KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Am Ende kommen Touristen

Deutschland, 2007
Drama, 85 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Am Ende kommen Touristen

Kino-Start
16.08.2007

Regie
Robert Thalheim

Darsteller
Alexander Fehling (Sven Lehnert), Ryszard Ronczewski (Stanislaw Krzeminski), Barbara Wysocka (Ania Lanuszewska), Piotr Rogucki (Krzysztof Lanuszewski), Rainer Sellien (Klaus Herold), Lena Stolze (Andrea Schneider), Lutz Blochberger (Jürgen Dremmler), Willy Rachow (Lehrling Micha), Roman Gancarczyk (Restaurator Karol), Adam Nawojczyk (Restaurator Piotr), Halina Kwiatkowska (Zofia Krzeminska), Joachim Lätsch (Lehrer)
Am Ende kommen Touristen - Kinoplakat
Für sein Spielfimdebüt "Netto" wurde Regisseur Robert Thalhauf im Jahre 2005 mit dem Deutschem Filmkunstpreis und dem Preis der Jury auf der Berlinale ausgezeichnet. In "Am Ende kommen die Touristen" erzählt er die schwierige Liebesbeziehung zwischen einem Deutschen und einer Polin vor dem Hintergrund der bis heute nachwirkenden Geschichte der nationalsozialistischen Greueltaten einerseits und dem Wunsch nach Normalität andererseits.

Sven Lehnert (Alexander Fehling) ist Wehrdienstverweigerer. Er möchte seinen Ersatzdienst so sinnvoll wie möglich verbringen. Ein Einsatz im Ausland wäre im das Liebste.

Tatsächlich bekommt Sven einen Auslandseinsatz, aber einen anderen, als er sich gedacht hatte: Er soll in der Begegnungsstätte in Oswiecim arbeiten - besser bekannt als Konzentrationslager Auschwitz.

Sven wird zunächst in einem Gästehaus auf dem Gelände des KZ untergebracht und erhält die Aufgabe, sich um den alten Stanislaw Krzeminski (Ryszard Ronczewski) zu kümmern. Krzeminski ist ein Überlebender dieses Lagers und hat es sich zu seiner persönlichen Mission gemacht, die zahllosen Koffer der dort Ermordeten für die Dauerausstellung zu restaurieen.

Krzeminski ist zunächst alles andere als begeistert, dass sich künftig ausgerechnet ein Deutscher um seine Einkäufe und Krankenbesuche kümmern soll. Und auch die polnischen Jugendlichen in Svens Alter wollen mit ihm nichts zu tun haben.

Für den Zivildienstleistenden bessert sich seine Lage erst, als er die junge, hübsche Ania Lanuszewska (Barbara Wysocka) kennen und alsbald auch lieben lernt. Ania arbeitet als Dolmetscherin in dem Museum und erwidert seine Liebe - wenn zunächst auch nur zaghaft und nach einigen Anläufen und Wirrungen.

Aber Svens kleines Glück ist nur von kurzer Dauer: Ania eröffnet ihm, dass sie einen Studienplatz in Brüssel bekommen habe, und der alte Krzeminski bekommt heftigen Streit mit der Museumsleitung, die mit der Art und Weise, in der er die Koffer restauriert, nicht zufrieden ist.

Sven, der eigentlich alles hinschmeißen will, muss sich schnell entscheiden, wie es nun weitergehen soll, denn "Am Ende kommen Touristen", und die wollen schließlich durch das Museum geführt werden...



Film-Inhalt  


Sven (Alexander Fehling) vor dem Bahnhof in Auschwitz
Sven (Alexander Fehling) vor dem Bahnhof in Auschwitz


  Hintergrund


Ryszard Ronczewski (Stanislaw Krzeminski) beim Restaurieren
Ryszard Ronczewski (Stanislaw Krzeminski) beim Restaurieren

Das Drama "Am Ende kommen Touristen" ist nach seinem mehrfach ausgezeichneten Spielfimdebüt "Netto" der zweite Film für Regisseur Robert Thalhau. Barbara Wysocka und Alexander Fehling stehen zum erstenmal in größeren Rollen vor der Kamera.

Auch das Drehbuch stammt von Robert Thalhau. Es war seine Abschlussarbeit an der Filmhochschule. Die Umsetzung erfolgte mit Unterstützung des ZDF, das den Film im Rahmen der Reihe "Das kleine Fernsehspiel" co-produzierte. Thalhau weiß, wovon und worüber er erzählt: Er hat selbst als Zivildienstleistender in Ausschwitz gearbeitet. Dabei fiel ihm immer wieder das schwierige Verhältnis zwischen der heutigen Bevölkerung der 40.000-Einwohner-Stadt und der Geschichte des Ortes auf: Zum einen wollen die Menschen dort nichts anderes als ein ganz normales Leben führen, zum anderen sich aber auch nicht vorwerfen lassen, die Geschichte zu banalisieren.

Eine Würstchenbude vor dem KZ-Einfahrt mit der zynisch wirkenden Inschrift "Arbeit macht frei", ein Gemüsehöker, der seinen Stand im luftigen Schatten eines Wachturms aufschlägt - Thalhau zeigt die Realität, ohne sie kommentieren zu wollen.

Über seinen Film sagt er: "Es ist die Geschichte des Zivis Sven, der eigentlich eher unfreiwillig im heutigen Auschwitz landet. Das ist zunächst ziemlich deprimierend für ihn. Die polnische Kleinstadt Oswiecim, die schwierige Sprache, diese unfassbare Vergangenheit und das Museum voller Touristen. Durch die Begegnung mit zwei Menschen, die sehr wichtig für ihn werden, beginnt er sich aber schließlich auf den Ort und dessen Widersprüche einzulassen. Das ist zum einen Ania, die Museumsführerin, in die sich Sven verliebt, und zum anderen der ehemalige Häftling Krzeminski, der immer am Lager wohnengeblieben ist, und den Sven in seinem Alltag unterstützen soll."

"Am Ende kommen Touristen" lief als einziger deutscher Beitrag auf den Filmfestspielen in Cannes in der Rubrik "Un Certain Regard".



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Am Ende kommen Touristen" in der Regie von Robert Thalheim liefen am 16.08.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zusammen ist man weniger allein
Liebesdrama, Frankreich, 2007

Rush Hour 3
Action-Komödie, USA, 2007

Perfect Creature
Action, Neuseeland, England, 2006

Lauf der Dinge
Drama, Deutschland, 2006

Fata Morgana
Abenteuer-Drama, Deutschland, 2007

Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer
Science-Fiction-Abenteuer, USA, Deutschland, 2007

Die Liebe in mir
Drama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




KINO

morgen