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Flags of Our Fathers

USA, 2006
Kriegsdrama, 126 Minuten, FSK: 12

Originaltitel
Flags of Our Fathers

Kino-Start
18.01.2007

Regie
Clint Eastwood

Darsteller
Ryan Phillippe (John "Doc" Bradley), Jesse Bradford (Rene Gagnon), Adam Beach (Ira Hayes), John Benjamin Hickey (Keyes Beech), John Slattery (Bud Gerber), Barry Pepper (Mike Strank), Jamie Bell (Ralph "Iggy" Ignatowski), Paul Walker (Hank Hansen), Robert Patrick (Colonel Chandler Johnson), Neal McDonough (Captain Severance), Melanie Lynskey (Pauline Harnois)
Flags of Our Fathers - Kinoplakat
Als Anfang 1945 das amerikanische Volk langsam kriegsmüde wurde und der US-Regierung die weitere Finanzierung der Kampfhandlungen aus Kriegsanleihen zunehmend schwerfiel, war es ein einziges Foto, das die Moral einer ganzen Nation wieder aufrichtete. Regisseur Clint Eastwood erzählt in "Flags of Our Fathers" die Geschichte dieses Bildes und der Männer, die darauf abgebildet sind.

23. Februar 1945: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die amerikanische Fahne auf dem Mount Suribachi auf Iwo Jima, nach vier Tagen heftiger Kämpfe um den japanischen Vorporsten, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.

Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität in der mörderischen Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich dieses Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen den Kriegsgegner zu stemmen, sofort zum Inbegriff von Selbstlosigkeit und Heldentum. Das Bild fasziniert die amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Funken Hoffnung greift, weil der Krieg scheinbar niemals enden will. Soldatenmütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren.

Da das Foto einen enormen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden "Fahnenhisser" sofort von der Front abgezogen und nach Hause in die Vereinigten Staaten geschickt, um diesem Gefühl weitere Nahrung zu geben: Sie sollen ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um "ihre" wahren Helden zu feiern – und um die dringend benötigten Kriegsanleihen zu zeichnen, mit denen der Fortgang der Kampfhandlungen finanziert werden soll.

Nur drei der "Helden" kehren lebend zurück: Navy-Sanitäter John "Doc" Bradley (Ryan Phillippe), der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes (Adam Beach) und Rene Gagnon (Jesse Bradford), ein Kriegs-Kurier, der während des gesamten bisherigen Krieges noch nicht einen einzigen Schuss abgefeuert hat.

Die drei Fahnenhisser spielen ihre Rollen als Helden perfekt – unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln Hände, finden vor den Mikrofonen die richtigen Worte ... allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden die drei völlig anders...



Film-Inhalt  


Das Originalfoto: Die Flaggenhissung auf Iwo Jima, 23. Februar 1945
Das Originalfoto: Die Flaggenhissung auf Iwo Jima, 23. Februar 1945


  Hintergrund


Neal McDonough erklärt die Lage
Neal McDonough erklärt die Lage

Die Schlacht um Iwo Jima war eine der blutigsten und verbissendsten des gesamten Pazifikkrieges. Die nur ca. 21 Quadratkilometer große Vulkaninsel liegt rund 1.000 km südlich von Tokyo. Die strategische Bedeutung lag in der begrenzten Reichweite damaliger Kampfflugzeuge und Bomber. Iwo Jima war daher der wichtigste Vorposten zur Verteidigung bzw. zur Eroberung des japanischen Festlandes.

Die Schlacht um die kleine Insel begann - nach vorausgegangener 50-stündiger Dauerbombardierung - am 19. Februar 1945 und endete am 26. März 1945, als die Insel "für sicher erklärt" wurde, ohne dass die japanische Besatzung je kapituliert hätte.

Im Kampf um die Insel kam es zunächst darauf an, den höchsten Gipfel einzunehmen, den Mount Suribachi, einen 166 Meter hohen Vulkan im Süden des Eilandes. 23. Februar nahmen die Marines den Suribachi ein und hissten die Fahne (zweimal).

