War es eine bewusste Entscheidung, ein anderes Genre anzugehen?
Ich glaube, ein guter Anteil an dem Entschluss ist, dass es mir erlaubt, eingefahrene Gleise zu verlassen und etwas anderes zu machen als die Horrorfilme,
für die ich wohl bekannt bin - ich wollte einfach einen Film in einem anderen Genre angehen, das ich liebe.
Was ist das Hauptmotiv, das Sie versuchen, mit diesem Film rüberzubringen?
Der Grund, warum ich dieses Projekt wirklich mag, ist, weil ich fühlte, dass es eine tolle Reflexion der Gesellschaft ist, in der wir gerade leben. Wir haben
all diese Verrücktheit, die in der Welt vorgeht. Ich empfinde, dass es in dem Film eine Menge sozialpolitische Stellungnahme gibt, und ich denke, viele von
uns können sich mit einer Geschichte über einen Mann identifizieren, dem Unrecht geschehen ist, und der hinausgeht und versucht, das Gesetz in die eigenen
Hände zu nehmen. Doch ich will nicht, dass man es nicht nur als Story über unverhüllte Rache. Dieser Kerl muss erkennen, welche Auswirkungen das hat, was er
tut. Man kann eben nicht rausgehen und das Gesetz in die eigene Hand nehmen, und dann hoffen, dass man damit davonkommen kann.
Welcher Aspekt der Verfolgungsjagd-Sequenz war Ihnen wichtig?
Ich wollte eine Actionszene drehen, die ein furchterregendes Gefühl vermittelt, also sollte die Verfolgungsjagd ziemlich lang werden, jedoch ohne den
Schnickschnack der konventionellen Actionfilme. Das Ganze wurde sehr bedächtig gefilmt, im Guerillastil aus der Hüfte, um einen Eindruck von Dokumentation zu
vermitteln. Gleichzeitig wollte ich es andersartig machen, ich wollte nicht, dass einfach nur die Schlechten die Guten jagen. Ich wollte es ein bisschen auf
dieses nächste Level bringen.
Was fanden Sie am Drehbuch anziehend?
Eines der Dinge, die mich daran faszinierten war die Figur des Nick Hume, den Kevin Bacon spielt. Was ich an dieser Rolle mochte, war, dass ich fühlte, mit
ihm interessante Sachen anzustellen, weil er ein breites Spektrum der Persönlichkeit hat. Er beginnt als der alltägliche Ehemann und Vater, der klassische
Büromensch, und während die Story fortschreitet, fängt seine ganze Welt an zu wanken. Am Ende des Films verwandelt er sich letzten Endes körperlich und sieht
aus wie die Bandenmitglieder. Das ist es, glaube ich, was den Film so cool macht.