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Der Fluch der Betsy Bell

USA, 2005
Thriller, 91 Minuten

Originaltitel
An American Haunting

Kino-Start
11.01.2007

Regie
Courteney Solomon

Darsteller
Donald Sutherland (John Bell), Sissy Spacek (Lucy Bell), James D'Arcy (Richard Powell), Rachel Hurd-Wood (Betsy Bell), Matthew Marsh (James Johnston), Thom Fell (John Bell Jr.), Sam Alexander (Josh Gardner), Gaye Brown (Kathryn Batts), Zoe Thorne (Theny Thorne), Miquel Brown (Chloe)
Der Fluch der Betsy Bell - Kinoplakat
Wer oder was "spukte" in dem Örtchen Red River in Tennessee im Jahre 1818? Wenn man neueren skeptischen Untersuchungen glauben darf, haben lediglich die Artisten eines Wanderzirkus einem kleinen Jungen einen gehörigen Schrecken eingejagt. Da dies kaum den Stoff für einen Horror-Film abgeben würde, halten sich Regisseur Courtney Solomon und Alt-Star Donald Sutherland lieber an die traditionelle Überlieferung der Ereignisse...

Tennessee im Jahre 1818: Nach einem erbitterten Nachbarschaftsstreit ist die Famile und Farm der Bells verflucht. Albträume suchen Vater John Bell (Donald Sutherland) heim, seine Frau Lucy (Sissy Spacek) wird von Visionen heimgesucht, und auch die halbwüchsige Tochter des Hauses, Betsy (Rachel Hurd-Wood), muss Leiden.

Im Laufe von Wochen, Monaten und Jahren wird dieses Etwas immer aggressiver und mächtiger, und schließlich kündigt der paranormale Eindringling an, dass er John Bell töten werde.

Richard (James D'Arcy), Betsys Freund, versucht eine natürliche Erklärung für die Phänomene zu finden, die Bells selbst stürzen sich in Exzorzismus und unternehmen mehrere Versuche ihrem Peinigiger zu entkommen - alles ohne Erfolg.

Doch eines Tages lüftet sich das Rätsel des Fluches, und die Bells erfahren die unfassbare Wahrheit über den Spuk - und wie sie ihn endlich abschütteln können...



Film-Inhalt  


Donald Sutherland (John Bell) sieht was
Donald Sutherland (John Bell) sieht was


  Film-Kritik


Feuerwerk im Hause der Bells
Feuerwerk im Hause der Bells

Glaubt man der (inoffiziellen) Statistik, hat kein Film des Jahres 2006 so viele negative Kritiken auf sich gezogen wie "Der Fluch der Betsy Bell" (Originaltitel: "An American Haunting"). An den amerikanischen Kinokassen jedenfalls mochte sich ein übermäßiger Besucherstrom nicht einstellen, und auch für die - mehrfach verschobene - Deutschlandpremiere ließ sich nur ein relativ kleiner Verleih motivieren.

Was bleibt, ist allerdings eine mit Donald Sutherland ("Lord of War", "Stolz und Vorurteil"), Rachel Hurd-Wood ("Das Parfum") und Sissy Spacek ("The Ring 2") hochkarätige Besetzung, die über so manche Schwächen des Films hinwegzutrösten vermag.



Die Geschichte der Betsy Bell gehört zum amerikanischen Volksgut. Sie wurde erstmals 1887 in der "Godspeed History of Tennessee" publiziert. Demnach habe die Familie Bell, Siedler in Red River, Tennessee, zwischen 1817 und 1828 ein Fluch verfolgt. Von missgebildeten Tieren, mysteriösen Stimmen, Geräuschen und anderen Spukereien ist die Rede.

Eines der berühmteren Opfer des Poltergeistes soll der spätere amerikanische Präsident Andrew Jackson gewesen sein, der mit seinem Wahlkampfstab im Jahre 1819 eine Nacht auf der Farm der Bells verbracht haben soll. Als er am nächsten Morgen das Anwesen fluchtartig verließ, soll er ausgerufen haben: "Ich kämpfe lieber gegen die ganze britische Armee, als mich nochmals mit der Bell-Hexe abzugeben".

Aktuelle Untersuchungen über die Verbreitungsgeschichte des angeblich übernatürlichen Phänomens förderten allerdings wenig Mysteriöses zu Tage: Weder gibt es einen fundierten Beleg dafür, dass Präsident Jackson jemals in seinem Leben den Ort Red River betreten hätte, noch gibt es irgendeinen zeitnahen Bericht in der damaligen Presse, in privaten Aufzeichnungen, Kirchenbüchern oder Briefen.

Die ganze Geschichte geht mutmaßlich auf eine tagebuchähnliche, relativ undramatische Autobiographie des damals etwa 10-jährigen Sohnes der Bells zurück, die erst nach dessen Tod aufgefunden wurde, und die er etwa dreißig bis vierzig Jahre nach den Ereignissen geschrieben haben dürfte.

Während es also für Poltergeistereien keinen Beleg gibt, existieren zahlreiche zeitgenössische Berichte über einen kleinen Wanderzirkus, der um 1818 durch die Gegend von Red River zog, und zu dessen besonderen "Marketingmaßnahmen" es gehörte, den Einwohnern der besuchten Orte gelegentlich derbe Streiche zu spielen. Und hier mag sich der Kreis dann wohl schließen...



Hintergrund  


Noch schläft er ruhig: Donald Sutherland als John Bell
Noch schläft er ruhig: Donald Sutherland als John Bell

► Cast, Crew► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Der Fluch der Betsy Bell" in der Regie von Courteney Solomon liefen am 11.01.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Mein Führer
Komödie, Deutschland, 2007

Last Days
Drama, USA, 2005

Lady Vengeance
Mysterythriller, Südkorea, 2005

Die Queen
Drama, England, Frankreich, Italien, 2006

Brinkmanns Zorn
Dokumentation, Deutschland, 2006

Anplagghed
Komödie, Italien, 2006



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