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Black Snake Moan

USA, 2007
Romantik-Drama

Originaltitel
Black Snake Moan

Kino-Start
05.07.2007

Regie
Craig Brewer

Darsteller
Samuel L. Jackson (Lazarus), Christina Ricci (Rae), Justin Timberlake (Ronnie), S. Epatha Merkerson (Angela), John Cothran Jr. (Reverend R. L.), David Banner (Tehronne), Michael Raymond-James (Gill), Adriane Lenox (Rose Woods), Kim Richards (Sandy), Reimus K. Williams (Lincoln), Leonard L. Thomas (Deke Woods), Ruby Wilson (Mayella), Claude Phillips (Bojo), Amy Lavere (Jesse), Clare Grant (Kell)
Black Snake Moan - Kinoplakat
Bereits mit "Hustle & Flow" (2005) hatte Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer gezeigt, dass er ein feines Gespür für die Lebensart der Menschen im tiefen amerikanischen Süden hat. In seinem Südstaaten-Drama "Black Snake Moan" geht es im weitesten Sinne um das Älter- und Erwachsenwerden. Mit dem alternden Haudegen Samuel L. Jackson, dem Teenieschwarm Justin Timberlake und der Ex-Partygöre Christina Ricci hat er dafür eine geradezu idelae Besetzung gefunden, noch dazu, da die beiden ersteren waschechte Südstaatler sind.

Tief in den Südstaaten der USA, in der ländlichen Gegend um Memphis, Tennessee: Der farbige Lazarus (Samuel L. Jackson) war einst ein gefeierter Star des Blues. Doch seit der Trennung von seiner Ehefrau, die einst betrogen hat, lebt er einsam und zurückzegzogen in seinem kleinen Haus. Der alte Mann ist verbittert und nahezu pleite.

Dann eines Tages tritt die junge, schöne Rae (Christina Ricci) in sein Leben. Oder genauer: Sie wird ihm geradezu vor seine Füße geworfen - halbnackt und halbtot findet Lazarus sie am Straßenrand.

Rae - so findet Lazarus schnell heraus - gilt als örtliches Flittchen und stadtbekannte Schlampe. Der zutiefst gottesfürchtige Lazarus beschließt, sie zu sich zu nehmen und zu "heilen" - und zwar nicht nur ihre sichtbaren Verletzungen, sondern auch die Wunden in ihrer Seele.

Doch eben diese Wunden sitzen am tiefsten: Noch im Kindesalter hatte Rae ihre Mutter verlassen. Danach hatte sie der eigene Vater missbraucht. Und ihm folgten viele, viele andere... Bis Rae schließlich drogensüchtig wurde und nun den Männern gegen Geld freiwillig gab, was diese sich zuvor mit Gewalt genommen hatten.

Dann trat eines Tages ein Mann in Raes Leben, der vorgab, sie wirklich zu lieben und aus der Gosse ziehen zu wollen: Ronnie (Justin Timberlake). Rae vertraute ihm bedingungslos, aber auch Ronnie verließ sie eines Tages und stieß sie damit in die Gosse zurück. Im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn. In jene Gosse nämlich, in der Lazarus sie fand.

Die Gespräche der beiden erzwingt Lazaurs gelegentlich mit höchst unkonventionellen Mitteln: Während Rae erfolglos versucht ihn zu verführen, legt er sie - ganz im Sinne des Wortes - an eine eiserne Kette, als wäre sie ein bissiger Hund, und steigert sich nach und nach geradezu in einen Exzorzismus - sehr zum Missfallen des örtlichen Pfarrers R. L. (John Cothran).

Aber Lazarus hat Erfolg: Wenn auch sehr langsam, beginnen nicht nur Raes Wunden zu heilen, sondern Lazarus hilft sich zugleich auch selbst, seine Seele aus den Fesseln der Verbitterung zu lösen...



Film-Inhalt  


Samuel L. Jackson als Lazarus
Samuel L. Jackson als Lazarus


  Hintergrund


Christina Ricci als Rae
Christina Ricci als Rae

Den Filmtitel "Black Snake Moan" entlieh sich der Regisseur und Drehbuchautor Craig Brewer bei dem Blues-Sänger Blind Lemon Jefferson aus Texas.

Jefferson schrieb ein Lied darüber, wie er es empfand, als er langsam erblindete. Darin heißt es: "black snakes crawling over me" - "schwarze Schlangen kriechen über mich". Gemeint war die Dunkelheit, die sich über Jefferson legte.



Zu behaupten, "Black Snake Moan" enthalte bezüglich der weiblichen Hauptdarstellerin Christina Ricci autobiografische Elemente, ist sicher übertrieben. Gleichwohl: Die Rolle der Rae scheint ihr wie auf den Leib geschrieben zu sein.

Christina Ricci wurde als jüngstes von vier Kindern am 12. Februar 1980 in Santa Monica, Kalifornien, geboren. Nach dem Umzug der Familie in die Nähe von New York wurden ihre schauspielerischen Talante bereits auf der Grundschule entdeckt.

Im Alter von 10 Jahren stand sie das erste mal vor der Kamera. Mit Filmen wie "Meerjungfrauen küssen besser" (1990), "Addams Family" (1991) bzw. "Adams Family Value" (1993) und "Casper" (1995) wurde sie zum gefeierten Kinderstar.

Doch der frühe Erfolg, gepaart mit den nicht gerade geringen Einnahmen, aber auch die Trennung ihrer Eltern stiegen ihr zu Kopf: Bald schon füllte sie mit Partyludereien und anderen Teenagermacken die Schlagzeilen der darum dankbaren Yellow-Press. Ernster, weil bedrohlich, war ihre Magersucht.

Mit glänzenden schauspielerischen Leistungen, so in "The Opposite of Sex" (1999), welches ihr eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte, und "Sleepy Hollow" (2000), für den sie mit dem "Young Artist Award" ausgezeichnet wurde, schaffte sie es aber auch, immer wieder mit ihren künstlerischen Talenten im Gespräch zu bleiben.

Inzwischen hat die dem Teenageralter entwachsene Christina Ricci ihre Esssörungen überwunden. Ihre Rolle der Rae in "Black Snake Moan" ist - trotz einiger freizügiger Szenen, die in den USA die dort besonders sensiblen Jugendschützer auf den Plan riefen - eine ihrer bisher ernsthaftesten.



Info: Christina Ricci  


An den Biertischen
An den Biertischen
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Black Snake Moan" in der Regie von Craig Brewer liefen am 05.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

The Flying Scotsman
Drama, Schottland, Deutschland, 2006

Sketches of Frank Gehry
Dokumentation, USA, 2005

Schwedisch für Fortgeschrittene
Komödie, Schweden, 2006

Francis Bacon - Form und Exzess
Dokumentation, England, 2005

Ein Jahr ohne Liebe
Drama, Argentinien, 2005



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