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The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift

USA, Japan, 2006
Action, 102 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift

Kino-Start
13.07.2006

Regie
Justin Lin

Darsteller
Lucas Black (Shawn Boswell), Zachery Ty Bryan (Clay), Nikki Griffin (Clays Freundin Cindy), Nathalie Kelley (Neela), Bow Wow (Twinkie), Lynda Boyd (Shawns Mutter), Brian Goodman (Shawns Vater), Brian Tee (Drift King), Sung Kang (Han), Sonny Chiba (Kamata), Alden Villaverde (Alden), Leonardo Nam (Morimoto), Jason J. Tobin (Earl), Keiko Kitagawa (Reiko), Koji Kataoka (Pinkie), Jimmy Lin (Jimmy), Alden Ray (Alden), Wendy Watanabe (Neelas Freundin), Tak Kubota (Erster Yakuza), Tina Tsunoda (Neelas Freundin), Vin Diesel (Dominic Toretto)
The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift - Kinoplakat
Nach den Erfolgen der ersten beiden Teile "The Fast and the Furious" und "2 Fast 2 Furious" war dieser dritte fast zwangsläufig fällig - und der vierte ist bereits in Planung. Die Besetzung ist, bis auf einen Cameo-Auftritt von Vin Diesel als Dominic Toretto, dem Co-Star neben Paul Walker im ersten Teil, vollständig neu - die wahren Hauptdarsteller sind ohnehin die aufgemotzten Reiskocher.

Der Außenseiter Shawn Boswell (Lucas Black) stammt aus einer zerrütteten Familie und hat nur eine Leidenschaft: Illegale Straßenrennen mit frisierten Autos. Dabei gerät er auch mit der Justiz in Konflikt: Bei einem Rennen gegen Chad (Zachery Ty Brian, bei uns bekannt geworden als Brad Taylor aus der Serie "Hör mal wer da hämmert", wo er auch schon ein Auto demoliert hatte) gibt es einen Crash. Um dem Knast zu entgehen, begibt er sich auf Drängen seiner Mutter (Lynda Boyd) nach Tokio, wo sein ihm längst entfremdeter Vater (Brian Goodman) als Major der US-Navy stationiert ist, der sich fortan um den Halbstarken kümmern soll.

In diesem zunächst fremden Land mit ungewohnten Lebensweisen und Traditionen findet er einen Freund in seinem Landsmann Twinkie (Bow Wow). Der macht ihn mit Leuten bekannt, die seine Leidenschaft teilen. Die Autos sind wie gehabt fast alle Japaner, mit diversen Tuning-Tricks und Lachgas-Einspritzung auf Höchstleistung getrimmt.

Doch sie betreiben eine ausgefeiltere Form des Straßenrennens: das Driften - mit qualmenden Hinterreifen durch enge Kurven brettern. Dabei fordert er den Drift King D.K (Brian Tee) heraus. Der ist - was Shawn nicht weiß - Champion in dieser Disziplin und hat gute Beziehungen zur kriminellen japanischen Organisation Yakuza. Da Shawn das Duell verliert, steht er fortan in der Schuld von Han (Sung Kang), dessen Wagen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Han nimmt ihn unter seine Fittiche und trainiert ihn, um D.K. gewachsen zu sein. Die Lage spitzt sich zu, als Shawn sich in die hübsche Neela (Nathalie Kelley) verliebt - ausgerechnet die Freundin seines ärgsten Kontrahenten. Alles läuft auf den Höhepunkt zu: Ein Wettrennen zwischen zwei ebenbürtigen Fahrern - und D.K.s Onkel, Yakuza-Boss Kamata (Sonny Chiba) hat dabei ein gewichtiges Wörtchen mitzureden...



Film-Inhalt  


Shawn Boswell (Lucas Black) bei seiner Lieblingsbeschäftigung
Shawn Boswell (Lucas Black) bei seiner Lieblingsbeschäftigung


  Film-Kritik


Platz da für den Mazda RX7 - Shawns Chef Han (Sung Kang) gibt Gummi
Platz da für den Mazda RX7 - Shawns Chef Han (Sung Kang) gibt Gummi

Das Konzept wird auch im dritten Teil auf bewährte Weise ausgespielt: Die eindimensionale, klischeelastige Story mit ihren nur dürftig entwickelten Figuren, die den Darstellern kaum Raum zur Entfaltung geben, bietet den schmalen Rahmen für die eigentliche Handlung: Autos werden getunt und poliert, rennen, driften, springen und crashen.

