KINO

morgen

Film-Suche:

HomeKINO
vorschau
KINO
podcast
Kino 2006 I Kino 2006 II Kino 2006 III Kino 2006 IV Kino 2007 I Kino 2007 II Kino 2007 III Kino 2007 IV


Die Töchter des chinesischen Gärtners

Frankreich, Kanada, 2006
Drama, 95 Minuten

Originaltitel
Les Filles du botaniste

Kino-Start
28.06.2007

Regie
Sijie Dai

Darsteller
Mylène Jampanoï (Min Li), Xiao Ran Li (Cheng An), Ling Dong Fu (Mr. Chen), Wei-chang Wang (Dan), Nguyen Van Quang (Master Wang)
Die Töchter des chinesischen Gärtners - Kinoplakat
Im nach-maoistischen China der 1980er Jahre galt gleichgeschlechtliche Liebe als unsozialistisch und war gesellschaftlich geächtet. In "Die Töchter des chinesischen Gärtners" erzählt Regisseur und Drehbuchautor Dai Sijie ("Balzac und die kleine chinesische Schneiderin") die Geschichte einer Liebe zweier junger Frauen in der Zeit nach der Kulurrevolution in China.

Seit dem frühen Unfalltod ihrer Eltern ist Li (Mylène Jampanoi) in einem Waisenhaus aufgewachsen und erzogen worden. Jetzt ist sie eine junge Frau und auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Sie fährt mit dem Zug zu dem renommierten Botanik-Professor Chen (Dongfu Lin), der zusammen mit seiner 20-jährigen Tochter An (Li Xiaoran) auf einer abgelegenen Insel seinen Forschungen nachgeht. Hier will Li ein sechswöchiges Praktikum absolvieren.

Der verwitwete Professor führt ein strenges Regiment auf der Insel. Seine Tochter scheucht er herum, und auch zu Li ist er wenig höflich. Die beiden Mädchen hingegen freunden sich schnell miteinander an. Und mehr: Sie fühlen sich erotisch zueinander hingezogen. Doch ihre Liebe hat anscheinend keine Perspektive.

Die Situation ändert sich, als Dan (Wang Weidong), der Sohn des Professors, auf der Insel auftaucht. Er ist als Soldat bei der chinesischen Armee in Tibet stationiert und hat Heimaturlaub bekommen. Er verliebt sich spontan in Li und macht ihr einen Heiratsantrag. Li sieht in einer Ehe mit Dan - dem sie ohnehin nicht an seinen Garnisonsstandort nach Tibet folgen könnte und dürfte - eine Chance, dauerhaft in der Nähe von An bleiben zu können, und so willigt sie ein.

Wie nicht anders zu erwarten, nimmt die Ehe schon in der Hochzeitsnacht keinen guten Anfang, und die Flitterwochen werden zum Fiasko.

Dann jedoch kehrt Li auf die Insel zu An und ihrem Vater zurück, während Dan wieder zu seinem Armeestützpunkt fährt. Die Liebesbeziehung zwischen Li und An lebt heftiger auf als je zuvor, und der Plan, den Li mit der Eheschließung verfolgt hat, scheint aufzugehen. Aber nicht für lange: Professor Chen bemerkt durchaus die Veränderungen, die in seiner Tochter vorgehen und fühlt sich schon bald von ihr vernachlässigt. Er beginnt, An nachzuspionieren. Als er sie eines Tages beim Liebesspiel mit seiner neuen Schwiegertochter beobachtet, kommt es zur Katastrophe...



Film-Inhalt  


Li (Mylène Jampanoi) macht sich auf den Weg zu dem Botaniker Chen
Li (Mylène Jampanoi) macht sich auf den Weg zu dem Botaniker Chen


  Über Dai Sijie


An (Li Xiaoran) und Li (Mylène Jampanoi)
An (Li Xiaoran) und Li (Mylène Jampanoi)

Der Regisseur, Drehbuch- und Romanautor Dai Sijie wurde im Jahr 1954 als Sohn eines Arztes in der chinesischen Provinz Fujian geboren. Die sogenannte "Kulturevolution", zu der es während der letzten zehn Jahre der Regierungszeit von Mao kam, und der geschätzte sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen, erlebte Sijie am eigenen Leibe: Er wurde von 1971 bis 1974 zur "kulturellen Umerziehung" in ein abgelegenes Bergdorf verbannt.

Nach Maos Tod (1976) durfte Sijie in Peking studieren und bekam eines der wenigen begehrten Auslandsstipendien. Sijie nahm 1984 ein Studium an der französischen Filmakademie IDHEC auf.

1898 wurde sein erster Spielfilm - "Chine ma douleur" - mit dem französischen Filmpreis Prix Jean Vigo ausgezeichnet. Es folgten die Filme "Le Mangeur de Lune" (1994) und "Tang le Onzième" (1998).

Den internationalen Durchbruch schaffte Dai Sijie mit seinem Roman "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin", der in über 30 Sprachen übersetzt wurde und sich allein in Deutschland eine halbe Million mal verkaufte. Dai Sijies Verfilmung lief 2002 im offiziellen Programm des Festival de Cannes und erhielt eine Nominierung für den Golden Globe.

"Die Töchter des chinesischen Gärtners" ist Sijies fünfter Spielfilm und erhielt auf dem Inside Out Lesbian and Gay Film and Video Festival of Toronto den Preis für den besten kanadischen Film.



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Die Töchter des chinesischen Gärtners" in der Regie von Sijie Dai liefen am 28.06.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Zizek!
Dokumentation, USA, Kanada, 2005

Traders´ Dreams - Eine Reise in die ebay-Welt
Dokumentation, Deutschland, 2007

Stirb langsam 4.0
Action, USA, 2007

Glück im Spiel
Drama, USA, 2007

Ebenfalls im Kino 




KINO

morgen