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Death Sentence - Todesurteil

USA, 2007
Actiondrama, 102 Minuten, FSK: 18

Originaltitel
Death Sentence

Kino-Start
13.09.2007

Regie
James Wan

Darsteller
Kevin Bacon (Nick Hume), Kelly Preston (Helen Hume), Stuart Lafferty (Brendan Hume), Zachary Dylan Smith (Brendan als Junge), John Goodman (Bones Darly), Garrett Hedlund (Billy Darly), Aisha Tyler (Detective Wallis), Matt O'Leary (Joe Darly), Leigh Whannell (Spink), Yorgo Constantine (Michael Behring), Edi Gathegi (Bodie), Jordan Garrett (Lucas Hume)
Death Sentence - Todesurteil - Kinoplakat
"Ein Mann sieht rot" war der deutsche Titel eines Thrillers aus dem Jahr 1974, in dem Charles Bronson unbarmherzig seine Familie rächt. Vorlage war der Roman "Death Wish" von Brian Garfield, dessen Sequel als Basis für "Death Sentence - Todesurteil" diente. Diesmal ist es Kevin Bacon, der auf eigene Faust einen erbitterten Rachefeldzug startet.

Bisher war Nick Hume (Kevin Bacon) vom Glück verwöhnt: Der Manager einer florierenden Firma ist mit der attraktiven Helen (Kelly Preston) verheiratet und hat mit Brendan (Stuart Lefferty) und Lucas (Jordan Garrett) zwei wohlgeratene Söhne. Brendan spielt erfolgreich Eishockey in seiner Highschool-Mannschaft, und sein stolzer Vater wohnt all seinen Einsätzen bei. Nach einem solchen Match ist Nick mit ihm im Auto auf der Heimfahrt und fährt eine Tankstelle an. Just in diesem Moment wird das Geschäft von einer Bande überfallen, und dabei kommt nicht nur der Kassierer ums Leben, auch Brendan wird tödlich verletzt.

Bei einer Gegenüberstellung erkennt Nick in dem jungen Joe Darly (Matt O'Leary) einen der Täter wieder, dem er noch die Maske vom Kopf hat reißen können. Doch die Genugtuung scheint sich nicht einstellen zu sollen, da es sich bei der Tat nicht um einen gewöhnlichen Raubüberfall, sondern stattdessen um eine Art Mutprobe gehandelt hat - und damit steht dem Verdächtigen ein eher geringes Strafmaß bevor.

So fasst Nick einen Plan, wie er den Täter doch noch einer nach seinem Empfinden gerechten Strafe zuführen kann: Bei der Verhandlung gibt er an, den Angeklagten nicht mit Sicherheit identifizieren zu können. Doch der kann sich seiner unerwarteten Freiheit nicht lange erfreuen: Bei der nächsten Begegnung ersticht Nick den jungen Mann, der am Tod seines Sohnes beteiligt war.

Damit bringt er allerdings die übrige Bande gegen sich auf, insbesondere deren Anführer, Joes älteren Bruder Billy (Garrett Hedlund), und dessen Vater Bones (John Goodman), ein Drogen- und Waffenhehler. Alarmiert wird Nick durch ein Foto seiner Familie, bei dem alle Köpfe durchgestrichen wurden. Detective Wallis (Aisha Tyler) gewährt ihm und seiner Familie daraufhin Polizeischutz. Doch die beiden Beamten, die vor seinem Haus Wache stehen, werden nachts in ihrem Einsatzwagen ermordet, die Bande dringt in das Haus der Humes ein, und trotz erbitterter Gegenwehr wird Helen getötet, und Lucas fällt ins Koma.

Als Nick schwerverletzt im Krankenbett aufwacht und von Wallis das ganze Ausmaß erfährt, fasst er einen Entschluss: Jedes einzelne Mitglied der Gang soll für seinen Verlust büßen! In Brendans Lederjacke, den Kopf kahlgeschoren, macht Nick sich auf zu einem unerbittlichen Rachefeldzug...



Film-Inhalt  


Nick Hume (Kevin Bacon) versucht seinen Sohn Brendan (Stuart Lafferty) zu retten
Nick Hume (Kevin Bacon) versucht seinen Sohn Brendan (Stuart Lafferty) zu retten


  Hintergrund


Nich mit Helen (Kelly Preston) und Lucas (Jordan Garrett) am Grab
Nich mit Helen (Kelly Preston) und Lucas (Jordan Garrett) am Grab

Eine der Spektakulärsten Actionszenen in "Death Sentence - Todesurteil" ist eine dreiminütige Verfolgungsjagd zu Fuß durch die Straßen von Columbia, in der die Gang von Darley hinter Kevin Bacon alias Nick herhetzt, und die in einem tödlichen Finale in einem Parkhaus gipfelt. Regisseur James Wan hatte sich entschlossen, die gesamte Sequenz in einem durchzudrehen, ohne einen einzigen Schnitt.

Das Team musste diesen Ablauf minutiös planen und war eine ganze Zeit mit den Vorbereitungen beschäftigt. Während Bacon die verschiedenen Parkdecks erklimmt und dabei die Alarmanlagen der Autos auslöst, um seine Verfolger abzuschütteln, wird er ständig von einer Kamera verfolgt, während eine andere Kamera im Wechsel zu seinen Gegnern schwenkt. Dabei wurde die Kamera wie bei einem Staffellauf von einem zum nächsten weitergereicht.

