Tief in den Südstaaten der USA, in der ländlichen Gegend um Memphis, Tennessee: Der farbige Lazarus (Samuel L. Jackson) war einst ein gefeierter Star des Blues. Doch seit der Trennung von seiner Ehefrau, die einst betrogen hat, lebt er einsam und zurückzegzogen in seinem kleinen Haus. Der alte Mann ist verbittert und nahezu pleite.
Dann eines Tages tritt die junge, schöne Rae (Christina Ricci) in sein Leben. Oder genauer: Sie wird ihm geradezu vor seine Füße geworfen - halbnackt und halbtot findet Lazarus sie am Straßenrand.
Rae - so findet Lazarus schnell heraus - gilt als örtliches Flittchen und stadtbekannte Schlampe. Der zutiefst gottesfürchtige Lazarus beschließt, sie zu sich zu nehmen und zu "heilen" - und zwar nicht nur ihre sichtbaren Verletzungen, sondern auch die Wunden in ihrer Seele.
Doch eben diese Wunden sitzen am tiefsten: Noch im Kindesalter hatte Rae ihre Mutter verlassen. Danach hatte sie der eigene Vater missbraucht. Und ihm folgten viele, viele andere... Bis Rae schließlich drogensüchtig wurde und nun den Männern gegen Geld freiwillig gab, was diese sich zuvor mit Gewalt genommen hatten.
Dann trat eines Tages ein Mann in Raes Leben, der vorgab, sie wirklich zu lieben und aus der Gosse ziehen zu wollen: Ronnie (Justin Timberlake). Rae vertraute ihm bedingungslos, aber auch Ronnie verließ sie eines Tages und stieß sie damit in die Gosse zurück. Im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn. In jene Gosse nämlich, in der Lazarus sie fand.
Die Gespräche der beiden erzwingt Lazaurs gelegentlich mit höchst unkonventionellen Mitteln: Während Rae erfolglos versucht ihn zu verführen, legt er sie - ganz im Sinne des Wortes - an eine eiserne Kette, als wäre sie ein bissiger Hund, und steigert sich nach und nach geradezu in einen Exzorzismus - sehr zum Missfallen des örtlichen Pfarrers R. L. (John Cothran).
Aber Lazarus hat Erfolg: Wenn auch sehr langsam, beginnen nicht nur Raes Wunden zu heilen, sondern Lazarus hilft sich zugleich auch selbst, seine Seele aus den Fesseln der Verbitterung zu lösen...