Dies ist ein Portrait des Schriftstellers und Poeten Rolf-Dieter Brinkmann (Eckhard Rhode), dessen Werke die Leser und Kritiker polarisierten. Er beginnt mit Brinkmanns Zeit in Köln, wo er studierte und seine ersten Werke veröffentlichte. Die Bilder werden mit originalen Bandaufnahmen ergänzt, außerdem sind Amateurfilme des Dichters auf Super-8-Format zu sehen. In weiteren Passagen agieren Schauspieler, während synchron dazu die Originalstimme des lyrischen Rebellen zu hören ist.
Der Film zeigt Brinkmann bei der Arbeit in seinem Studo bei Tonexperimenten. Die Kamera verfolgt ihn bei Spaziergängen, stets mit dem Mikrophon bewaffnetund dem Uher Report geschultert. Der geht durch die Stadt und den Park, begleitet von seiner Frau Maleen (Alexandra Finder) und ihrem behinderten Sohn Robert (Martin Kurz), die er in seine Tonbandaufzeichnungen mit einbindet.
Auch sein Verhältnis zu anderen Künstlern und Kollegen wird aufgezeigt, so zu Henning John von Freyend (Rainer Sellien) von der Kölner Künstlergruppe Exit, der das Bild "Das Hemd von Rolf Dieter Brinkmann" gemalt hat, oder Linda Pfeiffer (Isabel Schosnig), die mit Brinkmann zusammen an der Universität war.
Dabei bedient sich Bergmann der Stilmittel, die auch Brinkmann bei seinen Arbeiten verwendet hatte. Die Verknüpfung dokumentarischer Elemente mit erzählerischen Sequenzen und Archivmaterial geben "Brinkmanns Zorn" einen eigenen Ausdruck, mit dem der Filmemacher die Intentionen des Portraitierten wiedergeben möchte.