KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Dunkelblaufastschwarz

Spanien, 2006
Drama, 105 Minuten

Originaltitel
Azuloscurocasinegro

Kino-Start
21.06.2007

Regie
Daniel Sánchez Arévalo

Darsteller
Quim Gutiérrez (Jorge), Marta Etura (Paula), Antonio de la Torre (Antonio), Héctor Colomé (Andrés), Raúl Arévalo (Israel), Eva Pallarés (Natalia), Manuel Morón (Fernando), Ana Wagener (Ana), Roberto Enríquez (Roberto), Natalia Mateo (Schauspiellehrerin)
Dunkelblaufastschwarz - Kinoplakat
Daniel Sánchez Arévalo war bislang vorwiegend als Drehbuchautor für spanische TV-Serien tätig. Sein Regiedebüt "Dunkelblaufastschwarz" brachte ihm gleich einen ganzen Haufen an Ehrungen ein, darunter auf dem Filmfestival in Venedig den Preis der UAAR und das Europa Cinemas Label sowie den Goya als bester Nachwuchsregisseur.

Ein Mietshaus in einem Madrider Wohnviertel: Obwohl er sich zu Höherem berufen fühlt, hatte der 25-jährige Jorge Mateo (Quim Gutiérrez) schon seit geraumer Zeit die Arbeit seines Vaters Andrés (Héctor Colomé) als Hausmeister fortführen müssen, nachdem dieser durch einen Schlaganfall arbeitsunfähig und pflegebedürftig geworden war.

Während er sich mit den Problemen in dem Mietshaus und dem Müll seiner Bewohner herumschlagen muss, kümmert er sich um die Krankenpflege bei seinen nicht immer einfachen Vater und ist immer noch bemüht, nebenher auch noch sein Studium abzuschließen, um endlich Karriere in einem besser bezahlten Beruf machen zu können. Doch sind bisher seine Bewerbungen wenig erfolgreich gewesen.

Zusammen mit seinem besten Freund Israel (Raúl Arévalo) vertreibt er sich die Zeit auf dem Dach, wo sie über das reden, was bisher in ihrem Leben so schiefgelaufen ist. Dabei stellt sich heraus, dass nicht nur Jorge seine familiären Probleme hat.

Israel, der sich ein Vergnügen daraus macht, von dort oben seine Nachbarn zu beobachten, staunt nicht schlecht, als er seinen so aufrechten Herrn Vater dabei fotografiert, wie dieser im gegenüberliegenden Massagesalon höchst delikate Dienste in Anspruch nimmt.

Eine weitere Bezugsperson in Jorges Leben ist Nachbarin Natalia (Eva Pallarés). Von Kindheit an sind sie befreundet, und Natalia ist in ihn verliebt. Allmählich scheint sich daraus mehr zu entwickeln, doch dann wird Jorge mit einem befremdlichen Ansinnen konfrontiert:

Sein älterer Bruder Antonio (Antonio de la Torre) sitzt im Gefängnis, wo er sich in Paula (Marta Etura) verliebt hat. Diese wünscht sich von Antonio ein Kind, um in den besser geschützten Trakt für Mütter verlegt zu werden, da sie sehr unter den Angriffen ihrer Mitgefangenen leidet. Doch Antiono ist zeugungsunfähig, und so bittet er seinen Bruder, Paula an seiner statt zu schwängern...



Film-Inhalt  


Kein leichter Fall: Andrés (Héctor Colomé) und Jorge Mateo (Quim Gutiérrez)
Kein leichter Fall: Andrés (Héctor Colomé) und Jorge Mateo (Quim Gutiérrez)


  Hintergrund


Knastliebe: Antonio (Antonio de la Torre) und Paula (Marta Etura)
Knastliebe: Antonio (Antonio de la Torre) und Paula (Marta Etura)

Vor seinem ersten Kinofilm hatte Drehbuchautor und Regisseur Daniel Sánchez Arévalo trotz der vielen Auszeichnungen für seine bisherigen Werke doch einen gewissen Respekt: "Was mich vor meiner Regiearbeit vor allem beschäftigt hat, war nicht die Angst davor, nicht bereit zu sein, sondern mich nicht bereit zu fühlen", beschreibt Arévalo seine Empfindungen. "Ich musste das Gefühl haben, dass ich wirklich in der Lage bin, diese langen Monate harter Arbeit durchzustehen ohne aufzugeben, ohne dem Druck zu erliegen, und eine gute Arbeit abliefern zu können."

José Antonio Félez, der "Dunkelblaufastschwarz" produzierte, hatte ihm ein Angebot gemacht, bevor ein Drehbuch oder auch nur eine Handlung existierte - für ein Spielfilmdebüt durchaus ungewöhnlich. Doch nachdem er ihn bereits während der Arbeiten zu "La Culpa del alpinista" kennengelernt hatte, war er von der Arbeit des Filmemachers überzeugt.

Dazu der Regisseur: "Wichtig ist der Glaube, dass Menschen zu dir stehen und dir helfen werden, das Ziel zu erreichen. Während der Regiearbeit zu meinem ersten Spielfilm war die Unterstützung, die ich in künstlerischer und technischer Hinsicht erhielt, unverzichtbar. Ich war von Menschen umgeben, die von Anfang an an mich glaubten und zu denen ich eine enge Beziehung entwickelte. So fühlte ich mich am Set wie zu Hause."



Der am 24. Juni 1970 in Madrid geborene Daniel Sánchez Arévalo wollte eigentlich Börsenmakler werden, doch der Apfel fällt schließlich nicht weit vom Stamm: Sowohl Mutter wie auch Stiefvater sind Schauspieler - und bekamen beide in "Dunkelblaufastschwarz" eine Rolle.

Zunächst schien jedoch seine Karriere in eine andere Richtung zu deuten. So studierte er zunächst fünf Jahre lang Betriebswirtschaft, entdeckte dann sein episches Talent und begann 1993 mit dem Schreiben von Drehbüchern für das spanische Fernsehen.

Ein Fulbright-Stipendium ermöglichte ihm, an der Columbia University New York zu studieren, die er mit dem MFA (Master of Fine Arts) in Filmwirtschaft abschloss. Nach seiner Rückkehr nach Spanien folgten eine Reihe von Kurzfilmen, wobei "Exprés" (2003) für den Goya nominiert wurde und "Física II" es (2004) es gar in die Vorauswahl für den Oscar schaffte.

Auch sein letzter Kurzfilm, bevor Arévalo "Dunkelblaufastschwarz" in Angriff nahm, wurde vielfach gewürdigt. So lief "La culpa del alpinista" bei der offiziellen Auswahl "Corto Cortissimo" auf den Filmfestspielen in Venedig.



Der Debütant  


Jorge mit Freundin Natalia (Eva Pallarés)
Jorge mit Freundin Natalia (Eva Pallarés)
► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Dunkelblaufastschwarz" in der Regie von Daniel Sánchez Arévalo liefen am 21.06.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Verführung von Engeln - Kurzfilme von Jan Krüger
Kurzfilm-Sammlung, Deutschland, Holland, 2000-2007

Shrek der Dritte
Animation, USA, 2006

Obaba
Drama, Deutschland, Spanien, 2006

Die Fährte des Grauens - Primeval
Horrorthriller, USA, 2007



KINO

morgen