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Earthlings

USA, 2005
Dokumentation, 70 Minuten

Originaltitel
Earthlings: Ugly Bags of Mostly Water

Kino-Start
23.11.2006

Regie
Alexandre O. Philippe

Darsteller
Michael Dorn, Marc Okrand, Rich Yampell, Robyn Stewart, Roger Cheesbro, Michael Oetting, Mark Shoulson, Alec Speers, Dr. d'Armond Speers, Andrew Strader, Eric Andeen, Alan Anderson, Carey Anderson, Heather Myers, Dr. Lawrence M. Schoen, Lionel Mark Smith, Agnieszka Solska, Tad Stauffer, Meghan Strader, David Trimboli, Louise Whitty, Rachel Wyman, Eric Zay
Earthlings - Kinoplakat
Was weder den "Frogs" aus "Raumschiff Orion" noch den "Romulanern" als Gegner der Enterprise vergönnt war, haben die Klingonen schließlich geschafft: Sie haben die Erde erobert. Sei es Google, oder Wikipedia, ob auf Windows-PC oder Apple Mac - für jedes dieser Systeme gibt es eine eigene Version dieser Weltraum-Spezies. In seinem Film "Earthlings" hat Alexandre O. Philippe das Phänomen untersucht.

Star Trek - unendliche Weiten. Ein ganzes Universum, das nicht nur zahlreiche Besatzungen in diversen Serien und Filmen erforscht haben, sondern auch ein Universum, das Fans in ihrer Phantasie weiterleben lassen. Nicht wegzudenken aus diesem Universum sind die Klingonen - eine Rasse robuster Weltraumkrieger, die anfangs den Erdlingen in erbitterter Feindschaft gegenüberstanden, später aber auch unter der Besatzung der Enterprise zu sehen waren. Für den ersten Kinofilm zur Serie 1979 wurde Sprachwissenschaftler Marc Okrand beauftragt, für die Klingonen eine eigene Sprache zu entwickeln.

In den Dialogen mit den Vertretern des Weltraumvolkes wurden die ersten eigenständigen Vokabeln gesprochen, und für den Nachfolger "Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock" (The Search For Spock) verfeinerte Okrand seine Klingonensprache weiter. Doch die Trekkies wären nicht was sie sind, wenn sie einem einzelnen Wissenschafler ein solches Feld allein überließen: Jährlich trifft sich das "Klingonische Spracheninstitut" (KLI), um dessen Schöpfung zu diskutieren und zu vertiefen.

Mit dieser Kunst-Sprache eng verbunden ist auch Michael Dorn. Der Schauspieler - erstmals 1976 in Rocky I zu sehen - ist wohl der bekannteste Vertreter der klingonischen Rasse. Als Lieutenant Commander Worf war er Offizier der Sternenflotte und erschien regelmäßig in den Serien "Next Generation" und "Deep Space Nine", aber auch in Kinofilmen wie "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" (The Undiscovered Country). Das Klingonisch wurde derart weiterentwickelt, dass unter Regie der Paramount ein Wörterbuch "The Klingon Dictionary" erschienen ist.

Auf diversen Internetseiten kann man es in Sprachkursen lernen, sich in Blogs auf klingonisch unterhalten, von denen Robyn Stewart einen betreibt, und immer mehr Werke (irdischer) Weltliteratur sind mittlerweile in Klingonisch erschienen. So hat der Web-Programmierer Andrew Strader ganze Shakespeare-Werke übersetzt. Auch der Psychologe und Science-Fiction-Autor Lawrence M. Schoen kommt als Vertreter des Klingonischen Sprachen-Instituts zu Wort.

Schließlich beschränkt sich die Kultur der Klingonen nicht nur auf die Sprache, und so ist auch die Musik ein Thema in der großen Gemeinde der Klingonenfans. Zu deren Vertretern gehört auch Rich Yambell, hauptberuflich Ingenieur bei dem IT-Unternehmen EMC, hat als "Captain Krankor" gar die klingonische Nationalhymne geschrieben.



Film-Inhalt  




  Hintergrund



Die Idee zu "Earthlings" entstand in der Buchhandlung des Flughafens von Denver. Autor Alexandre O. Philippe hatte sich dort umgesehen, weil bis zum Einchecken noch über eine Stunde Zeit war. Da stieß seine Aufmerksamkeit auf das Buch "Hamlet, Prince of Denmark: The Restored Klingon Version" - eine vollständige Hamlet-Ausgabe, ins Klingonische "rückübersetzt".

Da Philippe schon mit seinem ersten Film "Chick Flick", in dem es um einen kopflosen Hahn geht, seinen Hang zu skurrilen Themen demonstriert hat, weckte diese eigenwillige Interpretation des Bühnenstücks von William Shakespeare sein Interesse. Bei seine Recherche stieß er schnell auf das klingonische Institut (KLI) und kontaktierte dessen Direktor, Lawrence Schoen, und ein Gespräch mit ihm verfestigte seine Absicht, einen Film über die klingonische Sprache und die Menschen, die sich damit beschäftigen, zu drehen.

Philippe fuhr zum Kongress in Essington, Pennsylvania, zunächst nur in der Absicht, einige Trailer zu filmen. Doch das Material, welches er dort sammeln konnte, belief sich schließlich auf 33 Stunden Film - einschließlich vieler nächtlicher Interviews. Anschließend begab sich das Team nach Beverly Hills, um mit Michael Dorn zu sprechen, dem wohl berühmtesten Klingonen "Worf" aus Star Trek.

Weiter ging die Reise in den Norden von Denver, wo das Filmteam den 10-jährigen Alec Speers besuchte, dessen Vater von klein auf klingonisch mit ihm sprach - also dem ersten "muttersprachlichen Klingonen" auf der Erde. Beeinflusst von Filmen wie "Alien" und "Solaris" diente schließlich ein schlichtes Hotelzimmer als Kulisse für die fictionalen Aufnahmen dieser Mockumentary.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Earthlings" in der Regie von Alexandre O. Philippe liefen am 23.11.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Winterreise
Drama, Deutschland, 2006

Sonja
Drama, Deutschland, 2006

Last Resort
Drama, England, 2000

Idlewild
Musical-Drama, USA, 2006

Goyas Geister
Drama, Spanien, 2006

Eden
Romantik, Deutschland, Schweiz, 2006

Casino Royale - James Bond 21
Actionthriller, USA, 2006

Ebenfalls im Kino 




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