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Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge

Schweiz, 2004
Dokumentation, 74 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge

Kino-Start
19.07.2007

Regie
Heinz Bütler

Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge - Kinoplakat
Einer der bekanntesten Schweizer Maler ist das Sujet von "Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge" seines Landsmanns Heinz Bütler, der bereits einige bildende Künstler portraitiert hat. Hier geben vier Kulturschaffende ihre Sicht auf Hodlers Person und Werk wieder, analysieren seine Arbeitsweise und beleuchten auch die Philosophie hinter seinem Oeuvre.

Dieses Portrait des bekanntesten Schweizer Malers des 19. Jahrhunderts befasst sich mit dessen Leben und Werk und lässt zu diesem Zweck einige Personen zu Wort kommen, die sich mit seinem Oeuvre befasst haben.

Einer der großen Kenner des als Nationalmalers bezeichneten Ferdinand Hodler, Jura Brüschweiler, der bereits einige Abhandlungen über den Künstler verfasst hat, gibt seine Erkenntnisse und Entdeckungen Preis. Brüschweiler stöbert in Hodlers Malkasten und legt die Gedanken des Malers über die Natur dar, die diesem die Hauptquelle für seine Inspiration war.

Ein weiterer Beteiligter ist der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel, der der Berliner Akademie der Künste angehört. Er beleuchtet die Ikonen Hodlers, denen letzterer einen großen Teil seiner Bekanntheit verdankt, wie etwa die überlebensgroße Ikone des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell.

Hodlers Berufskollege Rudolf Schindler zeigt Exemplare aus der von ihm zusammengetragenen Sammlung von Ferdinand Hodler, darunter Zeichnungen, Studien und Skizzen, mit denen er die Arbeitsweise und den Ablauf des Schöpferischen Prozesses des Künstlers verdeutlicht.

Schließlich kommt der Kunsthistoriker Harald Szeemann zu Wort, der bereits die Documenta in Kassel geleitet und weltweit über zweihundert Ausstellungen organisiert hatte. Er stellt aus der Sicht der heutigen Zeit die Bedeutung von Hodlers Werk und dessen Vielfalt dar.



Film-Inhalt  


Ferdinand Hodler in seinem Atelier
Ferdinand Hodler in seinem Atelier


  Hintergrund


Rudolf Schindler analysiert ein Gemälde
Rudolf Schindler analysiert ein Gemälde

Ferdinand Hodler kam am 14. März 1853 in Bern als Sohn eines Schreiners zur Welt. Nach dem frühen Tod seines Vaters heiratete seine Mutter einen Dekorationsmaler. Nachdem dieser wegen Alkoholmissbrauchs arbeitsunfähig wurde, musste Ferdinand mit zwölf Jahren dessen Arbeit übernehmen und für den Unterhalt von Mutter, Stiefvater und sieben Geschwistern sorgen.

Mit achtzehn übersiedelte Hodler nach Genf und wurde durch seine Arbeit als Kopist am Musée Rath von Barthélemy Menn entdeckt, Professor an der Genfer Kunstschule, bei dem der junge Mann zu studieren begann. Zusammen mit Edouard Castres, einem weiteren Schüler Menns, arbeitete Hodler auch am über 100 Meter langen Bourbaki-Panorama in Luzern mit.

Ab Mitte der 1880er Jahre entwickelt er einen eigenen Stil, den er "Parallelismus" nennt. Sein Gemälde "Die Nacht" von 1889 sorgt durch seine damals als sittenwidrig beurteilte Darstellung der Nacktheit für einigen Wirbel, aber auch für eine sprunghaft gestiegene Popularität des Malers. Ein Ausstellung im Musée Rath wurde ihm verwehrt, doch weitere Ausstellungen in Paris, München und Venedig wurden zu einem Erfolg.

Auch auf der Weltausstellung in Paris 1900 wurden Werke von Hodler gezeigt, wovon drei mit einer Goldmedaille prämiert wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörte Ferdinand Hodler zu den anerkanntesten Malern Europas. Nach seinem Tod am 19. Mai 1918 wurde er zum Ehrenbürger von Genf ernannt.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Ferdinand Hodler - Das Herz ist mein Auge" in der Regie von Heinz Bütler liefen am 19.07.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Tarantino: Death Proof - Todsicher
Actionthriller, USA, 2007

Sterben für Anfänger
Tragikomödie, USA, 2007

Next
Action-Thriller, USA, 2007

Motel
Horror-Thriller, USA, 2007

Max Ernst - Mein Vagabundieren - Meine Unruhe
Dokumentation, Deutschland, 1991

Kann das Liebe sein?
Liebeskomödie, Frankreich, 2007

Du bist nicht allein
Tragikomödie, Deutschland, 2007

2:37
Drama, Australien, 2006

Ebenfalls im Kino 




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