Hasan Isik ist ein 16-jähriger Herumtreiber. Er lebt in den Straßen von Beyoglu, einem eher europäisch beeinflussten Stadtteil Istanbuls, das nördlich des Goldenen Horns gelegen ist. Dort leben und musizieren auch Dede Murat und Hemo Ahmet, die die Musikgruppe "Siya Siyabend" bilden.
Die Regisseurin Özay Sahin hat eine Zeit mit den Straßenmusikern verbracht und sie mit artistischen Einlagen und dem Jonglieren von Keulen unterstützt. Sie gewährt dem Zuschauer Einblicke in ihren Alltag, ihre Freundschaften und ihre Gedanken. Bereits Fatih Akin hatte in seiner Musik-Doku "Crossing the Bridge - The Sound of Istanbul" über diese Band berichtet.
In der Fußgängerzone der Istiklal Caddesi, einer der belebtesten Einkaufsstraßen der Stadt, musizieren die jungen Leute und lassen sich von den Passanten mit ein paar Münzen belohnen. Sie leben in sehr bescheidenen Verhältnissen, haben düstere Zukunftsaussichten und berauschen sich mit dem Schnüffeln von Klebstoff.
Dabei entsteht der Eindruck, dass die Kindheit zwischen Hoffnunglosigkeit, Drogen und Gewalt unter die Räder gekommen ist. Kurz nachdem die Aufnahmen zu "Can Baz" entstanden sind, kam Hasan ins Gefängnis - wegen Raubes. Sein letztes Lebenszeichen war ein Brief, den er aus der Haftanstalt an Özay Sahin in Berlin geschickt hatte.