich in TV-Produktionen gesammelte Erfahrung zu erweitern.
Für die Rolle von deren Mutter, die von großer emotionaler Getroffenheit geprägt ist, konnte der dritte Superstar verpflichtet werden. Während Nick Cassavetes das Drehbuch schrieb, hatte er noch nicht an die Besetzung gedacht. Auch Sharon Stone sagte nach Durchsicht des Drehbuches schnell zu und sagt über ihre Figur: "Während der Recherche für die Rolle der Olivia habe ich mir selbst all die schrecklichen, harten Fragen gestellt, die ich dafür brauchen würde."