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Mein Name ist Eugen

Schweiz, 2005
Familien-Abenteuer, 100 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Mein Name ist Eugen

Kino-Start
04.01.2007

Regie
Michael Steiner

Darsteller
Manuel Häberli (Eugen), Janic Halioua (Wrigley), Dominic Hänni (Bäschteli), Alex Niederhäuser (Eduard), Beat Schlatter (Fritzli Bühler), Mike Müller (Vater Eugen), Monika Niggeler (Mutter Eugen), Patrick Frey (Vater Wrigley), Sabina Schneebeli (Mutter Wrigley), Laura Weibel (Lucia), Jürg Löw (Vater Bäschteli), Stephanie Japp (Mutter Bäschteli), Christoph Gaugler (Vater Eduard), Marlise Fischer (Mutter Eduard), Stephanie Glaser (Tante Melanie), Norbert Schwientek (Lehrer Klameth), Ruth Bannwart (Museumsaufseherin), César Keiser (Professor Gantenbein), Hans Leutenegger (Feuerwehrhauptmann), Ulrich Blum (Pfadiführer Gummi)
Mein Name ist Eugen
 - Kinoplakat
Zu den schönsten Erinnerungen an die Jugendzeit gehören für die Meisten sicher die Streiche, mit denen man sich den Schüleralltag versüßt und anderen den Lehrer- oder Elternalltag vergällt hatte. Wer zu brav war, um sich gelegentlich zu weit aus dem Fenster seiner Kinderstube zu hängen, oder wer sich als Kind selbst wertvolle Anregungen holen möchte, dem sei "Mein Name ist Eugen" empfohlen.

Der aufgeweckte Eugen (Manuel Häberli) und der abenteuerlustige und kaugummikauende Wrigley (Janic Halioua) wohnen in den 1960er Jahren im selben Haus in Bern, gehen in die selbe Klasse und unternehmen in der Freizeit fast alles zusammen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, anderen Streiche zu spielen - gerne auch gemeinsam mit dem kräftigen Eduard (Alex Niederhäuser) und Bäschteli (Dominic Hänni), einem regelrechten Muttersöhnchen.

Die vier sind Lausbuben, wie sie im Buche stehen, und keiner ist vor ihren Einfällen sicher: Mal fesseln sie eine Schwester, dann ramponieren sie den Helm einer antiker Ritterrüstung, und auch Frösche und Hühner sind Objekte ihrer derben Scherze. Dass ein Boot durch die Decke von Eugens Wohnung kracht, bringt das Fass zum Überlaufen: Der geplante Aufenthalt im Pfadfinderlager fällt für Eugen und Wrigley buchstäblich ins Wasser, stattdessen drohen vier Wochen Einsatz beim Landdienst als Strafe, und Wrigleys Vater will seinen Sohn im neuen Schuljahr gar ins Internat schicken.

Da kommt eine uralte Landkarte gelegen, die dieser im Keller aufgestöbert hat, und die auf einen Schatz im Titicacasee hinweist. Deren früherer Eigentümer ist Fritzli Bühler (Beat Schlatter), der zu seiner Jugendzeit berüchtigt für seine Streiche war und in demselben Haus wohnte. Um ihrer Bestrafung zu entgehen, büxen die beiden Bengel von Zuhause aus und begeben sich auf die Reise in Richtung Zürich, Fitzlis neuer Heimat, von dem sie sich Hilfe bei der Schatzsuche erhoffen. Im Zug stoßen die Freunde auf ihre Altersgenossen, die mit Pfadiführer Gummi (Ulrich Blum) ins Pfadilager unterwegs sind, der von ihrer Strafe nichts mitbekommen hat.

Daher schließen sich Eugen und Wrigley der Reisegruppe an, doch ein weiterer Streich, bei dem Gummi in der Latrine landet, entbindet die beiden von den Pfandfinderpflichten. Also setzen sie ihre Reise fort und treffen unterwegs auf Eduard und Bäschteli. Nun ist das Quartett wieder voll, doch auf dem Weg nach Zürich sind ihnen Eltern und Polizei auf den Fersen...



