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Morgen, Findus, wird´s was geben

Schweden, Dänemark, England, Ungarn, 2005
Zeichentrick, 77 Minuten, FSK: 0

Originaltitel
Pettson och Findus 3: Tomtemaskinen

Kino-Start
29.11.2007

Regie
Jörgen Lerdam, Anders Sørensen

Darsteller
Achim Höppner (Pettersson), Tobias John von Freyend (Findus), Michael Habeck (Weihnachtsmann, Postbote), Klaus Münster (Gustavsson), Monika John (Signhild), Anita Höfer (Prillan), Doris Gallart (Elsa), Kathrin Gaube (Huhn 1), Inge Schulz (Huhn 2), Astrid Polak (Huhn 3), Lara Wurmer (Josefina), Maxi Belle (Lasse), Gerd Meyer (Waldhüter), Gerhard Jilka (Weihnachtsmannmaschine)
Morgen, Findus, wird´s was geben - Kinoplakat
Kater Findus und Tüftler Pettersson erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Mit "Morgen, Findus, wird´s was geben" erscheint bereits der dritte Zeichentrick-Spielfilm nach einem Buch des schwedischen Kinderbuchautors Sven Nordqvist im Kino. Dabei geht es um die Frage: Gibt es den Weihnachtsmann, oder muss man ihn sich selberbauen?

Kater Findus (Tobias John von Freyend) lauscht zufällig einem Gespräch von Kindern über den Weihnachtsmann. Da er von dieser Gestalt noch nie etwas gehört hat, befragt er Pettersson (Achim Höppner), was es mit dem Weihnachtsmann auf sich habe. Was Pettersson ihm erzählt, weiß jedes Kind: Dass der eben zu Heiligabend die Menschen besucht und dabei Geschenke verteilt.

Leichtfertig verspricht Pettersson ihm, dass er Findus einen Wunsch zu Heiligabend erfüllen werde - der wünscht sich aber nur, dass an diesen Weihnachten der Weihnachstmann auch sie besuchen würde. Das Dumme ist nur, dass Pettersson ja - wie die meisten Erwachsenen - gar nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt. Doch da verlässt er sich auf seinen kreativen Geist - schließlich hat Pettersson ja schon so manche Nuss geknackt, und so will er auch dieses Versprechen einlösen.

Schon hat er die Idee, einfach einen Weihnachtsmann selbst zu bauen. Er begibt sich in seine Scheune und beginnt heimlich, an einem mechanischen Weihnachtsmann zu basteln, da Findus natürlich seine Schöpfung nicht vorzeitig entdecken soll. Das aber fühlt dazu, dass sich Findus zurückgewiesen fühlt. Zudem ereignen sich lauter merkwürdige Vorfälle: Aus Petterssons Werkstatt verschwinden Gegenstände, ein mysteriöser Postbote taucht auf und verschwindet wieder, nicht ohne einen Wunschkatalog zu hinterlassen.

Findus glaubt, dass die Mucklas ihre Finger im Spiel hätten, kleine Wesen, die nur der Kater sehen kann. Doch an die glaubt Pettersson ebensowenig wie an den Weihnachtsmann und glaubt in Findus den Störenfried zu erkennen. So drohen Misstöne das nahende Fest zu trüben. Doch am entscheidenden Tag geschieht noch etwas viel merkwürdigeres...



Film-Inhalt  


Pettersson und Findus spielen im Schnee
Pettersson und Findus spielen im Schnee


  Hintergrund


Da lachen ja die Hühner: Mit Findus über Pettersson
Da lachen ja die Hühner: Mit Findus über Pettersson

Sven Nordqvist, am 30. April 1946 in Helsingborg geboren und in Halmstad aufgewachsen, zählt zu den beliebtesten Grafikern und Bilderbuchautoren seines Heimatlandes Schweden. Obwohl Nordqvist schon immer Zeichner werden wollte, studierte er zunächst an der Universität von Lund Architektur, da er von mehreren Kunsthochschulen abgelehnt worden war. Nach dem Studium war Nordqvist Architekt und Dozent an der Lunder Universität, bevor es ihn in die Werbung zog. 15 Jahre lang arbeitete er freiberuflich als Zeichner für eine kleine Werbefirma, illustrierte Schulbücher, Romane, Plakate, Gratulationskarten und auch Bilderbücher.

Der Gewinn des ersten Preises bei einem Kinderbuch-Wettbewerb im Jahr 1983 führte Nordqvist zu dem Entschluss, sich ab jetzt nur noch dem Zeichnen von Kinderbüchern zu widmen, "weil ich da viele Kleinigkeiten zeichnen kann, die nicht unbedingt etwas mit der Geschichte zu tun haben, aber auf ihre Art und Weise zeigen, was passiert." Sven Nordqvist selbst beschrieb seinen Werdegang einmal so: "Bis zu meinem sechzehnten Lebensjahr wollte ich Bauer werden. Dann entschloss ich mich, Maler zu werden. Als ich neunzehn war, entschloss ich mich, Architekt zu werden, und das wurde ich auch, aber ich wurde es nur, weil ich nicht auf der Kunsthochschule angenommen wurde. Eigentlich wollte ich ja Zeichner werden, und das wurde ich dann auch, sobald ich das Architekturstudium abgeschlossen hatte. Ich bin immer schon eigensinnig gewesen."

Heute zählt Nordqvist zu den gefragtesten und beliebtesten Bilderbuchautoren seines Heimatlandes. Insbesondere die "Pettersson und Findus"-Bücher haben ihn auch international bekannt gemacht. Sie wurden bisher in 29 Sprachen übersetzt. Selbst im fernen Japan haben Kinder Spaß mit Pettersson und dem frechen Kater Findus. Das Bilderbuch "Wie Pettersson zu Findus kam" (2002 erschienen), wurde zeitgleich in 13 Sprachen gedruckt. Aber nicht nur bei Kindern, auch bei Erwachsenen haben die Bücher inzwischen Kultstatus erreicht.

