Regisseur Alfonso Cuarón entdeckt in den unterschiedlichsten Geschichten seine Stoffe mit großem Kinopotenzial: Ob sozialkritisches Gesellschaftsdrama, düsterer Krimi, Kinderklassiker, die moderne Version von Charles Dickens, ein einfühlsames Roadmovie oder ein mystischer Blockbuster. All seine Filme zeigen die unverkennbare Handschrift eines Regisseurs, der jedes Mittel des Mediums nutzt, um seine Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Auf gewisse Weise erzählt jede dieser Geschichten immer auch ein wenig über Cuarón selbst.
Auch sein jüngstes Projekt, die Adaption von "The Children of Men" der britischen Autorin P.D. James (deutscher Titel: "Die Stadt der leeren Häuser"), behandelt ein Thema, das den in Mexiko geborenen Regisseur immer wieder beschäftigt: Glaube, Liebe, Hoffnung.
Dazu sagt er: "Meine Filme spiegeln meine Sicht der Dinge, dazu gehört, dass ich ein hoffnungsvoller Mensch bin. Die Menschheit besitzt ein bemerkenswertes Talent zur Zerstörung. Zugleich sind wir aber auch fähig zur Solidarität und der gemeinsamen Lösung von Problemen. Letztlich geht es in 'Children of Men' weniger um die menschliche Destruktion als vielmehr darum, wie Ideologien das Urteilsvermögen und das Handeln der Menschen bestimmen."
Cuarón kam erst recht spät zu diesem Projekt. Entdeckt wurde der Roman von Produzentin Hilary Shor, die vor neun Jahren die Filmrechte mit ihrer neugegründeten Firma "Hit and Run Productions" erwarb. "Es war das erste Buch, dessen Rechte ich erworben habe", erinnert sich Shor, "die Realisation hat sehr lange gedauert. Aber es waren wunderbare neun Jahre, dieses Projekt auf die Leinwand zu bringen".
Auch Produzent Marc Abraham von "Strike Entertainment" war ein Fan des Romans, den ihm ein Freund als Vorlage für einen Kinofilm vorgeschlagen hatte. Als er erfuhr, dass die Filmrechte bereits vergeben waren, setzte er sich mit Shor zusammen, um die Adaption gemeinsam zu realisieren.