Film-Inhalt  


Schweizer Gebirgsmarine: Entgeistert starren Eugens Eltern (Mike Müller, Monika Niggeler) auf das Boot
Schweizer Gebirgsmarine: Entgeistert starren Eugens Eltern (Mike Müller, Monika Niggeler) auf das Boot


  Hintergrund


Nicht nur Gutes kommt von oben: Bäschteli (Dominic Hänni), Eduard (Alex Niederhäuser) und Wrigley (Janic Halioua)
Nicht nur Gutes kommt von oben: Bäschteli (Dominic Hänni), Eduard (Alex Niederhäuser) und Wrigley (Janic Halioua)

Für das Casting der vier Hauptrollen hatten sich 1200 Jungen im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren angemeldet, von denen neunhundert die Einladung erhielten, ihr Schauspieltalent zu messen. In insgesamt vier Durchgängen wurde die Auswahl verfeinert, bis sich schließlich von acht Kandidaten die vier Hauptdarsteller herauskristallisierten. Die Titelrolle Eugen wird von Manuel Häberli gespielt, Jahrgang 1992 aus Bern. Die Rolle des Wrigley verkörpert der 1990 in Zürich geborene Janic Halioua. Dominic Hänni spielt Bäschteli, ist 1991 geboren und kommt aus dem Kanton Bern. Eduard schließlich wird vom 1991 geborenen Alex Niederhäuser gespielt, der aus dem Kanton Luzern stammt.

Da die vier Jungs zum ersten Mal vor einer Filmkamera standen, wurden sie von einem Schulungsteam auf ihre Aufgabe vorbreitet, das Stephanie Japp, die im Film Bäschtelis Mutter spielt, leitete. Sie erstellte einen Lehrplan zusammen mit Christof Oswald, der im Film die Rolle des Adjutanten besetzt hat. Drei Monate hatten die Jungmimen Zeit, sich das Handwerkszeug für ihre Rollen anzueignen. Zusätzlich war während der insgesamt 57 Drehtage ständig ein Coach zugegen, der die Aufgabe hatte, die Kinder auf die Szenen vorzubereiten, um das Arbeitstempo des Regisseurs nicht zu beeinträchtigen.

Das aus rund 40 Schauspielern und 180 Mitarbeitern bestehende Team war im Laufe der Dreharbeiten fast in der ganzen Schweiz unterwegs. Die 107 Motive ergaben sich an Schauplätzen, die neben Bern als Start- und Zürich als Zielort den Gotthard mit seiner alten Tremola-Passstraße, das Tessin, die Innerschweiz und die Voralpen umfassen. Um die fünfhundert Statisten unterstützten die Produktion tatkräftig. Nach der letzten Klappe am 8. August 2004 waren immer noch fast 100 Filmleute elf Monate mit der Postproduktion beschäftigt.



Fünfzig Jahre, bevor mit etwa sechs Millionen Schweizer Franken, also knapp vier Millionen Euro, eine der teuersten Schweizer Kinoproduktionen entstand, hatte der 1918 in Bern geborene Schweizer Pfarrer Klaus Schädelin die Vorlage dazu geschrieben. 1955 erschien mit "Mein Name ist Eugen" eine Sammlung von Episoden, in denen der 12-jährigen Eugen über Bubenstreiche berichtet. Es wurde eines der erfolgreichsten Kinderbücher der Eidgenossen und findet aufgrund der detaillierten Beschreibung schweizerischer Eigenarten und Wortschöpfungen bisweilen gar den Weg in den Schulunterricht.

Der Autor Klaus Schädelin war nach einem Theologiestudium in Bern und Basel zunächst Vikar in der Berner Gemeinde Attiswil, danach in Hünibach am Thunersee und schließlich in Bern an der Petruskirche. Drei Jahre nach Veröffentlichung von "Mein Name ist Eugen" wurde er in den Gemeinderat der Stadt gewählt und war dort für die Gesundheit und Fürsorge zuständig. Über eine Reise nach Syrien veröffentlichte Schädelin ein weiteres Buch.

1973 wurde der Geistliche wegen Herzbeschwerden vorzeitig in den Ruhestand versetzt, was seiner Tätigkeit für das Gemeinwohl jedoch kein Ende bescherte: Im selben Jahr gründete er die Stiftung Terra Vecchia. Diese Institution verbindet den Erhalt von verlassenen Bergsiedlungen mit einer Erlebnis-Therapie psychisch labiler oder drogengefährdeter Jugendlicher. Terra Vecchia ist der Name der ersten verfallenen Bergsiedlung, die der Mitbegründer und Berner Sozialarbeiter Jürg Zbinden im Tessiner Centovalli entdeckt hatte.



Über den Buchautor  


Da lachen sogar die Hühner: Eduard (Alex Niederhäuser) und der Dorfpolizist (Pablo Aguilar)
Da lachen sogar die Hühner: Eduard (Alex Niederhäuser) und der Dorfpolizist (Pablo Aguilar)
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Teaser-Poster► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Mein Name ist Eugen " in der Regie von Michael Steiner liefen am 04.01.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Spiel der Macht
Drama, USA, 2005

Spiel auf Bewährung
Drama, USA, 2006

Schweinchen Wilbur und seine Freunde
Familiendrama, USA, 2006

Princesas
Drama, Spanien, 2005

Prestige - Die Meister der Magie
Drama, USA, England, 2006



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