Diese Dokumentation beleuchtet die Hintergründe und Auswirkungen von Privatisierung anhand verschiedener Beispiele in anderen Ländern. Der Dokumentarfilmer Florian Opitz versucht aufzuzeigen, was dieses Phänomen für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen bedeutet. Elementare Aufgaben, die bislang der Staat übernommen hat, werden privatwirtschaftlichen Unternehmungen übertragen, wie etwa Gesundheit, Verkehr, Strom- und Wasserversorgung.
Opitz zeigt, dass die Bürger von Entwicklungs- und Schwellenländern in besonderer Weise von den negativen Auswirkung der Privatisierung betroffen sind. Es wird deutlich, dass in vielen Fällen multinationale Konzerne mit Sitz in den westlichen Industrienationen, speziell in den USA, versuchen, mit ihrem Einfluss auf die Politik dieser Länder ihre Rendite zu maximieren.
Dabei kommen Bürger, Verbraucher und Aktivisten zu Wort, die sich mit den negativen Folgen der Privatisierung auseinandersetzen müssen und teils versuchen, diese in Eigeninitiative zu unterlaufen. Ebenso erhält die andere Seite Raum, ihre Vorstellungen klarzumachen: Konzernmanager ebenso wie Sprecher des IWF (Internationaler Währungsfonds) und der Weltbank.
Beide Seiten der Medaille kennt Professor Joseph E. Stiglitz. Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises und frühere Chefökonom der Weltbank hatte sich im Jahr 2000 von dieser Institution getrennt und tritt vermehrt für einen Dialog zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern ein. Für ihn ist die Privatisierung eines der Hauptprobleme bei der Herstellung der globalen Chancengleichheit.