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Borat

USA, 2006
Komödie, 82 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan

Kino-Start
02.11.2006

Regie
Larry Charles

Darsteller
Sacha Baron Cohen (Borat Sagdiyev), Pamela Anderson, Ken Davitian (Azamat Bagatov)
Borat - Kinoplakat
"Von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen" - so besagte es einst ein Propagandaspruch in den kommunistischen Satellitenstaaten der UdSSR. Aber seit es die UdSSR nicht mehr gibt, haben sich die Präfererenzen geändert: Neues Vorbild ist nun die "U, S und A" - jedenfalls, wenn man Regisseur Larry Charles (TV-Serien "Monsters", "Seinfeld", "Entourage") und seinem Hauptdarsteller Sacha Baron Cohne ("Ali G") glauben darf.

Borat Sagdiyev (Sacha Baron Cohen) arbeitet als Reporter für das Fernsehen Kasachstans. Er ist stets gut gelaunt, sieht gut aus und gilt gemeinhin als der zweitbeste Journalist des Landes.

Er sieht sich selbst als ganz normalen Kasachen: Borat liebt das Ping-Pong-Spiel, das Sonnenbaden und ist auch den Frauen nicht abgeneigt. Sein ganzer Stolz ist sein Haus, auch wenn es durch die Decke regnet und er es mit Hühnern und einer Kuh teilt; sein Videorekorder, auch wenn es in Kasachstan dafür keine Kassetten gibt; sein Auto, auch wenn es aus chronischem Benzinmangel von einem Ochsen gezogen werden muss und seine Schwester, die gerade eine Auszeichnung als viertbeste Prostituierte des Landes gewonnen hat.

Amerika, das ist das große Vorbild für Kasachstan seit Überwindung des Sowjet-Kommunisums. Und so wird Borat eines Tages mit einem Kamera-Team in die "U, S und A" geschickt, mit dem klaran Auftrag: "Kulturelle Lernung von America um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen".

Kaum in Amerika angekommen, ist Borat begeistert vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Allerdings stößt diese Begeisterung auf wenig Gegenliebe: Wen auch immer er in der großen weiten Welt begegnet, ist eher entsetzt über den tolpatschigen Zentralasiaten. Denn egal was Borat tut, er tut es auf eine dem zivilisierten Bewohner der Nordhalbkugel doch eher peinlich erscheinende Art und Weise.

Dann aber trifft Borat auf Pamela Anderson, und eine große, romantische und überkulturelle Liebe beginnt...



Film-Inhalt  


Borat (Sacha Baron Cohen) in New York
Borat (Sacha Baron Cohen) in New York


  Hintergrund


Borat (Sacha Baron Cohen) macht endlich seinen Führerschein
Borat (Sacha Baron Cohen) macht endlich seinen Führerschein

Cohens pseudodokumentarisch gestalteter Ulk kam in Kasachstan - einem Land, das weder Cohen alias "Borat" noch Regisseur Larry Charles je betreten haben - gar nicht gut an.

Die Vorstellungen, in Kasachstan müssten die Frauen Eselkarren ziehen und würde das Bruttosozialprodukt vorwiegend durch Prostitution und Waffenhandel erzielt, oder die Verfolgung von Juden und Homosexuellen sei an der Tagesordnung, veranlasste das kasachische Außenmisterium zur Androhung von Schadensersatz- und Unterlassungsklagen in Millionenhöhe.

Selbst US-Präsident George W. Bush sah sich gezwungen, in die Debatte einzugreifen und versicherte seinem kasachischen Amtskollegen, Präsident Nursultan Nazarbsyev, dass "Borats" Sicht der Dinge nicht die offzielle Meinung der amerikanischen Regierung wiedergebe.

Der Filmverleih - HBO in den USA, 20th Century Fox in Deutschland - griff die kostenlose Reklame gerne auf und legte noch nach, in dem es Cohen/Borat sich auf seine Art und Weise "entschuldigen" ließ: "Kasachstan ist genauso zivilisiert wie jedes andere Land auch. Frauen dürfen nun im Inneren des Busses mitfahren, Homosexuelle müssen keine blauen Hüte mehr tragen, und das Alter für die Volljährigkeit wurde auf acht Jahre heraufgesetzt."

Inzwischen aber ist der Konflikt beigelegt, und das ganze Filmteam wurde in das zentralasiatische Land ganz offiziell eingeladen.



Kasachstan liegt nahezu zentral in Eurasien. Das Land ist etwa 8 mal so groß wie Deutschland und hat immerhin rund 15 Million Einwohner. Das Land besteht zu großen Teilen aus Steppen und Einöden. Die Bevölkerung ist arm, das Buttosozialprodukt liegt mit 10 US-$ pro Kopf und Tag aber nicht wesentlich unter dem Durschnitt der Region.

Nach einer über Jahrhunderte andauernden mongolischen Herrschaft schloß sich Kasachstan im 18. Jahrhundert freiwillig dem russischen Zarenreich an.

Nach der russischen Revolution wurde Kasachstan Sowjetische Repulik; nach dem Zerbrechen der UdSSR wurde das Land am 16. Dezember 1991 unabhängig.

Kasachstan verfügt über große, noch weitgehend unerschlossene Erdölvorkommen und ist reich an metallischen Bodenschätzen.



Info: Kasachstan  


Ganz Amerikaner
Ganz Amerikaner
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  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Borat" in der Regie von Larry Charles liefen am 02.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wicker Man - Ritual des Bösen
Mystery-Thriller, Deutschland, USA, 2006

Warum halb vier?
Dokumentation, Deutschland, 2006

Snow Cake
Drama, Kanada, England, 2006

Schwarzes Gold
Dokumentation, England, 2006

Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung
Fantasy-Komödie, USA, 2006

Play your own Thing - Eine Geschichte des Jazz in Europa
Musik-Doku, Deutschland, Frankreich, 2006

Offset
Drama, Deutschland, Rumänien, 2006

Marie Antoinette
Drama, USA, 2006

Irgendwo dazwischen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Herb, mein Herbst?
Dokumentation, Schweiz, 2004

China Blue
Dokumentation, USA, 2005

Can Baz
Musik-Dokumentation, Deutschland, Türkei, 2004



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