Allein in Deutschland liegt die Gesamtauflage bei mehr als 4 Millionen Exemplaren. Die Idee zum Buch kam Nordqvist bei der Arbeit an seinem Buch "Eine Geburtstagstorte für die Katze" (Oetinger Verlag, 1984): "Da ging es um eine Geschichte über einen alten Mann, der jemanden brauchte, mit dem er ab und zu reden konnte. In meiner Vorstellung sollte das jemand sein, der nicht so viel Raum einnimmt - eine Katze. Dann kam mir mit Hilfe des Verlegers die Idee noch mehr Bücher mit den beiden Protagonisten zu schreiben."



Wolfgang Simm arbeitet seit fast 20 Jahren als Komponist für Film und Fernsehen. Neben seiner Arbeit in der Werbung und für Dokumentationen hat er sich in den letzten Jahren verstärkt Kinder- und Jugendfilmen zugewendet. Er hat unter anderem die einfühlsame Filmmusik zum Zeichentrickspielfilm "Heidi" (2005) komponiert.

Als seine schärfsten Kritiker bezeichnet er seine eigenen Kinder. "Wenn mein Sechsjähriger beim zweiten Hören gutgelaunt mitsingt, weiß ich: das taugt". Fernab von bassdröhnenden Hollywoodorchestern hat Wolfgang Simm für die Figuren des Films Melodien geschaffen, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen ansprechen.

Das Findus-Thema, das bei einem Komponistenwettbewerb vor Vergabe für den Auftrag des Filmsoundtracks die Sympathien der kindlichen Tester erhielt, begleitet den quirligen Kater durch die emotionalen Höhen und Tiefen seiner Weihnachtserlebnisse. Dabei greift der Soundtrack zitierend hier und da auf altbekannte Weihnachtslieder zurück, die, beispielsweise mit Solovioline instrumentiert, harmonisch in den Gesamtsoundtrack einfließen.

Mit einer leichten Orchesterbesetzung begleitet Wolfgang Simm die winterliche Atmosphäre, ein munteres Wechselspiel aus Spannung, traurigen Momenten und dem immerwiederkehrenden fröhlichen Charme des "Hauptdarstellers" Findus.



Komponist Wolfgang Simm  


Weiß sich Gehör zu verschaffen: Kater Findus
Weiß sich Gehör zu verschaffen: Kater Findus

  Synchronsprecher Achim Höppner


Findus hat mit Zurückhaltung wenig am Hut
Findus hat mit Zurückhaltung wenig am Hut

Der 1946 in Lübeck geborene Joachim Höppner verleiht Pettersson seine unverwechselbare Stimme. Nach einer ersten schauspielerischen Grundausbildung, einem Volontariat am Lübecker Theater und einem Studium der Theatergeschichte, Kunstgeschichte, Germanistik, Sprechkunde und Bühnenbild engagierte sich Achim Höppner bei verschiedenen freien Theatergruppen.

Höppner ist Mitbegründer und langjähriger Leiter des Theaters in der Kreide (TIK) in München Neuperlach, er arbeitete aber auch am Residenztheater, an den Münchner Kammerspielen, am Volkstheater München und an der Bayerischen Staatsoper. Nebenbei spielte er in Filmen von Doris Dörrie, Hajo Gies u.a. mit und ist dem Publikum durch öffentliche Lesungen und szenische Programme ein Begriff.

Als Synchronsprecher leiht Achim Höppner Kollegen wie F. Murray Abrahams, Alan Bates, Richard Burton, Michael Caine, Jaques Dutronc, Clint Eastwood (seit 2002), Ian McKellen, Paul Newman, Donald Sutherland, Michel Piccoli, Sidney Pollack, Burt Reynold, Martin Sheen, Jon Voight u.v.a. seine Stimme.

Doch auch bei "Klassik Radio" werden aufmerksame Zuhörer ihm gelauscht haben können: Unter dem Pseudonym "Friedrich Epenstein" erzählt er in der Klassik Lounge regelmäßig eine "Wahre Geschichte".



► Cast, Crew► Filmplakat► Foto-Galerie

Zeitgleich mit dem Film "Morgen, Findus, wird´s was geben" in der Regie von Jörgen Lerdam, Anders Sørensen liefen am 29.11.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Warum Männer nicht zuhören - und Frauen schlecht einparken können
Romantikkomödie, Deutschland, 2007

Snipers Valley
Kriegsdrama, Deutschland, Bosnien-Herzegowina, 2007

Schwerter des Königs - Dungeon Siege
Fantasy-Abenteuer, Deutschland, USA, Kanada, 2007

Nichts als Gespenster
Drama, Deutschland, 2007

Mr. Brooks - Der Mörder in Dir
Thriller, USA, 2007

Hunting Party
Abenteuer-Komödie, Bosnien, Kroatien, 2007

Hotel Very Welcome
Komödie, Deutschland, Indien, Thailand, 2007

Hoffnung - Der große Sprung ins Glück
Familienfilm, Schweden, Deutschland, 2007

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Thriller, USA, 2007

Die Todeskandidaten
Action-Thriller, USA, 2007

Die Gebrüder Weihnachtsmann
Komödie, USA, 2007

Der Mann von der Botschaft
Drama, Deutschland, Georgien, 2006

Bruno Manser - Kampf um den Regenwald
Dokumentation, Schweiz, Borneo, 2007

Ebenfalls im Kino 




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