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Black Dahlia

USA, 2006
Mystery-Thriller, 121 Minuten, FSK: 16

Originaltitel
The Black Dahlia

Kino-Start
05.10.2006

Regie
Brian De Palma

Darsteller
Josh Hartnett (Dwight "Bucky" Bleichert), Scarlett Johansson (Kay Lake), Aaron Eckhart (Leland "Lee" Blanchard), Hilary Swank (Madeleine Linscott), Mia Kirshner (Elizabeth Short), Mike Starr (Russ Millard), Fiona Shaw (Ramona Linscott), Patrick Fischler (Ellis Loew), James Otis (Dolph Bleichert), John Kavanagh (Emmet Linscott)
Black Dahlia - Kinoplakat
Im Jahre 1947 erschütterte ein bestialischer Mord an einem jungen Möchtegern-Starlet ganz Kalifornien. Die Tat, die niemals aufgeklärt werden konnte, gibt auch heute noch Anlass zu zahlreichen Spekulationen. 40 Jahre später verarbeitet Krimi-Autor James Ellroy das Ereignis zu seinem Bestseller-Roman "Die Schwarze Dahlie". Jetzt hat Regisseur Brian de Palma ("Femme Fatale", "Misson to Mars", "Mission: Impossible") den Roman verfilmt.

Lee Blanchard (Aaron Eckhart) und Dwight "Bucky" Bleichert (Josh Harnett) sind die Aushängeschilder des Los Angeles Police Department der 1940er-Jahre. Sie erhalten von ihrem vorgesetzten Detective Millard (Mike Starr) den Fall der "Black Dahlia" übertragen.

"Black Dahlia", das ist der ihr posthum verliehene Spitzname von Elizabeth "Betty" Short (Mia Kirshner), einer 22-jährigen Frau, die angezogen vom Glanz und Glitter Hollywoods nach Los Angeles in der Hoffnung auf eine Karriere als Schauspielerin gekommen war. Der entsetzlich verstümmelte Leinam der jungen Frau, der man Kontakte zur zahlreichen Größen aus der Filmindustrie der damailgen Zeit nachsagte, war am 15. Januar 1947 in einem Vorort von Los Angeles gefunden worden.

Wie besessen versucht Blanchard den Fall zu lösen, weil er die Aufklärung des Verbrechens als Chance erkennt, all das gutzumachen, was er bei den anderen Frauen in seinem Leben bisher versäumt hat.

Während Blanchard sich so intensiv in den Sensationsfall verbeißt, dass seine Beziehung zu Kay (Scarlett Johansson) darunter leidet, fühlt sich sein Partner Bleichert von der rätselhaften Madeleine Linscott (Hilary Swank) angezogen: Sie stammt aus einer sehr prominenten Familie und hatte ein nicht nur gesellschaftliches Verhältnis mit der Dahlie. Ist sie der Schlüssel zur Klärung des Mordfalles?



Film-Inhalt  


Mia Kirshner als Elizabeth Short, die
Mia Kirshner als Elizabeth Short, die "Black Dahlia"


  Film-Kritik


Hat einen Mord zu lösen: Leland
Hat einen Mord zu lösen: Leland "Lee" Blanchard (Aaron Eckhart)

Der Film Noir feiert schon seit einiger Zeit seine Wiederauferstehung in Hollywood, und "Black Dahlia" ist die bisher wohl perfekteste Reinkarnation des düsteren Genres.

Produzent Art Linson sagt: "Traditionell ist es in Hollywood schwierig, düstere Filme zu machen. Dieser unterscheidet sich von üblichen Mordgeschichten durch die Auswirkungen auf alle Beteiligten. Es geht darin nicht nur um die Suche nach dem Täter, sondern um die Obsessionen, um die Konsequenzen im Leben der Polizisten und der Frauen, die in Beziehung zu diesen Detectives stehen. Es gibt heute nur noch wenige Regisseure, die wirklich beurteilen können, was Film noir eigentlich bedeutet", fährt Linson fort. "Doch Brian hat diesen Stoff voll im Griff. Er stattet die Dahlie mit genau der opulenten Optik aus, die hier unbedingt angebracht ist."

Und in der Tat: Der düstere Stoff der Romanvorlage, die sich an der nicht weniger dunklen wahren Geschichte orientiert und der Regisseur scheinen wie für ein ander bestimmt. Schließlich hat Brian de Plama in der Erzählung komplexer Kriminalfälle eine umangreiche, mehr als 25-jährige Erfahrung, so stand er bei "The Untouchables", "Scarface", "Blow Out" und "Dressed to Kill" hinter der Kamera, und diese Erfahrung spiegelt sich in "Black Dahlia" wider.

Abgerundet durch eine Spitzenbesetzung bis in die Nebenrollen entstand damit ein Film, der das Zeug hat, ein echter Klassiker zu werden.



Romanautor Ellroy beschreibt die düsteren Facetten von Los Angeles treffend als "Sex and Crime in krankhaft übersteigerter Form". Um diesen Look in "Black Dahlia" zu neuem Leben zu erwecken, reiste das Team im April 2005 in die bulgarische Hauptstadt Sofia und baute dort das Hollywood von 1947 nach. Dazu Produzent Linson: "Wunderbar, wie unsere Crew ein Duplikat von Hollywood schuf. Man sieht die Hollywood Hills vor sich, die aber eigentlich die Berge rund um Sofia sind."