Von den rund 22.000 japanischen Verteidigern überlebten nur etwa 1.000. Lediglich 216 begaben sich in amerikanische Gefangenschaft, der Rest überlebte in Höhlen und Bunkern.

Auf amerikanischer Seite waren unter dem Befehl von Holland M. Smith rund 100.000 Soldaten eingesetzt, von denen 6.821 den Tod fanden - darunter drei der Fahnenhisser (Sergeant Michael Strank, Harlon Block und Franklin Sousley) - und weitere 20.000 verwundet wurden.

Für Tapferkeit bei der Invasion von Iwo Jima wurden 27 höchste Ehrenmedaillen verliehen – mehr als in allen anderen Schlachten des Zweiten Weltkriegs – es sind mehr als ein Viertel dieser Orden, die im gesamten Krieg verliehen wurden.



Um "Flags of Our Fathers" auf die Leinwand zu bringen, setzte Regisseur Clint Eastwood auf sein bewährtes Team langjähriger Mitarbeiter: Produzent Robert Lorenz hat bei Eastwoods fünf aktuellsten Filmen alle Aspekte von der Entwicklung über die Dreharbeiten, die Endfertigung, das Marketing und den Vertrieb betreut, Michael Owens, der bei "Space Cowboys" zu Eastwood stieß, verantwortete beim Dreh die wichtigen Bereiche Visuelle Effekte und Regie des 2. Drehteams, das die Geschichte als "Letters From Iwo Jima" komplett aus japanischer Sicht verfilmte. Hinzu kommen Kameramann Tom Stern, der bereits bei fünf Eastwood-Filme mitgewirkt hatte, Kostümbildnerin Deborah Hopper, Cutter Joel Cox (20 Filme mit Eastwood) und der kürzlich verstorbene Henry Bumstead (elf Filme mit Eastwood).

Bevor er im Mai 2006 mit 93 Jahren starb, sagte Henry Bumstead: "Mir macht es immer noch Spaß, vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen, ein Set zu entwerfen und dann zuzuschauen, wie es gebaut wird. Daraus bestand mein Leben, und ich habe es immer genossen." Vor seinem Tod konnte Bumstead seine Entwürfe für die Sets zu "Letters From Iwo Jima" abschließen, Eastwoods Begleitfilm zu "Flags of Our Fathers".

Eastwood arbeitete eng mit Besetzungschefin Phyllis Huffman zusammen, die ebenfalls während der Endfertigung des Films starb. "Mit Phyllis verband Clint ein enges Vertrauensverhältnis", sagt sein langjähriger Produzent Robert Lorenz. "Bei weit über 100 Sprechrollen in 'Flags of Our Fathers' hatte sie alle Hände voll zu tun. Sie hat buchstäblich Hunderte von Schauspielern zwischen New York und Los Angeles vorsprechen lassen."

Als Vermächtnis der engen Zusammenarbeit und ihrer langjährigen Freundschaft hat Clint Eastwood den Film Phyllis Huffman und Henry Bumstead gewidmet.



Abschied von Freunden  


Ryan Phillippe vor der Landung
Ryan Phillippe vor der Landung
► Cast, Crew► Trailer► Filmplakat► Foto-Galerie

  Ebenfalls im Kino


Zeitgleich mit dem Film "Flags of Our Fathers" in der Regie von Clint Eastwood liefen am 18.01.2007 in Deutschland im Kino auch die folgenden Spielfilme an:

Wer Feuer sät...
Drama, USA, England, Südafrika, 2006

Unser täglich Brot
Dokumentation, Deutschland, Österreich, 2005

The Return
Thriller, USA, 2006

The Fountain
Drama, USA, 2006

Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
Horror, USA, 2006

Schwere Jungs
Sportkomödie, Deutschland, Schweiz, Tschechien, 2006

Rache ist Sexy
Romantik-Komödie, USA, 2006

Krass
Tragikomödie, USA, 2006

Die Unzerbrechlichen
Dokumentation, Deutschland, 2006

Das Streben nach Glück
Drama, USA, 2006

Dancing with myself
Dokumentation, Deutschland, 2005

Chanson d´amour
Liebesdrama, Frankreich, 2006



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