Als das Musical "Dreamgirls" in den frühen 1980ern unter der Inszenierung von Michael Bennett auf einer Bühne am Broadway das Licht der Welt erblickte, war es eine äußerst ungewöhnliche Produktion: Zum einen war das Stück von einem visuellen Standpunkt aus gesehen anders als alles, was bis dahin am Broadway zu sehen gewesen war, aber darüber hinaus war es ein intensives menschliches Drama, und die bewegenden Songs verlieh dem Musical-Theater der damaligen Zeit neue Impulse.
"Musicals haben etwas Ursprüngliches an sich", sagt Autor und Regisseur Bill Condon, der damals am Eröffnungsabend mit einigen Freunden in einer der hinteren Reihen saß und fasziniert war. "Sie gehen einem unter die Haut auf eine Art und Weise, wie es geradlinige Dramen nicht vermögen. Die Gefühle, die durch die Lieder vermittelt werden, machen 'Dreamgirls' zu einer zutiefst emotionalen Erfahrung."
Die Story ist in Detroit angelegt, Amerikas Motor City, wo die afro-amerikanische Musik kurz davor steht, den Durchbruch ins Mainstream der US-Musikszene zu schaffen. "Die Geschichte spielt in den 60er und 70er Jahren, die eine Periode riesiger sozialer und politischer Veränderungen waren", so Condon, "In den Figuren von 'Dreamgirls' spiegeln sich diese Umwälzungen wider."
Nicht nur die Musik befand sich im Umbruch, sondern auch das gesamte Land. "Dieser Film spielt in einer sehr spezifischen Zeit der Geschichte, der beginnenden Urbanisierung der Musik", fügt Schauspieler Danny Glover hinzu.