Ohne zu wissen, wo er ist, und ohne zu wissen, wie dort hin kam, wo er ist, und auch sonst ohne jede Erinnerung steigt eines Tages der vierzigjährige Andreas (Trond Fausa Aurvåg) als einziger Fahrgast aus einem Bus. Er ist in "Anderland".
Die Stadt wirkt ungewöhnlich steril auf ihn, fast schon klinisch. Die Menschen dort sind höflich und zuvorkommend, aber scheinbar ohne jede Gefühle und Leidenschaften. Ein Lachen ist niemals zu hören, und auch Kinder sind nirgendwo zu sehen. Dafür scheinen Kratzer und andere kleine körperliche Verletzungen in Windeseile zu heilen.
Alle Speisen schmecken in Anderland fad und irgendwie gleich, und alkoholische Getränke führen zu keinerlei Rausch.
Überraschend schnell findet Andreas eine Wohnung und einen Job: Er hat täglich lange Zahlenkolonnen in einen Computer einzutippen, ohne dass erkennbar wäre, wozu dies gut sein soll, oder was überhaupt sein Arbeitgeber produziert oder vertreibt.
Ebenfalls überraschend schnell findet er auch eine Freundin: Anne-Britt (Petronella Barker). Doch die Beziehung bleibt oberflächlich und ihre Kommunikation inhaltsleer. Auch ein Seitensprung mit der zunächst feurig wirkenden Ingeborg (Birgitte Larsen) verläuft enttäuschend.
Andreas beschließt die Stadt zu verlassen, doch das erweist sich als schwieriger als erwartet: Zum einen wird er von Stund an von mehreren mysteriösen "Aufpassern" bewacht, zum anderen scheint aus der Stadt kein Weg, keine Straße, keine Bus und keine Bahn herauszuführen.
Doch als Andreas auf Hugo (Per Schaaning) trifft, der ebenfalls aus der Stadt fliehen will, keimt in ihm neue Hoffnung auf. Hugo hat einen Riss in einer Kellerwand entdeckt, aus dem gedämpft Musik dringt. Ist dies der Weg nach draußen?