John Peterson arbeitet in dritter Generation auf dem Bauernhof seiner Familie. Von klein auf musste er in dem Betrieb, den sein Großvater aufgebaut hatte, mit anpacken und hat dabei von seinem Vater Lester das klassische Handwerk der Landwirtschaft erlernt.
Dessen früher Tod zwingt ihn jedoch, schon in Jugendjahren die volle Verantwortung für die Farm zu übernehmen, während er noch die Schulbank drückt. Zwanzig Rinder wollen schließlich gefüttert und gemolken werden.
Auch während des Studiums ist dieser Hof seine Heimat und sein Vollzeitjob. Es ist die Zeit der Hippies, und so bekommt John oft Besuch von Kommilitonen auf der Farm, die sich so zu einer Art Kommune für Blumenkinder entwickelt, und wo nicht nur Mist gemacht, sondern auch künstlerische Aktivitäten entfaltet werden.
Doch die Zeiten ändern sich, und unter dem Zwang von Modernisierung, Maschinisierung und Konzentration, den der Agrarmarkt auf die Erzeuger ausübt, bei zugleich fallendem Preisniveau, gerät Peterson wie so viele Kollegen in eine Schuldenspirale. Schließlich wird ein großer Teil des Besitzes versteigert, und John versucht sich in der Bildhauerei und der Theaterwelt.
Der Landmann kann seine Verbundenheit zur Scholle allerdings nicht für längere Zeit überwinden, und so entdeckt er eine neue, aufkeimende Art der Landwirtschaft für sich. So gründet er einen neuartigen Bauernhof namens "Angelic Organics" in Illinois, einem Gemeinschaftshof nach dem CSA-Prinzip (CSA = Community Supported Agriculture) mit Schwerpunkt auf ökologischer, biodynamischer Erzeugung.
Dabei geht der Bauer mit dem Konsumenten eine Partnerschaft ein, von dem beide Seiten Vorteile haben. So geben die Erzeuger Einblicke und gewähren teils auch Mitspracherechte in ihre Arbeitsweise und werden im Gegenzug beim Verbraucher mit für längere Zeiträume garantierten Festpreisen belohnt.
Nach dem Motto "Know Your Food, Know Your Farmer" entsteht eine Win-Win-Situation zwischen Herstellern und Konsumenten. Der Bauer erhält einen fairen Preis für seine Ware, und der Käufer gesunde Produkte, von denen er weiß, wer sie wie produziert hat. Überdies profitieren auch noch Umwelt und Tierschutz.