KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Es war k´einmal im Märchenland

Deutschland, USA, 2007
Animation, 84 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Happily N´Ever After

Kino-Start
22.11.2007

Regie
Paul J. Bolger

Es war k´einmal im Märchenland - Kinoplakat
Mit der animierten Märchenparodie "Es war k'einmal im Märchenland" gibt der irische Filmemacher Paul Bolger sein Debüt als Regisseur. Der Film, in dem die Grimmsche Welt zwischenzeitlich zu einer grimmigen Welt wird, ist die bis dato aufwendigste Animationsproduktion aus Europa.

"Es war einmal..." So geginnt ein jedes zünftiges Märchen. Und wenn das Gute das Böse besiegt hat, dann leben sie noch heute - von wegen! Als der Zauberer, der diese wunderbare Balance des Märchenlandes aufrecht erhält, nach Schottland in seinen wohlverdienten Golf-Urlaub geht, nutzt Frieda, die böse Schwiegermutter der hübschen Ella (Nina Moghaddam) dessen Abwesenheit, um die Idylle gründlich durcheinander zu bringen:

Seine Praktikanten Munk und Mambo, die die Waage von Gut und Böse währenddessen hüten sollen, werden von Frieda überlistet, und so geraten die Ereignisse im Reich des Zauberers aus dem Ruder. Das Aschenputtel Ella und ihre Stiefschwestern erhalten von Rick (Malte Arkona), der in der Schlossküche als Tellerwäscher arbeitet, eine Einladung des Prinzen Humperdink zum königlichen Ball.

Während Ella dem Fest entgegenfiebert, beklagt sich Rick beim übrigen Küchenpersonal über die Eitelkeit des Prinzen. Der Grund dafür: Der junge Mann ist eifersüchtig, hat er sich doch selbst in Ella verliebt. Die tanzt mittlerweile auf dem Fest mit dem Prinzen, doch der weitere Verlauf ist nicht so, wie sie sich das erträumt hätte.

Durch Friedas unheiligen Einfluss verwandelt sich Ellas Ballkleid in eine Küchenschürze, und der Prinz nimmt Reißaus. Auf einmal wimmelt es nur so vor Märchenmonstern: Hexen, Trolle, der bösen Wolf und ein Riese erobern das Land. Doch Ella merkt schnell, dass hinter diesen Wendungen ihre böse Stiefmutter steckt.

Sie versucht Rick zu überzeugen, dass eine Rettung des Märchenlandes nur gelänge, wenn der Prinz wiedergefunden würde. Doch der eifersüchtige junge Mann weigert sich schlichtweg, seinen Nebenbuhler aufzuspüren. Da sind allerdings noch Mambo und Munk, die eine Scharte auszuwetzen haben. Doch da ist auch noch Rumpelstilzchen (Martin Semmelrogge) - und dieser hinterhältige Wicht hat nichts besseres zu tun, als Frieda wiederum auf Ellas Spur zu führen...



Film-Inhalt  


Die Kristallkugel ist des Zauberers Portal zu den Märchenwelten
Die Kristallkugel ist des Zauberers Portal zu den Märchenwelten


  Hintergrund


Stiefmutter Frieda mag kein Happy End
Stiefmutter Frieda mag kein Happy End

"Es war k'einmal im Märchenland" ist der erste deutsche Animationsfilm, der auch landesweit in den Kinos der USA (unter dem Titel "Happily N´Ever After") lief. Für den dortigen Markt konnten prominente Synchronstimmen wie Sarah Michelle Gellar, ihr Ehemann Freddie Prinze Jr. und Sigourney Weaver gewonnen werden, die sicher dazu beigetragen haben, dass gut 15 Millionen Dollar an den US-Kinokassen eingenommen wurden.

Dieser Erfolg kommt allerdings nicht ganz von Ungefähr, konnte die BAF (Berlin Animation Film) doch auf ein ebenso internationales wie erfahrenes Filmteam zurückgreifen. So hatte etwa John H. Williams auch schon die überaus erfolgreiche Shrek-Reihe produziert, deren erste drei Teile insgesamt weit über eine Milliarde Dollar erlösten.



