Marcos (Marcos Hernández) lebt zusammen mit seiner Frau (Bertha Ruiz) und seinem Sohn Jaime (David Bornstien) in Mexiko-Stadt. Er steht in den Diensten eines hochrangigen Generals, während die Gattin in einer U-Bahn-Station Krimskrams verkauft. Marcos ist nicht nur für die Fahnenzeremonie zuständig, sondern arbeitet auch als Fahrer. Dabei chauffiert er auch öfters Ana (Anapola Mushkadiz), die aufreizende Tochter seines Chefs, die er bereits von Kindesbeinen an kennt. Die verdingt sich, weniger zum Geldverdienen, denn sie ist wohlhabend, sondern eher zum Vergnügen, heimlich als Hure in einem Bordell und kann sich auf Marcos´ Verschwiegenheit verlassen.
Sowohl dessen Einkommen wie auch das seiner Frau ist allerdings eher spärlich. So entschließen sich die beiden in ihrer finanziellen Not, das Baby von Nachbarin Viky (Rosalinda Ramirez) gegen Lösegeld zu entführen. Doch kurz darauf stirbt der Säugling durch ein Unglück, noch bevor Viky das Geld aufbringen konnte, und dadurch fällt Marcos in einen tiefen Schock. So entschließt sich Marcos eines Tages, Ana von der Tat und deren tragischem Ausgang zu erzählen, um sein Gewissen zu erleichten. Ana rät ihm damit zur Polizei zu gehen, doch Marcos kann sich zunächst nicht dazu durchringen.
Die beiden teilen nun ihre Geheimnisse, und Ana schläft mit ihm, wie es scheint, aus purem Mitleid. So entwickelt sich ein seltsames Verhältnis zwischen der luxus-verwöhnten Prostituierten und dem von Gewissensbissen geplagten, rund doppelt so alten und korpulenten Mann. Eine intime Vertrautheit trotz der sozialen Unterschiede entsteht, geprägt von sexuellem Verlangen. Doch inneren Frieden vermag Marcos dadurch nicht zu finden. So sucht er sein Seelenheil, indem er sich Pilgern auf dem weg zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe Hidalgo anschließt...