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Der Wind

Argentinien, Spanien, 2005
Drama, 100 Minuten

Originaltitel
El Viento

Kino-Start
12.10.2006

Regie
Eduardo Mignogna

Darsteller
Federico Luppi (Frank Osorio), Antonella Costa (Alina Osorio), Pablo Cedrón (Miguel Dufour), Mariana Briski (Gaby), Esteban Meloni (Diego), Ricardo Díaz Mourelle (Kommissar)
Der Wind - Kinoplakat
Der Tod einer Frau führt deren Vater und Tochter nach langer Zeit zusammen - in seinem Drama "Der Wind" beschreibt der argentinische Regisseur Eduardo Mignogna den von Geheimnissen überschatteten Versuch, die losen Familienbande wieder zu festigen.

Ema Osorio hatte in Piedra Clavada, einem kleinen Dorf im Süden von Argentinien, zusammen mit ihrem Vater Frank (Federico Luppi) gelebt. Als sie stirbt, lässt der Siebzigjährige den Hund beim Nachbarn und macht sich von Patagonien auf den Weg nach Buenos Aires, um seiner Enkelin Alina (Antonella Costa) persönlich die Nachricht vom Tod ihrer Mutter zu überbringen.

Ema war nicht verheiratet und hatte zur Geburt ihrer Tochter das Dorf verlassen, um Fragen nach dem Kindsvater aus dem Wege zu gehen, denn ein uneheliches Kind ist den ehrer konservativen Bewohnern immer noch suspekt. Der alte Schafbauer, zum ersten Mal in seinem Leben in einer Großstadt, und die modern lebende 29-jährige Kinderärztin haben bislang wenig gemeinsam.

Alina muss sich zwischen zwei Männern entscheiden: Miguel Dufour (Pablo Cedrón), dem Vorgesetzten am Krankenhaus, in dem sie beschäftigt ist, und dem Programmierer Diego (Esteban Meloni). Und einer von ihnen ist Vater ihres werdenden Kindes. Bei der Entscheidung hilft ihre Freundin Gabi (Mariana Briski).

Alinas Großvater bringt nicht nur Emas Schmuck und ihre Briefe mit, sondern auch zwei Geheimnisse, die er bisher vor seiner Engelin bewahrt hatte. Das erste betrifft die Identität ihres Vaters, beim zweiten handelt es sich um ein lange zurückliegendes Vergehen...



Film-Inhalt  


Frank (Federico Luppi) auf der Reise nach Buenos Aires
Frank (Federico Luppi) auf der Reise nach Buenos Aires


  Film-Kritik


Alina (Antonella Costa) mit Liebhaber Nr. 1 Miguel Dufour (Pablo Cedrón)
Alina (Antonella Costa) mit Liebhaber Nr. 1 Miguel Dufour (Pablo Cedrón)

"Der Wind" ist ein Drama der Kontraste: Zwischen Jung und Alt, zwischen Großstadt und Landleben und zwischen Mann und Frau. Er portraitiert zwei höchst unterschiedliche Menschen, die dennoch durch Verwandtschaft und Schicksal miteinander verbunden sind.

Dabei überzeugen beide Hauptdarsteller in ihren Rollen: Federico Luppi als in der Metropole weltfremder, fast naiv wirkender Mann, der in seiner ländlichen Heimat jedoch bodenständig agiert; und Antonella Costa als verletzliche Frau, die sich ins Leben wirft und mit ihren emotionalen Entscheidungen doch große Probleme hat.

Insgesamt ein sehr emotionales, bewegendes Werk, das aber auch mit heiteren Momenten unterhält und seine Botschaft über Schuld, Sühne und das Lernen von Fehlern aus der Vergangenheit unaufdringlich durchklingen lässt.



Ganze 64 Jahre, so der Regisseur und Autor Eduardo Mignogna, habe er für "Der Wind" gebraucht - sein ganzes bisheriges Leben. Am 17. August 1940 in Buenos Aires geboren, ist er über Argentinien hinaus als Schriftsteller und Dichter bekannt geworden.

Mignognas Romane wurden vielfach ausgezeichnet, etwa "La Fuga" vom argentinischen Emecé-Verlag als Bestes Buch des Jahres 1999. Daneben erhielt er als Regisseur und Drehbuchautor eine vielzahl von Preisen, so drei Mal den spanischen Filmpreis Goya. Einer davon wurde für "La Fuga" vergeben, den Mignogna 2001 auf Basis seines Romans als Drehbuchautor und Regisseur verfilmt hatte.

Für diesen Film erhielt er gar eine Nominierung für den MTV Movie Award. Mit Federico Luppi als Hauptdarsteller hatte Mignogna 1996 bereits seinen ersten internationalen Filmerfolg gedreht: Auch "Sol de otoño" ist einer der Goya-Preisträger.



Hintergrund  


Alina und Liebhaber Nr. 2 Diego (Esteban Meloni)
Alina und Liebhaber Nr. 2 Diego (Esteban Meloni)

► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Der Wind" in der Regie von Eduardo Mignogna liefen am 12.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Ricky Bobby - König der Rennfahrer
Komödie, USA, 2006

Lucas der Ameisenschreck - Ant Bully
Animation, USA, 2006

Eine Unbequeme Wahrheit
Dokumentation, USA, 2006

Der Teufel trägt Prada
Tragikomödie, USA, 2006

Das kleine Arschloch und der alte Sack - Sterben ist scheiße
Animation, Deutschland, 2006

Angry Monk
Dokumentation, Schweiz, 2005

Absolute Wilson
Dokumentation, Deutschland, USA, 2006



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