Aliona van der Horst verbindet mit dieser Dokumentation die Exponate, die in einem der weltweit größte Kunstmuseen ausgestellt werden, mit den Menschen, die hier ihre Tätigkeiten verrichten. So etwa die Museumswärterin Valentina Barbashova oder auch die Hausmeisterin Olga Bogdanova, die für die technischen Belange der Gebäude verantwortlich ist.
Alexandra Kostsova ist für eine russische Spezialität, die Ikonen zuständig, während Vadim Kuptsov im Kunsthandel agiert. Der Zuschauer erfährt sowohl über den heutigen Arbeitsalltag wie auch über frühere Ereignisse zu Zeiten der Sowjetunion. So hat fast jeder, der hier arbeitet, eine ganz persönliche Beziehung zur Eremitage, und fast jeder hat auch ein Lieblingskunstwerk.
Vadim erzählt von seiner Zeit beim Militär in Aserbaidschan und beschreibt, warum er ausgerechnet "Der Verlorene Sohn" von Rembrandt bevorzugt. Valentina, die vor den Wendezeiten in der Atomwirtschaft tätig war, stockt mit dem spärlichen Einkommen aus dem Museumsdienst ihre Rente auf. Sie zählt Sweets "Portrait eines Jungen Mannes" zu ihren Favoriten. Und schon seit langer Zeit kümmert sich die 76-jährige Olga um den technischen Zustand der Räumlichkeiten, auch die Arbeit der Kuratoren ist zu sehen, in den mit Kunstwerken prall gefüllten Lagern.
Neben den Interviews mit Zeitzeugen wird Archivmaterial gezeigt, das verdeutlicht, wie die Regimes ihre Spuren hinterlassen haben, von Zarenreich zur Sowjetunion, von Lenin, dessen Namen mit "Leningrad" Petersburg fast 70 Jahre aufgezwungen war, bis Stalin, und schließlich mit dem Überführen in ein neues Russland. So ist die Erimitage sowohl Zeuge wie auch selbst Teil dieser Geschichte.