Wohl jeder, der sich mit der Materie beschäftigt, wird es bestätigen: Film ist ein hartes Geschäft, und Humor im Film erst recht. Ein guter Gag will erarbeitet, er will geplant sein, um zu funktionieren. Autorin und Regisseurin Debbie Isitt hingegen setzt auf Improvisation und damit aufs falsche Pferd.
Das liegt erstmal am Objekt: Der Markt an Realtyshows um Hochzeiten ist längst abgeebbt, und auch die drei gewählten Subthemen sind begrenzt originell. Während die Nudisten und Musical-Liebhaber noch Ansätze für einige lustige Ideen bieten, sind die Tennisspieler uninteressante Lückenbüßer.
Die vom rudimentären Skript nur grob skizzierten Charaktere wären von hochkarätigen Vollblutkomikern vielleicht plastischer gestaltet worden, doch die Besetzung, fast durchgängig bekannte Gesichter aus britischen Sitcoms, lässt die Figuren blass aussehen. Das Pärchen Hochzeitsplaner bringt zwar rosa Farbkleckse hinzu, doch viel mehr als schwule Abziehbilder aus einem Tuntenmagazin bieten auch sie nicht. Und schließlich filtert die deutsche Synchro auch noch einen Teil des verbleibenden Wortwitzes aus.
Der Film bietet durchaus reizvolle Momente, manchmal komische, hin und wieder skurrile, öfters aber auch nervige. Im TV-Format hätte das wohl ausgereicht, als abendfüllender Spielfilm ist der Streifen wohl eher für Kenner und Fans besagter Serien befriedigend.