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Meine schöne Bescherung

Deutschland, 2007
Komödie, 92 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Meine schöne Bescherung

Kino-Start
22.11.2007

Regie
Vanessa Jopp

Darsteller
Martina Gedeck (Sara), Heino Ferch (Jan), Jasmin Tabatabai (Rita), Meret Becker (Pauline), Rainer Sellien (Erich), Roeland Wiesnekker (Andi), Rosa Enskat (Eva)
Meine schöne Bescherung - Kinoplakat
Wenn man schon eine große Familie hat, dann soll man mit dieser doch auch gemeinsam den Heiligen Abend feiern. So jedenfalls denkt in Vanessa Jopps Komödie "Meine schöne Bescherung" Martina Gedeck in der Rolle der dreifachen Mutter Sara. Und bei dieser Gelegenheit gibt sie dann auch gleich bekannt, dass sie ein viertes Kind erwartet. Eine schöne Bescherung für ihren Mann Jan - gespielt von Heino Ferch - hatte sich dieser doch sterilisieren lassen.

Sara (Martina Gedeck)ist glücklich verheiratet - und das nun schon zum vierten Mal. Ihr jetziger Mann Jan (Heino Ferch) verdient sein Geld als Psychologe.

Das Paar lebt glücklich mit vier Kindern zusammen, auch wenn nicht ein einziges davon ein gemeinsames ist: Da sind zum einen Saras drei Kinder aus ihren vorherigen Verbindungen - pro Ehe ein Kind - und da ist zum anderen Richard (Carl Hemprich), Jans Sohn aus erste Ehe.

Für den Heiligen Abend hat sich Sara - ohne es mit Jan abzusprechen - etwas ganz besonderes ausgedacht: Sie hat nicht nur - wie immer an Weihnachten - ihre Mutter Inge (Petra Kelling) eingeladen, sondern auch ihre drei verflossenen Ehemänner nebst deren aktuellen Frauen und - soweit vorhanden - deren gemeinsamer Nachwuchs.

Abgerundet wird das Familientreffen durch Jans Ex-Frau und deren neuen Mann Gunnar (Andreas Windhuis) und ferner durch die attraktive Nachbarin Isabell (Alexandra Neldel).

Während Sara in der Küche mit der Zubereitung von gleich drei Gänsen gleichzeitig kämpft, führt Jan auf Drängen seiner Frau den anderen Männern die neu gebaute Sauna vor. Sehr zu Jans Ärger entwickeln sich deftige Gespräche über die Sexualität seiner jetzigen Frau, die ja schließlich auch mit drei der vier anderen anwesenden Männer einmal verheiratet war, und dementsprechend gibt es einiges zu erzählen.

Doch der eigentliche Eklat des Abends steht noch bevor: Beim Festessen verkündet Sara, dass sie ein Baby von Jan erwartet. Ein an sich erfreulicher Umstand, nur dass Jan weiß, dass er nicht der Vater sein kann. Da ihm vier Kinder im Hause mehr als genug waren, hatte er sich vor geraumer Zeit sterilisieren lassen - dieses allerdings vor seiner Frau verschwiegen.

Der einzig mögliche Schluss: Sara muss einen Liebhaber haben. Aber wer könnte das sein? Vielleicht ja einer ihrer Ex-Männer?! Mitten am Heiligen Abend beginnt Jan folglich mit den Verhören der Anwesenden...



Film-Inhalt  


Sara im Kreise ihrer Lieben
Sara im Kreise ihrer Lieben


  Interview mit Martina Gedeck


Noch ein glückliches Paar (Martina Gedeck, Heino Ferch)
Noch ein glückliches Paar (Martina Gedeck, Heino Ferch)

Wie war es für Sie, Sara zu spielen, eine Frau, die sich bewusst für Kinder und Familie entscheidet?
Sehr schön. Sara ist ein fast anachronistischer Typ. Sie ist eine zeitlose Figur, die zu ihrem Leben steht und sich freuen kann wie ein Kind. Sie liebt Kinder, sie sind für sie das Wichtigste im Leben. Dahinter steht eine große innere Kraft. Ich hatte Lust darauf, einen Menschen darzustellen, der dem Leben und den Kindern so zugewandt ist. Das ist für mich der Ansatz dieser Figur. Sie hat alle moralisierenden Aspekte beiseitegelegt. Dafür hat sie gar keine Zeit.
Was macht Sara zu einer besonderen, anderen Person?
Dass sie nicht so sehr an sich selber zweifelt. Dass sie nicht so sehr mit der Frage beschäftigt ist: "Bin ich gut, bin ich schön, bin ich besser?" Sie lässt sich erst gar nicht auf eine Konkurrenzsituation ein. Das macht ihre Stärke aus, das mögen auch die Männer. Die anderen Frauen sind damit nämlich sehr stark beschäftigt. Sara interessieren auch keine emanzipatorischen Fragen, und das Essen muss auch nicht perfekt sein. Das wirkt befreiend, auch auf die Menschen, die mit ihr zu tun haben, weckt aber ebenfalls Eifersüchteleien. Diese Sara mögen die Frauen nicht so gern, aber sie steht da drüber. Das setzt persönliche Reife voraus.
Ist sie eine emanzipierte Frau mit anderen Vorzeichen?
Die Frage stellt sich für sie nicht. Sie lebt ihr Leben so, wie sie sich das vorstellt. Gegen Menschen, die das monieren, geht sie vor. Sie merkt anfangs nicht, dass die Gesellschaft, die sie eingeladen hat, sich auch über sie lustig macht. Irgendwann spürt sie das dann und wird rabiat und wütend. Sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und weist auch ihre eigene Mutter in die Schranken, indem sie sagt: "Ich muss mir nicht dauernd erzählen lassen, wie ich zu leben habe." Das, finde ich, ist eine gute Haltung.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Meine schöne Bescherung" in der Regie von Vanessa Jopp liefen am 22.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tell - Jeder Schuss ein Treffer
Komödie, Deutschland, Schweiz, 2007

Seed
Horror, Kanada, 2007

Persepolis
Animation, Frankreich, USA, 2007

Machtlos
Thriller, USA, Südafrika, 2007

Es war k´einmal im Märchenland
Animation, Deutschland, USA, 2007

Across the Universe
Musical, USA, 2007

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
Drama, Rumänien, 2007

Ebenfalls im Kino 




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