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Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße

Deutschland, 2006
Animation, 76 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße

Kino-Start
12.10.2006

Regie
Michael Schaack, Konrad Weise

Darsteller
Ilona Schulz (Das Kleine Arschloch), Helge Schneider (Der Alte Sack), Dirk Bach (Schwuler, Pilot, Alien, Taxifahrer), Ralph Morgenstern (Schwuler, Pilot, Alien), Arne Elsholtz (Vater), Gerd Knebel (Flugente), Henni Nachtsheim (Flugente)
Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße - Kinoplakat
1996 hatte das Kleine Arschloch seinen ersten Durchbruch auf der Leinwand. Regisseur Michael Schaack bannte mit seiner TFC Trickompany nach Erfolgen wie "Werner – Beinhart" oder "Der kleene Punker" auch die Kultfigur von Walter Moers auf Film. Zehn Jahre später nun hat das Team den Nachfolger fertiggestellt.

Als das Kleine Arschloch (Ilona Schulz), Peppi, den Hund von Frau Mövenpick, Gassi führen will, findet er diese regungslos in ihrem Wohnzimmer vor - sie hat von ihrem Ableben Gebrauch gemacht. Auf der Trauerfeier geht es ziemlich turbulent zu, und so merkt niemand, dass Arschlochs Großvater, der Alte Sack (Helge Schneider) in einen offenen Sarg gefallen ist.

Während seine Angehörigen verzweifelt nach ihm suchen und schon über ihre Erbschaft nachdenken, geht es mit dem Alten Sack abwärts. Zu seiner Überraschung ist er in der Hölle gelandet. Doch hier ist es gar nicht so furchtbar, wie man sich das gemeinhin vorstellt: Seine Altersbeschwerden sind verschwunden, und Satan verheißt ihm angenehme Erlebnisse mit einigen der 10.000 nymphomanischen Krankenschwestern.

Zurück auf der Erde: Das Kleine Arschloch vermisst seinen Großvater nun doch, und so kommt er auf die Idee, einen Alten Klonsack zu fabrizieren: Genetische Spuren finden sich ja in den Fußnägeln und Sackhaaren, die er in dessen Zimmer findet. Basis für den Klon soll Peppi sein, doch bevor er dem gefesselten Hund die DNA-Ingredenzien injizieren kann, tauchen Anwärter für die vakante Mietwohnung von Frau Mövenpick auf.

Während das Kleine Arschloch dem schwulen Pärchen die Räumlichkeiten zeigt, fühlt der Alte Sack sich in der Unterwelt immer wohler: Unter den rund 5 Millionen Fernsehsendern finden sich auch diverse Pornokanäle, und auch die Krankenschwestern haben ihn ganz schön heiß gemacht. Doch das kleine Arschloch ahnt nichts von den Wonnen, die sein Großvater in der Hölle erfährt, und verwucht verzweifelt ihn ins irdische Dasein zurückzuholen.

Der Klonversuch schlägt fehl, und so kommt ihm Schwarze Magie in den Sinn. Doch das Opfer seiner Experimente ergreift die Flucht mit einem Heliumballon. Dabei begegnet er zwei Flugenten (Gerd Knebel und Henni Nachtsheim von Badesalz), die sich schreckliche Flugunfälle ausmalen, und steigt immer höher, bis er von Aliens in ihr Raumschiff gehievt wird...



Film-Inhalt  


Schreck für das Kleine Arschloch (Ilona Schulz): Frau Mövenpick ist aus den Latschen gekippt
Schreck für das Kleine Arschloch (Ilona Schulz): Frau Mövenpick ist aus den Latschen gekippt


  Hintergrund


Alte Leute brauchen ihr Nickerchen: Der Alte Sack (Helge Schneider) ruht sanft
Alte Leute brauchen ihr Nickerchen: Der Alte Sack (Helge Schneider) ruht sanft

Obwohl im Film der Vater des Kleinen Arschlochs von Arne Elsholtz stimmlich verkörpert wird, ist sein wahrer Vater doch der am 24. Mai 1957 in Mönchengladbach geborene Comic-Zeichner Walter Moers. Nachdem er sich in diversen Gelegenheitsjobs, unter anderem als Flaschenprüfer in einer Brauerei, durchgeschlagen und eine kaufmännische Lehre begonnen hatte, arbeitete er sich autoditaktisch ins Zeichnen ein.

Markenzeichen sind die prägnanten langen Nasen seiner Protagonisten. Seine ersten Cartoons veröffentlichte Moers 1984 in den Satiremagazinen "Titanic" und "Kowalski", das erste Buch folgte ein Jahr später mit dem Titel "Aha!". Doch nicht nur politisch unkorrekte Comics stammen aus seiner Feder, er betätigte sich auch als Autor von Kindercomics. Sein erstes Werk dieses Genres war "Professor Schimauski", der später auch im "Sandmännchen" eine Bühne fand; den Durchbruch erzielte er jedoch mit der Figur des "Käpt’n Blaubär", die seit 1988 durchschlagenden Erfolg erzielte.

Doch größeres Aufsehen erregte Moers, lange vor "Adolf, die Nazisau" wohl mit dem "Kleinen Arschloch", das 1990 erstmals in Buchform erschien und humorferne Gegner auf die Bühne rief, darunter die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften und den Generalvikar von Regensburg. Doch der Beliebtheit des rotzfrechen Jungen tat dies keinen Abbruch, und 1996 erschien der erste Spielfilm "Kleines Arschloch - Der Film".



Vom gleichen Jahrgang wie Zeichner Walter Moers, ist der Hamburger Michael Schaack für die Regie zuständig. Er gilt als Pionier des deutschen Zeichentrick- bzw. Animationsfilms. Nach seinem Abschluss an der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen im Jahr 1982 gründete er die TFC (Trickompany) und machte zunächst Kurzfilme fürs Fernsehen, darunter die Ottifanten für Otto Waalkes´ Rüssl Räckords, die Wikingerserie "Loggerheads" und "Karlsson auf dem Dach".

1989 wurde Bernd Eichinger auf Schaack aufmerksam und engagierte ihn für die Constantin, die "Werner - Beinhart" herausbrachte, als Co-Regisseur und Zeichner neben Niki List. Nach seinem mit 5,5 Millionen Zuschauern überaus erfolgreichen Spielfilmdebüt folgten so unterschiedliche Kinofilme wie "Der kleene Punker", "Felidae", "Pippi Langstrumpf" und "Käpt´n Blaubär – Der Film"; letzteren wieder in Zusammenarbeit mit Walter Moers.

Selbst die Deutsche Bundespost hatte sich seiner Dienste bedient: Im Zuge der Umstellung auf fünfstellige Postleitzahlen entwarf er die Werbefigur "Rolf". Und auch "Dieter" gehört zu Schaacks Werken: "Dieter - der Film" von, mit und über Dieter Bohlen.



Michael Schaack – Regie und Produktion  


An der Pforte zur Hölle: Satan begrüßt den Neuankömmling
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► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße" in der Regie von Michael Schaack, Konrad Weise liefen am 12.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ricky Bobby - König der Rennfahrer
Komödie, USA, 2006

Lucas der Ameisenschreck - Ant Bully
Animation, USA, 2006

Eine Unbequeme Wahrheit
Dokumentation, USA, 2006

Der Wind
Drama, Argentinien, Spanien, 2005

Der Teufel trägt Prada
Tragikomödie, USA, 2006

Angry Monk
Dokumentation, Schweiz, 2005

Absolute Wilson
Dokumentation, Deutschland, USA, 2006



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