Wenn auch das Hauptquartier des Filmteams mit der Produktionsfirma BFC (Berliner Film Companie) in Berlin seinen Sitz hatte, so ist "Es war k'einmal im Märchenland" doch eine ausgesprochen internationale Produktion. Zugearbeitet wurde von Animationsstudios rund um den Globus - allein fünf davon in Kanada und eines in Australien

Eine solche Aufteilung hält Koproduzent Chad Hammes für besonders effizient: "Wenn man den Informationsfluss zwischen allen Abteilungen und Zeitzonen nicht abreißen lässt, ist der 24-stündige Arbeitstag Wirklichkeit geworden", begeistert sich der Filmemacher. "Das ist ein ungeheurer Vorteil: In drei Schichten wird rund um die Uhr gearbeitet – und alle Mitarbeiter sind ausgeruht."

Dass "Es war k'einmal im Märchenland" das bislang größte europäische Animationsprojekt wurde, wird schon an der Anzahl der Beteiligten deutlich: Allein in Berlin waren bis zu dreihundert Mitarbeiter beschäftigt, insgesamt lag die Zahl bei etwa siebenhundert. Da in Deutschland vorher mit "Back to Gaya" erst ein einziger 3D-Animationsfilm erstellt worden ist, war es zwangsläufig erforderlich, auf internationale Spezialisten zurückzugreifen. So kooperierten Deutsche mit Russen, Inder mit Israelis, Spanier mit Franzosen und Iren mit Engländern und Italienern.



Einmal um die ganze Welt  


Rick reicht dem Prinzen eine Erfrischung
Rick reicht dem Prinzen eine Erfrischung

  Der Regisseur


Die Maitres sind stolz auf ihre Torte
Die Maitres sind stolz auf ihre Torte

Der gebürtige Ire Paul Bolger hat am südirischen WIT (Waterford Institute of Technology) Kommunikationsdesign studiert. Nach seinem Abschluss im Jahr 1986 begann er seine Tätigkeit als Zeichner, Animator und im Bereich VFX (Visuelle Effekte). In verschiedenen Zeichentrick- und Animationsproduktionen konnte er Erfahrung sammeln, nicht nur bei Film und Fernsehen, sondern auch Computerspielen.

So wurde er als Dozent an die Kunst- und Medienhochschulen BCFE (Ballyfermot College of Further Education) und DLCAD (Dun Laoghaire College of Art and Design) in Dublin berufen. Zu den Filmen, bei denen Bolger im Animationsbereich tätig war, zählen auch deutsche Produktionen wie Brösels "Werner - Beinhart!" (1990) und "Felidae" (1994) von Michael Schaack.

Zwischenzeitlich beschäftigte er sich zudem mit Musik, Fotografie und Malerei. So entstand ein Album namens "The Moss House", und auf dem Galway Arts Festival waren einige seiner Gemälde zu sehen.

Die ersten Konzeptzeichnungen zu dem Projekt, aus dem schließlich "Es war k'einmal im Märchenland" wurde, hatte Bolger bereits im Jahr 2001 entworfen. Für die Verwirklichung kam ihm zugute, dass er bereits 2000 bei den Filmen "Couac, le vilain petit canard" und "Carnivale" mit Deane Taylor zusammengearbeitet hatte. Der Franzose hatte sich als künstlerischer Leiter von Tim Burtons "The Nightmare Before Christmas" von 1993 einen Namen gemacht und übte diese Tätigkeit auch bei "Es war k'einmal im Märchenland" aus.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Es war k´einmal im Märchenland" in der Regie von Paul J. Bolger liefen am 22.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tell - Jeder Schuss ein Treffer
Komödie, Deutschland, Schweiz, 2007

Seed
Horror, Kanada, 2007

Persepolis
Animation, Frankreich, USA, 2007

Meine schöne Bescherung
Komödie, Deutschland, 2007

Machtlos
Thriller, USA, Südafrika, 2007

Across the Universe
Musical, USA, 2007

4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
Drama, Rumänien, 2007

Ebenfalls im Kino 




KINO

morgen