23. Februar 1945: Fünf Marines und ein Navy-Sanitäter hissen die amerikanische Fahne auf dem Mount Suribachi auf Iwo Jima, nach vier Tagen heftiger Kämpfe um den japanischen Vorporsten, eine einsame Insel mit schwarzen Sandstränden und Schwefelhöhlen.
Für die Soldaten, die auf dem Bild zu sehen sind, ist das Hissen der Fahne nur eine Formalität in der mörderischen Schlacht. Doch für die Daheimgebliebenen verwandelt sich dieses Foto der Männer, die wortlos gemeinsam anpacken, um sich gegen den Kriegsgegner zu stemmen, sofort zum Inbegriff von Selbstlosigkeit und Heldentum. Das Bild fasziniert die amerikanische Öffentlichkeit, die nach jedem Funken Hoffnung greift, weil der Krieg scheinbar niemals enden will. Soldatenmütter können wieder darauf vertrauen, dass ihre Söhne heil nach Hause kommen, und die Trauernden haben jetzt etwas, an das sie glauben können, auch wenn ihre Söhne nie zurückkehren.
Da das Foto einen enormen Gefühlsüberschwang auslöst, werden die noch lebenden "Fahnenhisser" sofort von der Front abgezogen und nach Hause in die Vereinigten Staaten geschickt, um diesem Gefühl weitere Nahrung zu geben: Sie sollen ihrem Vaterland dienen, aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern mitten in der begeisterten Menge, die zusammenströmt, um "ihre" wahren Helden zu feiern – und um die dringend benötigten Kriegsanleihen zu zeichnen, mit denen der Fortgang der Kampfhandlungen finanziert werden soll.
Nur drei der "Helden" kehren lebend zurück: Navy-Sanitäter John "Doc" Bradley (Ryan Phillippe), der öffentlichkeitsscheue Indianer Ira Hayes (Adam Beach) und Rene Gagnon (Jesse Bradford), ein Kriegs-Kurier, der während des gesamten bisherigen Krieges noch nicht einen einzigen Schuss abgefeuert hat.
Die drei Fahnenhisser spielen ihre Rollen als Helden perfekt – unermüdlich reisen sie durchs Land, schütteln Hände, finden vor den Mikrofonen die richtigen Worte ... allein die Sogkraft ihres Fotos bringt die erlahmte Begeisterung für den Kriegseinsatz wieder auf Touren. Doch innerlich empfinden die drei völlig anders...