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Königreich Arktis

USA, 2007
Dokumentation, 81 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Arctic Tale

Kino-Start
31.10.2007

Regie
Sarah Robertson

Königreich Arktis - Kinoplakat
In den Jahren 2006 und 2007 haben sich zahlreiche Filme mit dem Leben der Bewohner am Südpol beschäftigt, wobei in nicht wenigen Fällen die Leinwandhelden animierte Zeichentrickfiguren waren. Das Filmemacher-Ehepaar Sarah Robertson und Adam Ravetch zeigt uns in der Naturdokumentation "Königreich Arktis", wie es am anderen Ende der Welt - der Nordpolarregion - so zugeht.

Irgendwo in den unwirtlichen Weiten der Arktis: Hier ist der Geburtsort von Nanu und Seela. Nanu ist ein Eisbärjunges, Seela hingegen ein Walross.

Unter den liebevollen, aber auch argwöhnischen Augen ihre Mütter beginnen die beiden ihre zutiefst eingeschneite Welt zu erkunden. Ständig entdecken sie etwas Neues und sammeln umwerfende und überraschende neue Erfahrungen.

Begleitet werden die beiden von Möwen, weißen Polarfüchsen und Seehunden. Sie begegnen aber auch exotischeren Tieren, wie zum Beispiel den Narwalen - wahren Einhörnern des Nordens - oder auch den Dickschabellummen, die auf der Jagd nach Fischen tief in den Ozean eintauchen können.

Tag für Tag entwicklen die die beiden neue Fähigkeiten, lernen sich in ihrer Welt etwas besser zurecht zu finden, Beute zu machen und zu überleben.

Wenn es ums Fressen geht, sind Nanu und Seela - Eisbären und Walrösser - mindestens zum Teil Rivalen, aber eines haben alle Bewohner dieser eisigen Gegend gemein: Ihr Reich - das Eis - geht zurück. Mit jedem Jahr, in dem sich die Erde weiter erwärmt, wird ihr Lebensraum etwas beengter.



Film-Inhalt  


Regisseurin und Kamerafrau Sarah Robertson
Regisseurin und Kamerafrau Sarah Robertson


  Hintergrund


Robben im Eismeer
Robben im Eismeer

Seit dem Jahre 1990 hat es die beiden Naturfilmer und Eheleute Sarah Robertson und Adam Ravetch immer wieder in die Arktis gezogen.

"Königreich Arktis" entstand nach 15 Jahren Dreharbeiten, aus denen die beiden mehr als 800 Stunden Filmmaterial zurückbrachten. Ravetch gehört zu den ganz wenigen Naturfilmern, die umfänglich auch unter Wasser - und alo auch unter Eis bzw. Eisschollen - in der Nordpolregion drehten.

Über das Verhältnis seiner "Filmstars" untereinander erzählt er: "Wissenschaftler erzählten uns, dass es sehr selten vorkommt, dass ein Eisbär ein Walross angreift, aber wir sahen diese beiden Giganten der Arktis immer wieder aufeinandertreffen und aneinandergeraten. Uns wurde klar, dass Eisbären und Walrosse einiges gemeinsam haben, weil beide sich so hingebungsvoll der Pflege und Aufzucht ihrer Jungen widmen. Wir wurden auch vom arktischen Ozean angelockt, über den so wenig bekannt ist, und der so voller Mysterien ist."



Vor Beginn aller Dreharbeiten ließen sich die beiden Dokumentarfilmer von Inuits umfänglich in das Leben und Überleben in der eisigen Kälte der Polarregion und die dort lauernden Gefahren einführen.

Dennoch blieben Unfälle nicht aus: "Wir kampierten häufig auf sich bewegenden Eisschollen", erklärt Filmemacherin Sarah Robertson, "und manchmal brach das Eis in der Nacht auseinander, und wir wachten mitten im Wasser auf, und all unser Zeug schwamm im Zelt herum!"

Auf die Frage, wie sich die beiden den Kolossen des Nordpols genähert haben - ein Eisbär wiegt rund 750 kg, ein Walross eine ganze Tonne - geben die beiden eine eher lapidare Antwort: "Sehr vorsichtig."



Über den Dreh  


Mit dem Walross auf Du und Du
Mit dem Walross auf Du und Du

  Über die Filmemacher


Lebensraum Scholle
Lebensraum Scholle

Adam Ravetch studierte Meereskunde an der Universität von San Diego und arbeitete lange Jahre für TV-Produktionen im Bereich der Natur-Dokumentation. So steuerte er zum Besipiel umfängliches Filmmaterial zu der BBC-Serie "Planet Erde" bei.

Sarah Robertson schrieb Drehbücher und produzierte zahlreiche preisgekrönte Naturfilme, darunter gleich sechs Werke über das Leben in der Arktis. Viele ihrer Filme liefen im National Geographic TV.

In der Absicht, dabei zu helfen, die Arktis zu erhalten, gründeten Ravetch und Robertson den "Arctic Exploration Fund", eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Resonanz der wilden Tiere auf die Umweltveränderungen in der Arktis herauszufinden und zu filmen.



► Cast, Crew► Trailer► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Königreich Arktis" in der Regie von Sarah Robertson liefen am 31.10.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Weißt was geil wär?
Komödie, Deutschland, 2007

Nach 7 Tagen - Ausgeflittert
Komödie, USA, 2007

Mit den Waffen einer Frau - Gold im Visier
Sport-Doku, Deutschland, USA, Österreich, Finnland, Schweden, 2007

Kirgisische Mitgift
Drama, Kirgisien, Deutschland, Frankreich, 2006

Jindabyne
Drama, Australien, 2006

Jennas Kuchen - Für Liebe gibt es kein Rezept
Liebeskomödie, USA, 2007

It´s Winter - Zemestan
Drama, Iran, 2006

Das Reichsorchester
Dokumentation, Deutschland, 2007

Bis zum Ellenbogen
Komödie, Deutschland, 2007

Ebenfalls im Kino 




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