Star Trek - unendliche Weiten. Ein ganzes Universum, das nicht nur zahlreiche Besatzungen in diversen Serien und Filmen erforscht haben, sondern auch ein Universum, das Fans in ihrer Phantasie weiterleben lassen. Nicht wegzudenken aus diesem Universum sind die Klingonen - eine Rasse robuster Weltraumkrieger, die anfangs den Erdlingen in erbitterter Feindschaft gegenüberstanden, später aber auch unter der Besatzung der Enterprise zu sehen waren. Für den ersten Kinofilm zur Serie 1979 wurde Sprachwissenschaftler Marc Okrand beauftragt, für die Klingonen eine eigene Sprache zu entwickeln.
In den Dialogen mit den Vertretern des Weltraumvolkes wurden die ersten eigenständigen Vokabeln gesprochen, und für den Nachfolger "Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock" (The Search For Spock) verfeinerte Okrand seine Klingonensprache weiter. Doch die Trekkies wären nicht was sie sind, wenn sie einem einzelnen Wissenschafler ein solches Feld allein überließen: Jährlich trifft sich das "Klingonische Spracheninstitut" (KLI), um dessen Schöpfung zu diskutieren und zu vertiefen.
Mit dieser Kunst-Sprache eng verbunden ist auch Michael Dorn. Der Schauspieler - erstmals 1976 in Rocky I zu sehen - ist wohl der bekannteste Vertreter der klingonischen Rasse. Als Lieutenant Commander Worf war er Offizier der Sternenflotte und erschien regelmäßig in den Serien "Next Generation" und "Deep Space Nine", aber auch in Kinofilmen wie "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" (The Undiscovered Country). Das Klingonisch wurde derart weiterentwickelt, dass unter Regie der Paramount ein Wörterbuch "The Klingon Dictionary" erschienen ist.
Auf diversen Internetseiten kann man es in Sprachkursen lernen, sich in Blogs auf klingonisch unterhalten, von denen Robyn Stewart einen betreibt, und immer mehr Werke (irdischer) Weltliteratur sind mittlerweile in Klingonisch erschienen. So hat der Web-Programmierer Andrew Strader ganze Shakespeare-Werke übersetzt. Auch der Psychologe und Science-Fiction-Autor Lawrence M. Schoen kommt als Vertreter des Klingonischen Sprachen-Instituts zu Wort.
Schließlich beschränkt sich die Kultur der Klingonen nicht nur auf die Sprache, und so ist auch die Musik ein Thema in der großen Gemeinde der Klingonenfans. Zu deren Vertretern gehört auch Rich Yambell, hauptberuflich Ingenieur bei dem IT-Unternehmen EMC, hat als "Captain Krankor" gar die klingonische Nationalhymne geschrieben.