"Quand j'étais chanteur" - das ist der französische Originaltitel des Films, und es ist der Titel des Liedes von Chansonnier Michel Delpech, das dieser 1975 schrieb. Dieses Chanson inspirierte den Filmemacher zu seinem Werk, ebenso wie Les Paradis Perdus des Sängers Christophe. Beide Künstler haben auch ihren Beitrag zur Filmmusik.
Nachdem in Xavier Giannoli der Wunsch gereift war, einen Film über einen Ballsänger zu drehen, begab er sich nach Clermont-Ferrand und recherchierte in dortigen Tanzhallen. Dabei traf er auf Alain Chanone, der beruflich auf Tanzveranstaltungen singt und in der überschaubaren Stadt eine gewisse Berühmtheit genießt.
Der Sänger liebt es, mit seinen Chansons das Publikum zu unterhalten und zum Tanzen zu animieren. Der Regisseur hatte Chanone bei seinen Auftritten begleitet und gefilmt, befragte ihn zu den Details seiner Tätigkeit und ließ auch seinen Blick in die Umgebung Chanones schweifen.
Dabei verschaffte sich der Filmemacher Einblicke in die Szene, mit deren Hilfe er die Geschichte in "Chanson d'Amour" umsetzt. Darüber hinaus hatte ihn die Persönlichkeit des Chanteur de bal derart beeindruckt, dass er seine von Gérard Depardieu gespielte Hauptfigur deutlich an Chanone anlehnte.
Dennoch ist der Film keine Biographie oder Milieustudie, sondern erzählt eine eigenständige, fiktionale Geschichte. "Was mich interessierte, war, die Würde und die Schönheit sichtbar zu machen, die diese Welt ausstrahlt", erklärt Giannoli seine Intention.