Die Rennszenen und Autostunts sind denn auch routiniert und rasant, wenn auch nicht übermäßig inspiriert in Szene gesetzt; die Idee mit dem Driften bringt optisch und akustisch einen Mehrwert gegenüber den Vorgängern, und das Setting in Japan ist aufgrund der zu sehenden Automarken letztlich nur konsequent. Wer Teil 1 und 2 gutfand, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Mann sollte allerdings wirklich viel Benzin im Blut haben - ein paar Promille können hier auch nicht schaden.



Die Autos wurden während der Rennszenen von professionellen Rally- und Driftfahrern aus der Driftingszene gesteuert. Die meisten Autos im Film sind Japaner, wie Nissan Skyline, Mitsubishi Lancer EVO 9 oder Mazda RX7. Allerdings sind auch einige andere Fabrikate dabei: aus den USA Ford Mustang und Chevrolet Monte Carlo, aber auch ein VW Golf R32.

Bei letzterem, der mit Allradantrieb ausgeliefert wird, wurden wie auch beim Lancer die vorderen Antriebswellen demontiert, um auch mit diesen Wagen Showmäßig driften zu können. Und wie es sich für einen US-Blockbuster gehört, währt Yakuza-Boss Kamata einen Mercedes S-Klasse. Während der Dreharbeiten wurden mehr als 100 Autos demoliert - für die Marketing-Abteilungen der Fahrzeughersteller dürfte sich der Einsatz dennoch gelohnt haben.



Hintergrund  


Drei Hauptrollen: Twinkie (Bow Wow), Sawn und Nissan Silvia S15
Drei Hauptrollen: Twinkie (Bow Wow), Sawn und Nissan Silvia S15

  Reit´ im Winkel


Der Drift King D.K ((Brian Tee) mit Freundin Neela (Nathalie Kelley)
Der Drift King D.K ((Brian Tee) mit Freundin Neela (Nathalie Kelley)

Das Driften ist eine Fahrtechnik, mit der ein Fahrzeug durch kontrolliertes Übersteuern mit permanentem Gegenlenken um eine Kurve gefahren wird. Dabei wird durch das beeinflussen des Kraftüberschusses der angetriebenen Hinterräder deren Schräglaufwinkel in einem Bereich gehalten, wo die Haftreibung in Gleitreibung übergeht und deutlicher Schlupf entsteht. Kontrolliert wird der Drift durch die entgegen die Kurvenrichtung gelenkten Vorderräder und die Dosierung des Kraftflusses auf die Hinterachse. Diese Fahrtechnik wird vorwiegend im Rally-Sport regelmäßig eingesetzt, weil sie auf losem Untergrund (Sand, Geröll, Schlamm o.ä.) ein schnelleres Fortkommen ermöglicht.

Auf griffigem Grund (Asphalt, Beton o.ä.) hingegen ist das Driften in der Regel weniger effektiv und kommt im Rennsport normalerweise als Abfangreaktion beim Überschreiten des Grenzbereichs vor. Hilfreich für kontrolliertes Driften sind ein ausreichend leistungsfähiger Motor mit guter Gasannahme, um jederzeit wohldosiert Kraftüberschuss erzeugen zu können, und eine Sperrwirkung des Hinterachsdifferentials, damit die Leistung nicht am entlasteten kurveninneren Rad verpuffen kann.

Ausgehend von Japan haben seit den 1990er Jahren Drift-Wettbewerbe auf abgesperrten Strecken weltweit um sich gegriffen und verzeichnen eine stetig steigende Fangemeinde. Der wichtigste Wettbewerb heißt D1 Grand Prix, wurde in Japan eingeführt und danach in immer mehr Ländern. Beim Drift-Wettbewerb spielen Rundenzeiten keine Rolle, sondern Juroren bewerten Kriterien wie Driftwinkel, -dauer, Kurvenlinie, Rauchentwicklung der Reifen, Abstand vom Streckenrand und die Reaktion des Publikums. Für letzteres spielen natürlich auch Motorsound und Fahrzeugoptik eine wichtige Rolle.



► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "The Fast and the Furious 3: Tokyo Drift" in der Regie von Justin Lin liefen am 13.07.2006 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wolf Creek
Horror-Abenteuer, Australien, 2005

Taxi Driver
Drama, USA, 1976

Rebell in Turnschuhen
Sportdrama, USA, 2006

Poseidon
Action-Abenteuer, USA, 2006

Lemming
Drama, Frankreich, 2005

Ebenfalls im Kino 




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