Autor und Regisseur Neil Armfield sagt über den Film:
"Candy zeigt, dass ausgerechnet die begehrenswertesten und attraktivsten Dinge im Leben gleichzeitig die Gefährlichsten sein können. Das Anziehende an Candy ist, dass sie bereit ist, den ganzen Weg zu gehen. Als sie sich das erste Mal einen Schuss setzt und fast daran stirbt, ist ihre erste Reaktion 'Ich will mehr davon.' Risiko hat etwas Unwiderstehliches. Die verbotene Frucht zu essen, das Spiel mit dem Teufel, das alles untermauert die Geschichte von Candy. Diese Gefahr verleiht dem offensichtlich langweiligen Leben Profil und Spannung – und genau sie kann auch alles wieder zerstören.
Luke Davies und ich haben versucht, der Gesellschaft unter die Haut zu gehen, um zu zeigen was Abhängigkeit bedeutet. Im Grunde genommen zeigt der Film, dass jeder von uns ein Junkie sein könnte. Dan und Candy, die eigentlich alle Voraussetzungen für ein schönes Leben haben, streben das an, was wir alle wollen: Die wunderbaren Dinge des Lebens genießen und alles Graue und Langweilige daraus verbannen. Aber da ist auch ein mystischer Gedanke hinter der Geschichte: Heroinabhängigkeit ist ein Verbrechen gegen die Natur. Sie kommt von dem Wunsch, die Zeit anzuhalten. Im Leben gibt es nun mal Höhen und Tiefen, und Dan und Candy sind abhängig von den Höhen. Das Problem ist, dass man versucht, alles künstlich nach oben zu pushen. Daran stirbt man zwangsläufig, denn es gibt nun mal den normalen Gang der Dinge, wie Geben und Nehmen, Aufsteigen und Fallen - und wir müssen lernen, damit zu leben."