Mit dieser Dokumentation begibt sich Christoph Kühn auf die Spuren des wohl bedeutendsten Schweizer Kämpfers für den Erhalt der Regenwälder und das Leben von deren Bewohnern. In den Urwäldern von Borneo, der Welt drittgrößten und teils zu Malaysia, teils zu Indonesion gehörenden Insel, interviewt das Filmteam diejenigen Menschen, die Manser zu einer zweiten Familie geworden sind.
Es handelt sich um Angehörige vom Stamm der Penan, die als Nomaden in Sarawak leben, einem Gebiet im Nordwesten Borneos. Dort hatte sich Bruno Manser zwischen 1984 und 1990 aufgehalten und die Penan im Kampf gegen das Abholzen des Regenwaldes unterstützt, der als Lebensraum für dieses Volk von existentieller Bedeutung ist.
Die Ureinwohner erzählen von ihren Erlebnissen mit dem Aktivisten, der hierher gekommen ist, um ein ursprüngliches Leben in einer paradiesischen Natur zu führen und dann von der Bedrohung dieser Region durch die Holzindustrie erfuhr. Er organisierte Straßenblockaden, informierte die internationalen Medien und wurde dadurch mit den malaysischen Behörden konfrontiert.
Nachdem er sich einer Festnahme entziehen konnte, ging Manser 1990 in die Schweiz zurück, um von dort aus sein Engagement fortzusetzen. Er gründete eine Stiftung und veröffentlichte 1992 das Buch "Stimmen aus dem Regenwald". Er veranstaltete spektakuläre Aktionen, um die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen, darunter einen zweimonatigen Hungerstreik vor dem Berner Parlament und eine Landung mit einem Motorgleiter im Sitz der Regierung von Sarawak.
Manser hat dazu beigetragen, dass in den westlichen Ländern die Sensibilisierung für die Herkunft der Holzarten zugenommen hat und Deklarationspflichten und Einfuhrbeschränkungen eingeführt wurden. Dennoch ist trotz seines Einsatzes je nach Schätzungen achtzig bis über neunzig Prozent des ursprünglichen Regenwaldes zerstört worden.