Produktionsdesigner Ferretti baute Hollywood und die Straßen im Lic Pier/Venice-Viertel nach, die während der Unruhen der Zoot Suit Riots zu zweifelhaftem Ruhm kamen. Diese Stadtteile gibt es in L.A. nicht mehr. Der Regisseur hatte mit dem so weit vom echten Los Angeles entfernten Drehort keinerlei Probleme: "Ähnlich wie bei 'Scarface', bei dem wir auch nur zwei Wochen in Miami drehten, würde man nie vermuten, dass wir uns nicht in L.A. befinden."

Einige Schlüsselsequenzen wurden am Ende der Dreharbeiten dann tatsächlich vor Ort in Los Angeles gedreht. Im Juni 2005 filmte das Team in verschiedenen Stadtbezirken, die entsprechende Panoramen liefern, wie man sie nur in L.A. findet. Und am Ende konzentrierte man sich auf das Rathaus in der Spring Street im Zentrum von Los Angeles: Hier entstanden die Szenen, in denen die beiden Detectives mit ihren Vorgesetzten darüber streiten, ob sie den Fall weiter bearbeiten sollen oder nicht. Damit waren die Dreharbeiten abgeschlossen.

Um die Schauspieler angemessen einzukleiden, brachte Kostümbildnerin Jenny Beavan Kostüme aus London nach Bulgarien mit, vor allem zahlreiche Outfits für Swank, Johansson und Kirshner. Über die Frauen, die die damalige Mode trugen, sagt Beavan kurz und knapp: "Sie waren der Inbegriff des Glamour .. selbst wenn ihr Lippenstift verschmiert war."

Der Regisseur betonte die nostalgischen Reminiszenzen an die Glamourwelt, die sich durch seine Hauptdarstellerinnen ergeben. "Scarlett, Mia und Hilary werden so verführerisch wie nur möglich aufgetakelt", sagt De Palma. "Sie sehen im Film so wunderbar aus - man ist ihnen hilflos ausgeliefert."



Hintergrund  


Aaron Eckhart, Hilary Swank
Aaron Eckhart, Hilary Swank

  Info: Elizabeth Short


Verdreht dem Cop den Kopf: Hilary Swank
Verdreht dem Cop den Kopf: Hilary Swank

Elizabeth ("Betty") Short wurde am 29. Juli 1924 in Hyde Park, Massachusetts, geboren. Im Alter von 19 Jahren verlobte sie sich mit einem hochdekoriertem Offizier der US-Luftwaffe, der jedoch noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs bei einem Flugzeugabsturz starb.

Später zog Betty Short, die von einer Film-Karriere träumte, in das südliche Kalifornien. Die letzten sechs Monate ihres Lebens verbrachte sie in der Gegend von Los Angels in verschiedenen Hotels und Apartments. Sie sprach erfolglos für diverse Filmrollen vor und traf sich mit verschiedenen Schauspielern, Drehbuchautoren, Regisseuren und Produzenten. Gerüchteweise soll Betty Short ihren Lebensunterhalt während dieser Zeit durch Prostitution verdient haben. Anderen Gerüchten zufolge soll sie aufgrund einer Missbildung zum Geschlechtsverkehr gar nicht fähig gewesen sein.

Elizabeth Short wurde zuletzt am 9. Januar 1947 in der Lobby des Biltmore Hotels in Los Angeles lebend gesehen. Am 15. Januar 1947 wurde ihr mehrfach verstümmelter, nackter und in Höhe der Taile durchtrennter Leichnam auf einem ungenutzten Grundstück in einem Vorort von Los Angeles gefunden.

Die anschließenden, äußerst umfangreichen Ermittlungen der Polizei förderte zwar zahllose Gerüchte, rund 60 falsche Geständnisse und insgesamt 22 ernsthaft Verdächtige zu Tage, bis heute jedoch konnte der Mord nicht aufgeklärt werden.

Zu den damals oder später verdächtigten Personen zählen auch viele prominente Persönlichkeiten, die zur fraglichen Zeit in Los Angeles lebten, so der Schriftsteller und langjährige Herausgeber der Los Angeles Times, Norman Chandler, dem Kontakte zu dem ebenfalls verdächtigten Gangster Benjamin Siegelbaum ("Bugsy Siegel") nachgesagt wurden, der Folk-Sänger Woody Guthrie und der Schauspieler Orson Welles.

Der Spitznamen "Black Dahlia" wurde Elizabeth Short erst nach ihrem Tod von der Presse angedichtet. Er bezieht sich auf ihr langes, schwarzes Haar. Betty Short wurde 22 Jahre alt.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Black Dahlia" in der Regie von Brian De Palma liefen am 05.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wholetrain
Drama, Deutschland, 2006

Thumbsucker
Tragikomödie, USA, 2005

Step Up
Drama, USA, 2006

Lapislazuli - Im Auge des Bären
Abenteuer, Deutschland, Österreich, Luxemburg, 2006

Kiriku und die wilden Tiere
Zeichentrick, Frankreich, 2005

Ich bin die Andere
Drama, Deutschland, 2006

Glück in kleinen Dosen
Tragikomödie, USA, Deutschland, 2005

Deutschland. Ein Sommermärchen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Der tierisch verrückte Bauernhof
Familien-Animation, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




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