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Am Limit

Deutschland, Österreich, USA, Argentinien, Chile, 2007
Dokumentation, 96 Minuten, FSK: 6

Originaltitel
Am Limit

Kino-Start
22.03.2007

Regie
Pepe Danquart

Darsteller
Alexander Huber, Thomas Huber, Dean S. Potter
Am Limit - Kinoplakat
Nach seiner mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichneten Fußballdoku "Heimspiel" (2000) und der Tour-de-France-Reportage "Höllentour" (2004) hat der Singener Filmemacher Pepe Danquart mit "Am Limit" seine Sport-Trilogie vollendet. Hier sind es zwei Brüder, die er bei ihren sportlichen Höhenflügen an schwindelerregenden Gebirgswänden beobachtet.

Wie in vielen anderen Sportarten auch, so hat sich das klassische Bergsteigen mit der Zeit gewandelt. Den Brüdern Alexander und Thomas Huber geht es nicht darum, die höchsten Gipfel zu erklimmen, sondern die schärfsten Schwierigkeitsgrade zu meistern, und das auch noch in Rekordzeit. Hinzu kommt der Verzicht auf klassische technische Hilfsmittel wie Bohrhaken, Klemmkeile und Seile als Steighilfe - diese werden lediglich zur Sicherung verwendet.

Der Dokumentarfilmer Pepe Danquart hat die Hubers bei zwei Expeditionen begleitet, um sie bei den Vorbereitungen und den Ausführungen der Rekordversuche zu beobachten. Erste Station der bayrischen "Huberbuam" ist der Yosemite-Nationalpark, am Westhang der Sierra Nevada in Kalifornien gelegen. Ihr Ehrgeiz richtet sich dabei auf den El Capitan, ein rund tausend Meter hoher Monolith aus Granit, der auf Alpinisten weltweit große Anziehung ausübt.

Der Grund sind die nahezu senkrecht aufragenden, über große Flächen relativ glatten Wände, die sich vom Fuß bis zur Nähe des Gipfels erstrecken. Ihren Rekord wollen sie in der sogenannten "Nose" aufstellen, eine Tour an der Südwand, die erst 1993 von der Amerikanerin Lynn Hill frei bezwungen wurde. Hier soll eine neue Marke im Speedklettern gesetzt werden: 2 Stunden und 30 Minuten.

Die Reise führt weiter nach Patagonien, an den Cerro Torre in der Grenzregion zwischen Chile und Argentinien. Dieses über 3000 Meter hohe Bergmassiv hat drei Gipfel, die zu den am schwierigsten zu besteigenden Touren auf der Welt gehören. Hier ist der Reiz nicht nur sportlicher Natur, auch die abgelegene Einsamkeit des südpatagonischen Campo de Hielo Sur, einem riesigen kontinentalen Gletschergebiet, übt eine hohe Faszination aus.



Film-Inhalt  


Alexander und Thomas Huber bereiten sich auf die Nase vor
Alexander und Thomas Huber bereiten sich auf die Nase vor


  Hintergrund


Die Brüder in der Wand: An der Nose bei El Capitan
Die Brüder in der Wand: An der Nose bei El Capitan

Ein Film über einen solchen Extremsport stellt auch an das Team extreme Herausforderungen. So mussten die vier Kameraleute nach der Vorgabe von Pepe Danquart mindestens einen alpinistischen Schwierigkeitsgrad von 9 beherrschen, musten also selbst ausgezeichnete Kletter- und Sicherungstechnik beherrschen und einen entspreschenden Trainingsstand haben.

Beim Drehen verbrachten sie teilweise acht bis zwölf Stunden täglich an Felswänden, hunderte Meter über dem Boden frei am Seil hängend und mussten Sonneneinstrahlung und Windböen aushalten. Dabei mussten die Positionen von Kameras und Mikrophonen vorher berechnet werden. Eine besondere Herausforderung war der "King Swing", bei der die Kletterer dutzende Meter freischwingend überwanden.

Kilometerlang wurden neben der Route der beiden Protagonisten Seile für die Kameraleute und Tontechniker gespannt; per Funk waren alle Mitglieder des Teams in ständigem Kontakt. Zehn Filmleute befanden sich im Schnitt in der Wand, während mehr als dreißig weitere Leute am Fuß oder am Gipfel bereitstanden und die Dreharbeiten unterstützten. Mit Walkie-Talkie und Fernglas wurden alle vom Regisseur koordiniert.

Aufgrund der Fähigkeiten der Filmleute und der Sicherungsmaßnahmen kamen zum Glück keine Leute zu Schaden, allerdings stürzte eine Tasche mit Ausrüstung im Wert von rund 30.000 ab. Hinzu kam eine Verwarnung der Park Ranger, da in ihr auch ein Müsliriegel enthalten war - und das Liegenlassen von Lebensmitteln ist im Nationalpark nun einmal verboten.



Thomas Huber wurde 1966 im oberbayrischen Landkreis Traunstein geboren und begann mit zehn Jahren mit dem Bergsteigen, angeregt vom ebenfalls kraxelbegeisterten Vater. Bereits mit 16 überwindet er Mit 25 Jahren machte er seine Abschlussprüfung zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer. Seit 1997 gehören auch Himalaya-Gipfel zu seinem Repertoir. Er ist der schöngeistige der Brüder und spielt in einer Rockband namens "Plastic Surgery Disaster" mit.

Alexander Huber, 1968 in Trostberg geboren, hat seinen Bruder schon in der Kindheit begleitet und bewältigte mit zwölf seinen ersten Viertausender. Im selben Jahr wie sein jüngerer Bruder legte er die Prüfung zum Berg- und Skiführer ab und studierte Physik, das er 1997 mit Diplom abschloss. Auch er hat wie Thomas 1997 den über 7000 Meter hohen Latok II im Himalaya freikletternd bezwungen.

Die Huberbuam zählen zu den besten Bergsteigern ihrer Zeit. Mit zahlreichen Frei- Erst- und Speedbegehungen haben sie die Fachwelt auf sich aufmerksam gemacht und auch unter alpinen Spitzensportlern höchste Anerkennung geerntet, so auch von Bergfex Reinhold Messner. Dabei ist eine gesunde brüderliche Konkurrenz sichtbar, versuchten sich die beiden immer wieder durch Sologänge gegenseitig zu übertrumpfen und rauften sich dann wieder zu gemeinsamen Begehungen zusammen.



Die Huberbuam  


Der Cerro Torre in Patagonien wartet auf die Besteigung
Der Cerro Torre in Patagonien wartet auf die Besteigung
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Am Limit" in der Regie von Pepe Danquart liefen am 22.03.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Number 23
Mystery-Thriller, USA, 2007

Keine Sorge, mir geht´s gut
Drama, Frankreich, 2006

Hände weg von Mississippi
Familienabenteuer, Deutschland, 2007

Die Fälscher
Drama, Deutschland, Österreich, 2007

Alpha Dog - Tödliche Freundschaften
Drama, USA, 2006



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