Martin Luther King ist eine Symbolfigur im Kampf gegen die Diskriminierung Schwarzer in den USA. Am 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia geboren, half er nach der Schulzeit seinem Vater, einem Prediger an der Baptistenkirche. Während seiner Zeit am College erkannte King seine Begabung für das Reden und studierte Theologie. Nach seinem Abschluss an der Universität promovierte er 1955 in Philosophie und nahm er eine Stelle als Pastor in Montgomery, Alabama.
In dieser zu rund einem Drittel von Schwarzen bevölkerten Stadt kam es zu einem Eklat, weil die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks verhaftet wurde, weil sie sich weigerte, in einem Linienbus einem Weißen Platz zu machen. Daraufhin wurde die Buslinie von den Schwarzen boykottiert. Der über ein Jahr andauernde Boykott wurde von einem Kommitee organisiert, dem Martin Luther King vorstand.
Dieser landes- und teilweise weltweit beachtete Boykott führte zu einem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen die Rassentrennung und bescherte King enorme Popularität, der daraufhin quer durch das Land reiste und hunderte von Reden gegen die Rassendiskriminierung hielt. Bis in die 1960er Jahre hinein wurden immer mehr Boykotts und Blockaden organisiert, doch die Absicht, die Ziele gewaltfrei zu erreichen, wurde immer wieder unterlaufen.
Im Jahr 1964 konnte King zwei Triumphe feiern: Der Civil Rights Act gelangte zur Durchsetzung, und er erhielt den Fiedensnobelpreis. Durch seine exponierte Rolle war Martin Luther King aber auch immer wieder das Ziel von Widerstand. Er wurde über 30 Mal verhaftet und überlebte zwei Bombenanschläge. Am 4. April 1968 wurde er auf den Balkon seines Motelzimmers in Memphis erschossen.
Als Täter wurde der mehrfach vorbestrafte James Earl Ray verurteilt, doch seine alleinige Täterschaft wurde von ihm selbst bis zu seinem Tode bestritten, und so kursieren bis heute diverse Verschwörungstheorien, bei denen Regierungskreisen, dem FBI und der Mafia eine Rolle zugesagt wird.