Das Dorf Distomo liegt an der Straße zwischen Athen und Delphi unweit des Mittelmeeres.
Hier verübte am 10. Juni 1944 eine SS-Division ein Massaker an der Dorfbevölkerung. Grund war ein vorheriger Patisanenüberfall auf die deutschen Besatzungstruppen. Die SS läßt die gesamte Dorfbevölkerung zusammentreiben und ermordet binnen weniger als zwei Stunden insgesamt 216 Bewohner - Männer, Frauen und Kinder.
Zu den zufällig Überlebenden gehört Argyris Sfountouris - ein kleiner Junge von damals 4 Jahren. Er verbringt des Rest seiner Kindheit in verschiedenen Waisenhäusern in der Umgebung von Athen.
So wie er zufällig seiner Ermordung entkam, so wird er ebenso zufällig später im Rahmen eines internationalen Hilfsprogrammes für Kriegswaisen vom Roten Kreuz ausgewählt: Und so kommt er
in die Schweiz, ins Kinderdorf Pestalozzi nach Trogen.
Argyris promoviert an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in Mathematik und Astrophysik, wird Gymnasiallehrer und engagiert sich selbst in vielen Flüchtlingsprojekten. Er arbeitet als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Dabei hat er aber den Bezug zu seiner alten Heimat nie verloren...
Regisseur und Drehbuchtautor Stefan Haupt, der mit Argyris seit mehr als zehn Jahren bekannt ist, hat seinen Lebensweg nachgezeichnet.