Als in den 80er Jahren Ronald Reagan Präsident der USA wurde, polarisierte das zunächst die Gesellschaft. Während viele darin neue Hoffnung schöpften, sahen andere darin einen Anlass zu Protesten. Eine Form dieser Proteste war musikalischer Art und äußerte sich in einer Form des Hardrock, der zeitlich mit der Reagan-Ära stieg und viel. Diese Reportage untersucht die kurze Geschichte des Hardcore-Punkrock.
Es ist ein ursprünglicher Stil, meist von Freizeitbands, die ihre Sessions zu hause auf Videoband aufnahmen. Dieses private Videomaterial, naturgemäß von im regelfall mäßiger Qualität, zeigt auch optisch, was hinter dieser Untergrundkultur steckt. Dabei sind die Protagonisten meist Teenager aus der weißen US-Unter- und Mittelschicht - bis auf wenige Ausnahmen wie die "Bad Brains" - die aus deren Sicht die Opfer der rigiden Sozialpolitik der Reagan-Regierung waren.
Sie drücken ihre Ohnmacht oft in musikalischer Wut aus, mit der sich die Künstler Luft verschafften. Paul Rachman, der selbst viele Filme und Vidos für Bands gedreht hatte, berichtet in dieser Doku auch über seine eigene Sicht als Hardpunk-Fan. Fünf Jahre nach dem Erscheinen des Buches "American Hardcore: A Tribal History" von Steven Blush wurde dieses Projekt filmisch umgesetzt, und mit diversen Vertretern dieser Musik-Untergattung wird dem Zuschauer ein Eindruck vermittelt, was diese Musik und was ihre Künstler ausdrücken wollen.
Dabei hatte der Hardcore-Punk, obwohl mit nur einer begrenzte Zahl von Anhängern gesegnet, einen relativ großen Einfluss auf die Rockmusik der 1980er und 90er Jahre. Sie legte die Basis, auf der Bands wie "Nirvana" oder "Red Hot Chili Peppers" ihre Musik und ihren Erfolg begründeten. "American Hardcore" lief in der offiziellen Auswahl bei den Filmfestivals Sundance, Toronto und Oldenburg.