"Blood Diamond" entstand fast ausschließlich an Schauplätzen in Afrika. Das Filmteam drehte unter anderem in Sierra Leone, obwohl der Regisseur Edward Zwick meinte: "Im äquatorialen Westafrika gibt es einfach nicht die Infrastruktur, die wir für eine Produktion dieser Größenordnung brauchen. Wir mussten also auch an anderen Schauplätzen drehen."
Bei der Motivsuche an der südafrikanischen Küste im Gebiet um Port Edward in der Provinz KwaZulu Natal fanden die Filmemacher die ideale Umgebung. Die üppige Dschungellandschaft bot die Kulisse für drei wichtige Sets: die Diamantenmine, das Flüchtlingslager und Benjamins Schule.
Dazu Co-Produzentin Paula Weinstein: "Der Kontinent ist sehr spannend, sehr lebendig – mit Schwerpunkt auf 'lebendig'. Jeden Morgen kamen die Jungs an den Set und erzählten, welches Ungeziefer sie in der Nacht wieder in ihrem Zimmer gefunden hatten. Jeden Morgen hieß es: 'Na, was hast du denn letzte Nacht wieder entdeckt? Eine Eidechse? Oder eine Schlange?' Das konnte man nur mit Humor ertragen – verwöhnte Hollywoodtypen waren hier einfach fehl am Platz. Die Gewöhnung fiel schwer, aber es machte Spaß, die anderen mit eigenen Erlebnissen zu übertreffen."
Von Port Edward reiste das Filmteam nach Mosambik, wo die Stadt Maputo als Freetown, die Hauptstadt von Sierra Leone, diente. Der explosive Einmarsch in Freetown stellte die Crew vor eine ganze Reihe logistischer Probleme. Der Regisseur berichtet, wie sorgfältig die Vorbereitung sein musste, um den Eindruck des kompletten Chaos zu erzielen: "Wir wollten völliges Durcheinander zeigen, aber dabei kann man nicht chaotisch vorgehen. Im Gegenteil: Wir planten alles sehr genau und konzentriert. Ich weiß nicht mehr, wie oft wir durch die Straßen gegangen sind und über die exakten Standpunkte der Kameras, Darsteller, Stuntleute und Statisten diskutiert haben."