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Angry Monk

Schweiz, 2005
Dokumentation, 97 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Angry Monk

Kino-Start
12.10.2006

Regie
Luc Schaedler

Angry Monk - Kinoplakat
Im Tibet galt der junge Gendün Chöpel in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als Reinkarnation des Nyingmapa-Lamas. Doch um 1934 verließ er sein Land, seinen Glauben und seine Tradition. Rund 80 Jahre später begab sich der Schweizer Filmemacher Luc Schaedler auf die Spuren des "ärgerlichen Mönchs".

"Angry Monk" ist eine filmische Zeitreise, die die Lebensgeschichte dieses unorthodoxen Mönchs Gendün Chöpel zum Anlass nimmt, um ein Bild von Tibet aufzudecken, das gängigen Klischees zuwiderläuft.

Viele verblüffende und seltene historische Aufnahmen werden hier erstmals einer breiten Kino-Öffentlichkeit gezeigt: Archivbilder von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln sich ab mit Szenen von modernen Discotheken und Bildern von mehrspurigen Schnellstraßen, die man in Lhasa so nicht erwartet hättet.

"Angry Monk" gibt einen aktuellen und faszinierenden Einblick in ein Land, dessen schicksalhafte Vergangenheit sich im heutigen Alltag ebenso vielfältig wie auch widersprüchlich spiegelt.

Die im Stile eines Roadmovie gedrehte Dokumentation erzählt von Einem, der auf ausgedehnten Reisen nach etwas sucht, was das alte Tibet aus seiner Erstarrung lösen könnte.



Film-Inhalt  


Auch heute keine Selbstverständlichkeit in Tibet: Ein Radio
Auch heute keine Selbstverständlichkeit in Tibet: Ein Radio


  Hintergrund


Im Kloster: Keine Veränderung seit Jahrhunderten
Im Kloster: Keine Veränderung seit Jahrhunderten

Zitate von Gendün Chöpel:

"In Tibet ist alles, was alt und traditionell ist, ein Werk Buddhas. Alles Neue hingegen ein Werk des Teufels. Das ist die traurige Tradition meines Landes."

"Früher glaubte man auch in Europa, die Welt sei flach. Wer das Gegenteil behauptete, konnte bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Heute zweifelt selbst in buddhistischen Ländern niemand mehr daran, dass die Welt eine Kugel ist. Nur in Tibet beharren wir stur darauf, die Welt, sie sei flach."

"Was mich betrifft - ich kenne keine Scham und ich liebe die Frauen. Mann und Frau - sie beide sehnen sich nach körperlicher Vereinigung. Keine Religion und kein Gesetz der Moral könnte das verhindern. Unterdrückt man die natürlichen Leidenschaften des Menschen, wachsen pervertierte im Verborgenen."



Gendün Chöpel wurde ca. 1904 in Tibet geboren. Er wurde bereits in jungen Jahren als Reinkarnation eines Nyingmapa-Lamas im Sinne des buddhistischen Glaubens angesehen und kam deshalb als Mönchs-Novize zunächst in ein Kloster in Amdo.

Nach wenigen Jahren ging er in das Kloster Drepung in der tibetanische Hauptstadt Lhasa, um schließlich im Alter von 29 Jahren seine Heimat und seine Lehrer zu verlassen und als Laie in Indien ein neues Leben zu beginnen.

In Indien schrieb er in Anlehnung an das Kamasutra sein unter den Tibetern bekanntestes Buch "Die tibetische Kunst der Liebe" und wirkte an Übersetzungen mit. Von den in Indien herrschenden Briten bei der tibetischen Regierung in Lhasa als Kommunist eingestuft, wurde Gendün Chöpel bald nach seiner Rückkehr nach Tibet festgenommen und für mehrere Jahre inhaftiert.

Gendün Chöpel starb 1951.



Gendün Chöpel  


Das moderen Lhasa
Das moderen Lhasa
► Cast, Crew► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Angry Monk" in der Regie von Luc Schaedler liefen am 12.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ricky Bobby - König der Rennfahrer
Komödie, USA, 2006

Lucas der Ameisenschreck - Ant Bully
Animation, USA, 2006

Eine Unbequeme Wahrheit
Dokumentation, USA, 2006

Der Wind
Drama, Argentinien, Spanien, 2005

Der Teufel trägt Prada
Tragikomödie, USA, 2006

Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße
Animation, Deutschland, 2006

Absolute Wilson
Dokumentation, Deutschland, USA, 2006



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