Bab'Aziz (Parviz Shaminkhou) ist ein erblindeter alter Derwisch, der mit seiner Enkelin, der kleinen Ishtar (Maryam Hamid) durch die Sahara wandert. Sein Ziel ist eine Versammlung der Sufis, ein großes Ereignis, das sich alle dreißig Jahre wiederholt. Der Asket lässt sich von dem Mädchen führen und erzählt auf ihrer Reise von einem Prinzen, der auf der Jagd nach einer Gazelle in Schwermut verfiel.
In der scheinbar endlosen Einsamkeit der Wüste begegnen die beiden Wanderer doch anderen Reisenden, von denen jeder seine eigene Geschichte hat. Einer von ihnen ist der Sänger Zaid (Nessim Khaloul), dessen wunderbare Stimme einst eine hinreißend schöne Frau betört hatte, die er bald darauf jedoch schon wieder verlor: Nour (Golshifteh Farahani), die sich auf die Suche nach ihrem Vater macht.
Dann kreuzt die Route von Ishtar und ihrem Großvater entlang der Dünen den Weg von Osman (Mohamed Graïaa), der bis zum Grund eines Brunnens taucht, um dort schöne junge Frauen wiederzufinden. Ein weiterer junger Mann sucht seinen Zwillingsbruder, den ein rothaariger Derwisch. Und noch weiteren Sufis begegnen die Wanderer auf ihrem Weg. Allmählich offenbaren sich die Schicksale dieser verschiedenen Menschen, verflechten miteinander, und mancher findet mit dem Ende der Reise eine Antwort.
Kurz vor der Ankunft in den verfallenen Mauern der Stadt Bam verabschiedet sich Bab'Aziz von Ishtar und vertraut diese Zaid an, bevor er selbst sich in die Einöde zurückzieht. So entdeckt das Mädchen an der Seite des Sängers schließlich den Ort des Sufi-Treffens, während der alte Derwish verschwindet, um mit dem Sand der Wüste eins zu werden...