"Wir setzten sechs verschiedene Kameraschwenker, zwei Kräne und einige sehr ungewöhnliche Techniken ein", erläutert Andrew Sugerman, der als Unit Production Manager diese Aktionen koordinierte. "Wir haben sogar ein Handkamera-System entwickelt, das leicht genug für diese Art von Einstellung ist und von einem Schwenker zum nächsten weitergereicht werden konnte – ohne dass der Zuschauer es bemerkt."



Der 1977 in Kuching auf Borneo geborene James Wan ist chinesischer Abstammung. Er wuchs im australischen Perth auf und war bereits als Kind entschlossen, einmal Filme zu machen. So schrieb er sich als jüngster Student am Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) ein und absolvierte den renommierten Kurs für Medienkunst. Dort traf er auf Leigh Whannell, mit dem er später viele Filmprojekte verwirklichte. Dazu gehört die international höchst erfolgreiche Horrorfilm-Reihe "Saw", zu der Whannell das Drehbuch schrieb.

Um für ihren gemeinsamen Film "Saw" Financiers zu finden, drehten sie einen 8-minütigen Teaser, in dem Whannell wie später auch im Kinofilm die Hauptrolle spielte. Der Plan ging auf, in Gregg Hoffman fanden sie einen begeisterten Produzenten, und binnen eines Jahres war der fertige Spielfilm im Kasten.

"Death Sentence - Todesurteil" ist der erste klassische Actionthriller von James Wan. "Ich war immer ein großer Fan der klassischen Rachefilme aus den Siebzigern und frühen Achtzigern", gesteht er. "Als sich die Möglichkeit dazu ergab, griff ich folglich zu."



Der Regisseur  


Bones Darly (John Goodman) im Streit mit Billy (Garrett Hedlund)
Bones Darly (John Goodman) im Streit mit Billy (Garrett Hedlund)

  Interview mit James Wan


Ein Mann sieht rot: Nick ist zur Rache bereit
Ein Mann sieht rot: Nick ist zur Rache bereit

War es eine bewusste Entscheidung, ein anderes Genre anzugehen?

Ich glaube, ein guter Anteil an dem Entschluss ist, dass es mir erlaubt, eingefahrene Gleise zu verlassen und etwas anderes zu machen als die Horrorfilme, für die ich wohl bekannt bin - ich wollte einfach einen Film in einem anderen Genre angehen, das ich liebe.

Was ist das Hauptmotiv, das Sie versuchen, mit diesem Film rüberzubringen?

Der Grund, warum ich dieses Projekt wirklich mag, ist, weil ich fühlte, dass es eine tolle Reflexion der Gesellschaft ist, in der wir gerade leben. Wir haben all diese Verrücktheit, die in der Welt vorgeht. Ich empfinde, dass es in dem Film eine Menge sozialpolitische Stellungnahme gibt, und ich denke, viele von uns können sich mit einer Geschichte über einen Mann identifizieren, dem Unrecht geschehen ist, und der hinausgeht und versucht, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen. Doch ich will nicht, dass man es nicht nur als Story über unverhüllte Rache. Dieser Kerl muss erkennen, welche Auswirkungen das hat, was er tut. Man kann eben nicht rausgehen und das Gesetz in die eigene Hand nehmen, und dann hoffen, dass man damit davonkommen kann.

Welcher Aspekt der Verfolgungsjagd-Sequenz war Ihnen wichtig?

Ich wollte eine Actionszene drehen, die ein furchterregendes Gefühl vermittelt, also sollte die Verfolgungsjagd ziemlich lang werden, jedoch ohne den Schnickschnack der konventionellen Actionfilme. Das Ganze wurde sehr bedächtig gefilmt, im Guerillastil aus der Hüfte, um einen Eindruck von Dokumentation zu vermitteln. Gleichzeitig wollte ich es andersartig machen, ich wollte nicht, dass einfach nur die Schlechten die Guten jagen. Ich wollte es ein bisschen auf dieses nächste Level bringen.

Was fanden Sie am Drehbuch anziehend?

Eines der Dinge, die mich daran faszinierten war die Figur des Nick Hume, den Kevin Bacon spielt. Was ich an dieser Rolle mochte, war, dass ich fühlte, mit ihm interessante Sachen anzustellen, weil er ein breites Spektrum der Persönlichkeit hat. Er beginnt als der alltägliche Ehemann und Vater, der klassische Büromensch, und während die Story fortschreitet, fängt seine ganze Welt an zu wanken. Am Ende des Films verwandelt er sich letzten Endes körperlich und sieht aus wie die Bandenmitglieder. Das ist es, glaube ich, was den Film so cool macht.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Death Sentence - Todesurteil" in der Regie von James Wan liefen am 13.09.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zimmer 1408
Horror-Thriller, USA, 2007

Yella
Romantik-Drama, Deutschland, 2007

Tödliche Verbindungen
Krimi-Komödie, Deutschland, 2006

Sisters in Law
Dokumentation, England, Kamerun, 2005

Salvador - Kampf um die Freiheit
Drama, Spanien, England, 2007

Rezept zum Verlieben
Komödie, USA, 2007

Paulas Geheimnis
Familienfilm, Deutschland, 2007

Mit Mistgabel und Federboa - Farmer John
Dokumentation, USA, 2005

Könige der Wellen
Animation, USA, 2007

Ein Mutiger Weg
Thriller-Drama, USA, England, 2007

Die Regeln der Gewalt
Krimidrama, USA, Kanada, 2007

Ebenfalls im Kino 




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