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DOA: Dead or Alive

Deutschland, England, China, 2006
Action-Abenteuer, 83 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
DOA: Dead or Alive

Kino-Start
19.10.2006

Regie
Corey Yuen

Darsteller
Devon Aoki (Kasumi), Derek Boyer (Bayman), Sarah Carter (Helena Douglas), Collin Chou (Hayate), Steve Howey (Weatherby), Kane Kosugi (Ryu Hayabusa), Natassia Malthe (Ayane), Matthew Marsden (Maximillian Marsh)
DOA: Dead or Alive - Kinoplakat
Die Kino- und DVD-Auswertung von "Resident Evil" spülte nicht weniger als 600 Millionen Dollar in die Kasse der Constantin-Film. Grund genug für Produzent Bernd Eichinger, mit "DOA: Dead or Alive" ein weiteres Video-Spiel als abendfüllenden Spielfilm auf die Leinwand zu bringen. Und mit Cory Yuen ("The Transporter") gelang es, einen ausgesprochenen Action-Spezialisten für die Regie-Arbeit zu gewinnen.

Die vier jungen Damen - Tina (Jaime Pressly), Christie (Holly Valance), Prinzessin Kasumi (Devon Aoki) und Helena (Sarah Carter) - erhalten unter mysteriösen Umständen eine Einladung zur Teilnahme an einem Turnier "Dead or Alive", ein Wettkampf in fernöstlichen Martial-Arts-Künsten, bei dem es um Leben oder Tod geht. Als Preisgeld sollen 10 Millionen Dollar winken.

Alle Frauen dieses Quartetts sind ausgebildet in zahlreichen asiatischen Kampfkünsten und in diesen - ganz abgesehen davon, dass die vier defintiv besser aussehen - sogar den meisten ihrer männlichen Kollegen weit überlegen. Und so nehmen sie die Einladung denn gerne an; nicht nur wegen des Preisgeldes, sondern auch, weil sie mit ihren Opponenten noch aus früheren Zusammentreffen einige Rechnungen und Fragen offen haben. Doch nicht alle Teilnehmer spielen fair...



Film-Inhalt  


Ihnen liegen die Männer zu Füßen: Prinzessin Kasumi (Devon Aoki), Christie (Holly Valance), Helena (Sarah Carter), Tina (Jaime Pressly) und Ayane (Natassia Malte)
Ihnen liegen die Männer zu Füßen: Prinzessin Kasumi (Devon Aoki), Christie (Holly Valance), Helena (Sarah Carter), Tina (Jaime Pressly) und Ayane (Natassia Malte)


  Film-Kritik


Viel Feind, viel Ehr': Helena (Sarah Carter) schlägt sich durch
Viel Feind, viel Ehr': Helena (Sarah Carter) schlägt sich durch

"Sex sells" - diese, hier als Vorwurf gemeinte, uralte Feststellung richtete sich bereits vor rund zehn Jahren gegen Tomonobu Itagaki, den japanischen Schöpfer des gleichnamigen Videospiels. Und so hatten es denn die vier Drehbuchautoren um J.F. Lawton, aus dessen Feder vor einem Vierteljahrhundert immerhin "Pretty Woman" stammte, auch sichtlich schwer, eine vernünftige Story in den Film einzubauen. Das Ergebnis ist eine Samurai-Ausgabe von "Vier Engel für Charlie", die sich an den aktuellen Mainstream anhängt.

Und so ist es denn die Hauptaufgabe von Devon Aoki, Holly Valance, Sarah Carter, Jaime Pressly und Natassia Malte, gut auszusehen, was - der Natur sei Dank - mühelos gelingt, und Männer zu verprügeln, was - dem genre-erfahrenen Regisseur Cory Yuen sei Dank - dann (zumindest optisch) ebenfalls gelingt. Und wo die Ideen für Stunts und FX ausgehen, da hilft auch schon mal eine Partie Beach-Volleyball über die Längen. Je kleiner der Bikini wird, desto größer darf dann auch der logische Bruch in der Story sein, Hauptsache es regt sich was auf der Leinwand und bei den pupertierenden männlichen Jugendlichen des Zielpublikums...

"Sex sells", das wird sich auch Produzent Bernd Eichinger gesagt haben, und so wird der Streifen spätestens in der DVD-Auswertung wohl die (ohnehin überschaubaren) Produktionskosten wieder einspielen.



Die erste Version des Computerspiel "DOA: Dead or Alive" wurde von der japanische Firma Tecmo im November 1996 für die Video-Arcade-Konsole "Sega Model 2" entwickelt und kurz darauf für die Sony PlayStation und die Saturn-Konsole auf den Markt gebracht. Es folgten drei Sequels mit Versionen für die Sega Dreamcast, PlayStation2, XBox und XBox 360 und eine Nebenfolge zum Thema Beach-Volleyball.

"Dead or Alive" ist ein drei-dimensionales Kampf-Sport-Spiel, das über Joystick oder Gamepad gesteuert wird. Spiele wie "Virtua Fighter" und "Tekken" dienten beim Design als Vorlage. Die aktuelle Version ermöglicht Spiele gegen den Computer, gegen einen Mitspieler und auch Gruppen-Kämpfe mit bis zu vier Spielern.

Die hinter dem Spiel stehende Story ist - selbst im Genre-Vergleich - relativ dünn: Es geht darum, die Spiel-Charaktere in verschiedenen Kampfsportarten zu trainieren und sodann sich in Wettkämpfen zu messen. Den Spielermachern wurde gelegentlich vorgeworfen, sich mehr auf die optische Ausgestaltung der üppigen weibliche Charaktere und die Animation derer Oberweiten, als um eine schlüssige Story bemüht zu haben.

Zwei weitere "Dead or Alive" - Spiele für die XBox 360 sind bereits angekündigt: Etwa zeitgleich mit dem Kinostart von DOA kommt "Dead or Alive Xtreme 2" in den Handel. Noch ohne Starttermin ist "Dead or Alive: Code Chronos". Und letzteres klingt doch irgendwie nach einem idealen Filmtitel für ein Sequel des hier besprochenen Films, oder?!



Hintergrund  


Hoch das Bein: Tina (Jaime Pressly) bringt Zack (Brian White) auf Zack
Hoch das Bein: Tina (Jaime Pressly) bringt Zack (Brian White) auf Zack

► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "DOA: Dead or Alive" in der Regie von Corey Yuen liefen am 19.10.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zaïna - Königin der Pferde
Abenteuer-Drama, Frankreich, Marokko, 2004

Wie Luft zum Atmen
Musik-Dokumentation, Deutschland, Georgien, 2005

Sommer ´04
Drama, Deutschland, 2006

Shortbus
Drama, USA, 2006

Nacho Libre
Komödie, USA, 2006

Jede Sekunde zählt - The Guardian
Action, USA, 2006



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